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Websphere - Integration von Notes-Mail und -Applikationen ?

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Driri:
Hallo,

wir prüfen z.Zt. den Einsatz von Websphere. Als Knackpunkt hat sich dabei jetzt die Integration von Notes erwiesen. Laut Aussage unseres Dienstleisters taugen die mitglieferten Portlets für Notes nicht viel. Mir mißfällt es schon, daß man scheinbar die iNotes-Schablone für die Maildatenbank nutzen muß, um die im Mailportlet nutzen zu können.

Auch die Einbindung relativ einfacher Applikationen via Standard-Viewportlet scheint nicht vernünftig zu sein. Die Views lassen sich zwar darstellen, Suchfunktionen muß man aber scheinbar wieder selber dazubauen.

Jetzt wurde uns empfohlen, für Notes die Bowstreet Portlet Factory einzusetzen. Ich verstehe das so, daß wir uns dann selber Portlets bauen müssen, um unsere Anforderungen vernünftig umsetzen zu können.

Wir wundern uns nun schon ein wenig, daß gerade die Integration von Notes solche Hürden stellt.

Wie sind da eure Erfahrungen ? Stimmt die Aussage, daß man sich auch für recht simple Anwendungen (1 Maske, 1 View, nur lesender Zugriff) schon auf eigene Portlets stürzen muß ?

Wieviel Aufwand muß man denn in die Anpassung von Applikationen stecken, um sie in Websphere integrieren zu können ? Ist sicherlich abhängig von der Applikation, aber mir ginge es vor allem um Simpel-Anwendungen (siehe oben) und ggf. um etwas komplexere Applikationen mit Mini-Workflows.

Driri:
Hallo,

wir haben gerade eine Info bekommen, die mich doch ein wenig an dem System zweifeln läßt (oder an dem KnowHow des Dienstleisters, falls die Info falsch ist).

Wir setzen die i5 als zentrales System ein. D.h. fast alle Maildatenbanken und Anwendungen laufen auf einem Domino unter i5.
Nun wurde uns mitgeteilt, daß es von Websphere generell keine Unterstützung für Domino auf i5 gibt.  ???

Ist das richtig ? Dann wäre Websphere hier mit einem Schlag gestorben.

flaite:
Websphere ist ein J2EE Server. Und der ist einfach nicht dafür gebaut, um als Domino Frontend zu dienen.
Dies heisst nicht, dass man Domino Anwendungen nicht einbinden könnte.

Das mainstream-Programmiermodell für J2EE sieht aber ein bischen anders aus und man sollte sich damit dann auch beschäftigen. Die Leute, die sich hier ernsthaft mit J2EE/Websphere beschäftigen, programmieren ihre Websphere Anwendungen auch vornehmlich nach diesem Modell (denke ich). Oder einem der zahlreichen.

IBM (oder der Business Partner) mag sagen, dass es "total unproblematisch" ist, Notes-Anwendungen einfach in Portlets laufen zu lassen. IBM sagt aber auch, dass es eine prima Idee sei, Domino auf einer ihrer Hostplattformen laufen zu lassen. Und letzteres werden ja auch einige Leute für eine nicht so gute Idee halten.
Weder bei der Entwicklung von J2EE noch von Websphere wurde auch nur ein Gedanke an die Einbindung von Domino investiert. Das ist einfach ein "after-thought". IBM bietet zwar vielfältige Möglichkeiten der Einbindung von Domino an. Um die aber überhaupt nur evaluieren zu können, benötigt man IMNSHO ein gerütteltes Maß an J2EE/Websphere know-how.
Portale sind zwar eine gute Sache, erfordern aber eine Menge von Bonus-Know How und vor allem auch Planung. 

Bevor ihr mit einem Dienstleister sprecht, solltet ihr intern Know How aufbauen und wirklich evaluieren welche Vorteile euch J2EE/Websphere für eure konkreten Business Cases liefert.

Falls euch Websphere wirklich interessiert, würde ich jetzt auf WAS 7.0 warten, weil das EJB3.0 unterstützen wird. EJB ist ziemlich zentral für J2EE.

Gruß Axel

Lossa:
Hi,

um es ein kleinweinig von der Hochtrabenden J2EE bla bla Welt-Denken etc (nicht persönlich nehmen Axel, ansonsten hast du 100% Recht!) auf die einfache User-Denk-Vorgesetzen-Klicki-Klacki Ebene zu bringen hier meine 5 cent dazu.

Die Implementation von Websphere Portal (um den wird es wohl gehen, wenn Du schon von Protalen redest, ist leider noch nicht so wie "wir", die Anwender (damit meine ich auch die Admins und NotesEntwickler, die einfach nur eine andere Anwendung nutzen wollen, es wünschen.

Es gibt eigentlich nicht viele Möglichkeiten die vorhandenen Domino Anwendungen Protal tauglich zu bekommen:
1. Alles Webtauglich machen und dann geht es im Protal

2. Einfachste !!! Domino Ansichten/Masken lassen sich im beigefügten Portlet nutzen.

3. Ein eigenes Protelt strickten, die Bowstreet Tools dafür sind sehr gut und bringen wirklich schnell die gewünschten Ergebnisse

4. Noch etwas warten, bis die Verzahnung von Domino und Websphere Protal weiter fortgeschritten ist.

Ansonsten was wollt Ihr mit Websphere erreichen oder hofft ihr zu erreichen, das ist die eigentliche Frage und wollt ihr dann eine vollständige Integration von Notes im Portal (z.B. mit Version ND8 wird alles gut?!) oder können die Systeme paralel laufen und genutzt werden, eben über 2 Clients und nicht alles im "Web-Browser" Protlet zeigt mir alles egal woher es kommt?!


Driri:
Hallo und danke für das Feedback,

ich beschreibe mal kurz die Ausgangssituation und unser Ziel.

Wir haben vor ca. 1 Jahr fusioniert. Momentan existieren zwei Mitarbeiter-"Portale". Eins als Notes-Datenbank und eins als Webpagesammlung.
Unsere Anwender sitzen sehr verstreut. D.h. wir haben zwei zentrale Standorte mit entsprechenden Mitarbeiterzahlen und eine große Anzahl Außenstellen, die Größen zwischen 1-50 Mitarbeitern haben.


Ziele sind folgende, dabei soll es mehrere Ausbaustufen geben :

a) einheitliches Mitarbeiterportal mit News, Schwarzem Brett, Telefonverzeichnis (Notes-Datenbank) und Integration Maileingang und Kalender.

b) Integration von Applikationen ins Portal (z.B. SAP, Business Objects, Abbildung eines Warenwirtschaftssystems für eine unserer Sparten über HATS, etc.). Dabei soll es auch Möglichkeiten der Verknüpfung von Applikationen geben, z.B. Anzeige von zusammengehörigen Daten aus SAP (bei uns reines Buchhaltungssystem) und der Warenwirtschaft.

c) Abbildung eines Kundenportals mit Zugriff auf Daten (z.B. Rechnungen aus SAP)


Ziel ist es nicht, Notes voll zu integrieren, um z.B. den Client abzulösen. Das würde bei der Menge an Notes-Applikationen extrem aufwändig bis unmöglich.
Die momentane Planung sieht daher für die Notes-"Integration" auch nur ein Viewing vor. D.h. ich muß dem Anwender nicht die volle Funktionalität zur Verfügung stellen. Es reicht aus, wenn er die Daten lesen kann und ggf. Funktionen wie Suche, Sortierung, etc. hat.


Problem :

Wir haben hier im Haus nicht die Entwicklungspower, um aufwändige Entwicklung zu betreiben. Vorstellung war eigentlich, daß man wenigstens Dinge wie Mail/Kalender und simple Ansichten (View+Maske) ohne großen Aufwand abbilden kann.
So wurde uns das bisher in den Vorgesprächen eben auch verkauft. Bei einem Proof of Concept hat sich dann allerdings sehr schnell gezeigt, daß das eben nicht so ist.

Wenn jetzt sogar noch unsere strategische Plattform nicht mit Websphere zusammenspielt, frage ich mich langsam, was da auch für ein Aufwand auf uns zukommen wird.


Edit :

Ich werde auch das Gefühl nicht los, daß diese Portalthematik bei uns hier mal wieder übers Knie gebrochen wird. Wäre nicht das erste Mal, daß nach dem Motto "Alle haben so was, das brauchen wir auch" in einer totalen Panikaktion irgendwas aus dem Hut gezaubert wird.
Vorbereitung und Planung = Fehlanzeige. Benefit = Egal, hauptsache wir können dem Vorstand was zeigen.

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