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Meinung: IBM Workplace (doof oder gut)

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Marinero Atlántico:
Hi,

Maybe, I just don't get it, ABER:

ich mag dieses Produkt überhaupt nicht.
Es ist ein zusammengebündelter Haufen von mehreren Einzel-Plug-Ins von Tivoli bis Eclipse Software Foundation. Man braucht einen 2CPU Server, um den Server laufen zu lassen. Es besitzt 0 Modularität. Man muss sich einen Haufen von IBM Produkten (Websphere, Websphere Portal, Lotus Rich Client, DB2 und vermutlich noch ein paar andere) installieren.
Und bitte. WOFÜR?

Mein Gott. Java Programmierung ist nicht so wahnsinnig kompliziert. IBM hat nur ein verdammt großes Talent alles kompliziert zu machen! Die machen mich noch zum openSource zealot!

Es wäre aus meiner Sicht viel vernünftiger die OO-Möglichkeiten von LotusScript (abstrakte Klassen, static) auszubauen, Firmen wie Geniisoft von Ben Langhinrich aufzukaufen, damit es eine vernünftige RichText-API in LotusScript gibt und in Gottes Namen Java denen überlassen, die etwas davon verstehen (den Eindruck habe ich bei Lotus Workplace ehrlichgesagt nicht).

Was stand in den IBM Beschreibungen zu Websphere und einigen anderen Texten zu J2EE?
Wir haben Entity Beans. Du brauchst dich um diesen low level J2EE Kram nicht zu kümmern. Das ist für alte Leute, die sowieso mit einem Bein im Irrenhaus stehen. Persistenz (das speichern in die Datenbank) ist völlig transparent. Das übernehmen diese phonky Entity Beans, die von unseren Wissenschaftlern in mühseliger Arbeit entwickelt worden ist. Du kümmerst dich einfach um die Business-Logik und sprichst die einfache EJB api an. Den Rest erledigt unser Zeug. 

Und was habe ich am 4. Tag der ernsthaften Beschäftigung mit Entity Beans gelernt?
Damit du das richtig einsetzen kannst, musst du eine Menge von RDBMS verstehen. Ich arbeite dran. No Problem. 

Und was habe ich am 30. Tag der ernsthaften Beschäftigung mit Entity Beans gelernt?
Hibernate ist für 90% der möglichen Anwendungen vermutlich die bessere Lösung. Man versteht Hibernate auch leichter, wenn man EJB kann. Kein Problem.

Und was hat IBM nach 4 Jahren Websphere und 3 Jahren San Francisco Framework (eine Art Vorläufer) gemeinsam mit den Startups Oracle, SAP, BEA uvam beschlossen?
Wir machen den Hibernate Entwickler zu dem Spec-Leader, damit wir endlich vernünftig in die Datenbank speichern können.

Und was stand seit Anfang der Tage bis heute in der ausgezeichneten Hibernate Doku?
Unser Zeugs ist für Leute, die sich mit RDBMS auskennen.

Und was sagt IBM jetzt im Kontext von Workplace?
Wir bringen das Lotus-Programmier-Modell (was immer das ist) auf Java, aber der Domino Entwickler braucht sich gar nicht um diesen low-level Java-Kram zu kümmern. Das ist für alte Leute, die sowieso mit einem Bein im Irrenhaus stehen. Von diesem Java Kram merkst du gar nichts. Das übernimmt unser phonky framework, das von unseren Wissenschaftlern in mühseliger Arbeit entwickelt worden ist. Du kümmerst dich einfach um die Business-Logik und sprichst die einfache Workplace api an. Den Rest erledigt unser Zeug. 
 ;D

Geschichte muss sich nicht wiederholen

Axel

Glombi:
Da kann ich Dir nur definitiv (oops) zustimmen...

Für mich ist das eine gewaltige Marketingblase und den wirtschaftlichen Nutzen muss mir mal einer (kein Vertriebler, sondern ernsthafte Leute  ;D) vorrechnen.

Andreas

koehlerbv:
Axel, ich persönlich glaube, genau diese Zeile von Dir bringt die ganze Blase auf den Punkt:


--- Zitat von: Marinero Atlántico am 12.01.05 - 17:23:05 ---Und bitte. WOFÜR?

--- Ende Zitat ---

Ich verstehe nicht, was IBM da erreichen will. Web können andere besser. Schlanker. Schneller. Proprietär ist ND ungeschlagen. Sollten die mal lieber diese Welten zusammenbringen, anstatt was auseinander zu dividieren und Kunden und Entwickler zu verunsichern.

Bernhard

PS: Siehe auch http://vowe.net/archives/005475.html#comments
Gleiche Spielwiese, gleiches (IBM-)Problem.

Marinero Atlántico:

--- Zitat von: koehlerbv am 12.01.05 - 23:05:58 ---Web können andere besser. Schlanker. Schneller. Proprietär ist ND ungeschlagen.

--- Ende Zitat ---
Genau solche globalen Aussagen will ich vermeiden, v.a. weil niemand die Alternativen kennt.
Lotus Notes ist nicht das einzige Produkt, das imho Domino Workplace überlegen ist. 
Ich kenne sehr erfolgreiche nicht-Web Businesse-Anwendungen, die nicht auf Lotus Notes basieren.

Gandhi:
Unübersichtlich dieser Java Kram ist....
und dann kommt IBM mit einem nebulösen Pappkameraden namens Workplace.
Ich habs schon immer geahnt, dass das nicht das Wahre ist.

(war das jetzt inkompetent genug? ;D)

Ich mache einfach weiter mein Zeugs (LoNo und LoDo) und überlasse es anderen mit Java die Welt zu retten.
Ich weiß, dass ich damit nicht alles machen kann und sollte - aber das was ich damit kann reicht mir im Moment auch.

Java Projekte - die ich kenne (sehr wenige) starten immer mit viel Brimborium und Vorschusslorbeeren - und enden dann eben doch meist in der Realität.
Mir ist Java tatsächlich - aufgrund all der IDEs, Frameworks, AppServer, PortalServer - zu unübersichtlich. Ich denke vielen anderen wird es ähnlich gehen - womit dann .NET als (noch) sehr einheitliches System sicher viele Sympathien gewinnen kann (zumindest bei mir).

MA wird jetzt vielleicht argumentieren, dass es im OO Bereich ganz viele tolle gut funktionierende Frameworks gibt (Hibernate)  - aber das Problem ist aus meiner Sicht, dass es hier einfach zu einer großen Zersplitterung kommen muss, die das ganze nicht mehr handhabbar macht. Meine Meinung.

Wozu aber ingesamt Lotus Workplace mal gut sein wird weiß zur Zeit wohl nur IBM - für mich ist das ganze Gedöns zur Zeit nur eine Schnittstelle zwischen einem Java-Applikationsserver und Domino, die ich zur Zeit (wohl zum Glück) nicht brauche.

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