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Hi Axel

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Semeaphoros:
Thomas, wenn es Dir mal gelingt, eine(n) solche(n) Hospitant[e/i]n zu finden, finde ich mich bereit, das Experiment während der letzten halben Woche zu begleiten und gemeinsam daraus einen fundierten Bericht zu machen, schliesslich verstehe ich ein bisschen was von diesem Beruf :)

HRaq:
@Axel,

ich sags mal so: Angestellte/Arbeiter von mittelständischen und und auch Kleinunternehmen haben zumindest die Möglichkeit, sich einer Gewerkschaft oder sonstigen Interessenvertretung anzuschliessen, die entsprechende Tarifverträge aushandelt. Beamte haben zwar den DBB, jedoch ist das mehr ein zahnloser Tiger, da er über keinerlei Druckmittel verfügt. Natürlich muß man das mit dem Streikrecht -gerade in heutiger Zeit-sehr differenziert sehen.
Einkommenseinbußen hat heute denke ich jeder; da bist du nicht allein und ich auch nicht (auch ich habe die Pflicht zur Weiterbildung).
Übrigens: Wenn ich Fehler mache, habe auch ich als Beamter die Konsequenzen zu tragen - sei es in finanzieller oder auch sonstiger (=disziplinarischer) Hinsicht.

@Thomas:

Ich kann dir übrigens nur uneingeschränkt Recht geben.
Stichwort Versetzung: Mich hats nach der Ausbildung aus der Lüneburger Heide ins benachbarte europäische Ausland verschlagen, dann nach Rheinland Pfalz, jetzt Nordrhein-Westfalen.
Wohnhaft weiterhin in Rheinland-Pfalz, d.h. tägliche Strecke Wohnung-Dienst 75 km einfach.
Vielleicht auch nicht jedermanns Sache.

Gandhi:
Wollt ihr mal meine Meinung hören  ;D
Das schöne an diesem Land ist ja wohl, dass jeder Beamter werden kann (und dann mit den Vor- und Nachteilen leben muss - die ihm ja vorher bekannt waren) oder eben nicht Beamter wird (und dann ohne die Vor- und Nachteile, die ihm vorher bekannt sein hätten können leben muss).
Also: Freie Entscheidung. Wunderbar! Das beste, was es in diesem Land nicht zu kaufen gibt.
Ob die Zahl der Beamten hierzulande notwendig ist? Wage ich ernsthaft zu bezweifeln (wozu müssen z.B. Lehrer Beamte sein). Dennoch ist die Beamtenzahl hierzulande gar nicht so hoch - meines Wissens sogar niedriger als z.B. in den USA.
Dass der Staat überreguliert (und dass dies nicht funktionieren kann) ist meiner Meinung auch klar - und dass hierzulande eine Schieflage herrscht auch.
Interessant ist, dass bei einer rationalen Analyse schnell klar wird, was getan werden müsste (im Grunde Abbau von Staat - überall (z.B. Bildung) mehr Wettbewerb) und es sich niemand so richtig offen traut das auszusprechen und schon gar nicht umzusetzen. In Deutschland ist das politische Mega-Buzzword 'Soziale Gerechtigkeit' (kann mir das jemand definieren?)erfunden worden, mit dem man seit mindestens 30 Jahren versucht die Realität zu verarschen (Achtung: Man kann die Realität nicht verarschen - wohl aber von der Realität verarscht werden).
Meiner Meinung nach muss man weg vom Gedanken der sozialen Gerechtigkeit (weil es die natürlicher Weise nicht geben kann) und hin zum Gedanken der sozialen Nützlichkeit (die dann auch jedem Menge von den Gedanken der sozialen Gerechtigkeit aufnimmt - weil diese zum Teil auch tatsächlich sehr nützlich sind). Dumm nur: In dem Moment, in dem ich das sage fürchte ich, dass jemand das schon als Aufgreifen von Gedanken der Nazis sehen könnte (wobei es nichts gibt, was mir ferner läge) - und auch diese zwar weggeschobene - nie aber wirklich verarbeitete Vergangenheit behindert in Deutschland sehr. Nicht alles was die Nazis getan haben war per se schlecht (ich gehe z.B. davon aus, dass sich viele von denen die Zähne geputzt haben), schließlich waren die ja auch wirtschaftlich zunächst mal sehr erfolgreich (ja, ja, ich kenne die Begleitumstände) und gerade die Förderung des Leistungsgedanken vermisse ich hierzulande sehr. Ich gehe jetzt vorsichtshalber in Deckung - nicht, weil ich der Meinung bin, dass ich was böses getan habe - sondern weil ich weiß, dass ich aus der Sicht vieler in D damit ein Tabu gebrochen habe.

Soviel zu meinen 2 Cent.

P.S.: Ich fände es wirklich sehr interessant mal 2 Wochen im Schulbetrieb zu hospitieren - vielleicht würde ich dann auch die Lehrer verstehen - und einen genauen Einblick in ein offensichtlich nicht mehr (sehr gut) funktionierendes System erhalten.

Glombi:
Hi Ghandi,
fallst Du eine politsche Karriere vor Dir hast, solltest Du den Thread schnell abändern. Vergleiche mit Nazis sind i.a. das Ende einer solchen (siehe Hohmann).

Ich denke, alles was die gemacht habe, diente nur einem Ziel. und war damit schlecht.
Das mit dem Zähne putzen versteh ich nicht.

Bzgl. Soziale Gerechtigkeit: Das wird oft mit Sozialismus verwechselt, so kommem mir die Debatten jedenfalls vor.

Andreas

HRaq:
Hi Gandhi,

bezüglich deiner Meinung zur freien Entscheidung, ob man Beamter wird oder nicht, gebe ich dir Recht.
Ich möchte allerdings klarstellen, dass die Überregulierung in Deutschland nicht von den Beamten herrührt. Die müssen (leider) den Mist ausbaden (sprich ausführen), den die Regierung verzapft - welcher Couleur auch immer. Ich meine, dass alle Beteiligten, sowohl die Bürger wie auch die Beamten, mehr davon hätten, wenn es weniger Regularien und mehr freie Entscheidungsmöglichkeiten gäbe.

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