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Glombi:
Axel, "fantastische" nicht "fanatische". Und ich meinte es nicht abwertend, sondern tatsächlich so.

Ich glaube auch, dass es schwer ist, "nur" mit Java Geld zu verdienen. Da müssen schon besondere Ideen / Konzepte dahinter stecken.

Die IT Branche hat es in den letzten beiden Jahren sehr gebeutelt. Man kann es nicht an IBM Notes od. Websphere festmachen.

Eins ist meiner Meinung nach sicher: Wichtig ist es, sich zusätzlich in SAP auszukennen. Und dann noch in Java, da auch SAP dahin schwenkt.

Andreas

Marinero Atlántico:
... meine Rede. Nur irgendwo sollte dann doch auch das Prinzip der Arbeitsteilung gelten...

Marinero Atlántico:
Andreas,

die meisten Leute (inklusive img) betreiben "Java" nicht als Programmiersprache sondern als Plattform.

D.h. man hat eine Aufgabenstellung und nutzt dann eine Reihe von openSource oder käuflichen Subsystemen, die man dann mit möglichst gut funktionierenden code verbindet.

Um nur die "spektakulärsten" zu nennen:
<nicht_ich_aber_img>
Von:
benutzen von openCMS für eine Art Frage-und-Antwort-Spiel auf IMode Handys
über:
Archivierung/PDF-Umwandlung von Notes-Dokumenten + deren Attachments mit Möglichkeit der späteren Wiederherstellung und kompletter Volltextsuche (dank Lucene) über NotesDoks + Attachments in einer xml-Datenbank (und dann später IBM Storage Server, oder wie das heisst)
über:
NotesAdapter für Kalenderdaten aus Bea Weblogic heraus.
bis:
mehr oder weniger komplette und automatisierte Umwandlung von Notes Anwendungen in J2EE Anwendungen
</nicht_ich_aber_img>

Die Fragen sind auch nicht wie prog ich jetzt in Java ein File-Zugriff, damit es funzt, sondern wirklich schon so Sachen wie:
- wie bekomme ich eine möglichst hohe Coverage automatisierter Tests gegen meinen code (dieses Wochenende große Fortschritte. ).
- der ganze Portalquatsch: JSR 168 extends javax.servlet.* (Single Sign On, Content Syndication, Zugriff auf unterschiedliche Content-Quellen, Web-DAV, Handy-Zugriff, etc. pp.)
- Vereinfachung des Verbindungscode zwischen Subsystemen durch das Spring-Framework
- Workflows

Also das ist eigentlich der Grund warum ich die Java Plattform mag:
Ein Notes Mann setzt sich vielleicht hin und macht das auslesen von RSS Streams mit einer low level xml api. Ein Java Mann wartet erstmal, bis er auf ein konkretes Subsystem stösst, dass ihn viele Teile der Arbeit weitgehend abnimmt.
Das ist imho ein gewaltiger Fortschritt und man kann ihn nur nutzen, wenn man sich ständig mit den Subsystemen beschäftigt, programmieren kann + seine IDE beherrscht sowie OO/Refactoring- mässig richtig was auf dem Kasten hat.

Geld zu verdienen ist in der Tat momentan nicht einfach, aber möglich.

Gruß Axel

PS: Ausserdem ist die Java-Plattform eine super Lern Plattform für Dot.NET

Subsystem = Oberbegriff für Komponenten und Services.
Der Begriff Komponente ist irgendwie verhunzt. Fowler sagt, es ist einfach ein Gebilde aus Code mit einer definierten Schnittstelle, die einen bestimmten fest umrissenen Zweck erfüllt und zwar lokal eingebunden (pass by reference).
Ein Service ist das gleiche nur Remote (pass by value).  :P

Glombi:

--- Zitat von: Onkel ToM am 01.11.04 - 12:34:38 ---Es gibt die inform AG zu der die inform GmbH und die Notesdev GmbH gehören.
Wenn jetzt die inform GmbH die Flatter macht, dürften die Produkte weiter existieren.

Und wie ich aus "unternhehmensnahen Kreisen" gehört habe, arbeitet die Notesdev profitabel.


Bye
Onkel ToM

--- Ende Zitat ---
Leider ist auch Notes Development insolvent. Das kann also doch nicht so profitabel gewesen sein bzw. die unternehmensnahne Kreise sind doch nicht so nah.

Andreas

Marinero Atlántico:
Es ist nicht einfach. Fährt man gut mit einer engen Bindung an IBM?

Vor ca. 30 Monaten kam eine Kollegin aus der Trainings-Abteilung meines damaligen Arbeitgebers von einer IBM Veranstaltung über Eclipse zurück. Diese mir ansonsten nicht unsympathische Doktorin der Geschichtswissenschaft fand das alles sehr merkwürdig mit dem openSource. Sie erzählte, sie hätte gefragt, wie dann denn IBM die openSource Entwickler an die Kandarre genommen werden könnten. Ich ging aufs Klo, weil ich kotzen mußte. Ich kotze seit 30 Monaten und es wird vielleicht bald besser. Diese „an die Kandarre zu nehmenden“ Leute sind ihr hinsichtlich Ausbildung, Wissen, Erfahrung und Umsetzung bezüglich User-Software Interaktion, Softwareentwicklung, Softwaremanagement und Software-sowieso turmhoch überlegen. Wieso reden Menschen einen solchen arroganten Unsinn? Um auf das cvs von sowas wie Eclipse Schreibrechte zu bekommen, muss man Ansprüche erfüllen, von denen diese Dame noch nicht einmal den winzigsten Hauch des Anflugs eines Bruchteils einer leisesten Ahnung hat. Und das Detailwissen ist da nur der wichtige Unterbau. Da drüber sind Fähigkeiten wie Kommunikation, Verantwortungsgefühl, Team, etc. 

Wie sähe es nun aus, wenn ein Konkurrenzunternehmen von inform frühzeitig auf openSource Java umgeschwenkt wäre. Sagen wir, die Firma heisst Kiste und der Geschäftsführer Udo Moysis. Dies ist ohne Häme. 

Hier ist Webseite mit wöchentlichen news:

--- Code: ---Liebe Kunden,

wir

- arbeiten echt hart an unserer Unit-Test-Coverage. Sind auf ca 80%. Warum sind die scheissendreck-Mock-Objekts nur so verflucht kompliziert oder verarschen die mich hier wieder alle? Köchel und Hainbrucker wollen in 2 Wochen codehaus/guantanmo einführen (für halbalphabetisierte @Formelsprachen-Monkeys: codehaus/guantanamo löscht jeden source code, für den es keine Junit-Tests gibt).
- die 2 langjährigen Mitarbeiter, die heute morgen das Service Locator Pattern als design-overkill bezeichnet haben, hab ich eben mit meiner 45er erschossen. Wandel ist die Zeit für klare Durchsagen.
- jeder von den Ruderern, der auf Deck erwischt wird, verpflichten wir ein bischen mit MS-NET Studio zu daddeln anstatt dämlich grinsend in die Sonne, das Salz und das Meer zu starren.
- denken gerade darüber nach, ob Picco/Nanno-Container, Hive Mind oder Spring das bessere IoC Framework für unsere Projekte darstellt. Glaub wir nehmen einfach Spring, weil das alle machen.
- haben die komplette Mannschaft verpflichtet, den Bile-Blog zu lesen, damit diese eingebildeten random tuggers endlich Demut lernen.
- haben gestern IBM vom Acker gejagt und ihnen nachgerufen, dass sie erst wiederkommen können, wenn 2 Ihrer Leute uns zeigen, dass sie eins der IBM-Produkte in unter 6 Stunden installieren können. Die haben vielleicht lustige Haken geschlagen. Der eine leider ein bischen zu schnell. Eine Kugel hat ihn dann ins Bein erwischt. Der Krankenwagen war aber sofort da. Innenstädtische Lagen verursachen eben nicht nur hohe Kosten, sondern auch sehr handfeste infrastrukturelle Vorteile.
- die Todesfälle in der Mannschaft sind letzte Woche deutlich zurückgegangen, nachdem die letzte iBatis Anhängerin ausgerottet wurde. Die EJB- und Hibernate Leute halten einen gewissen, angespannten und immer bedrohten Frieden.
- das vor 4 Wochen hier angekündigte Tapestry-Framework HelloWorld Tutorial ist leider immer noch nicht fertig. Nur weil ich ganz harmlos in Meetings mit ein paar Mosereien, die ich mal in blogs über struts aufgeschnappt hatte, äußerte, wurde ich hier prompt zum Tapestry Guru erklärt. Tja. Und als solcher muss ich nun mein dogFood auslöffeln. Die neue an ThoughtWorks angelegte Firmenkultur hat eben auch ihre Tücken.
-  es ist uns gelungen Rod Johanson und Bill Dusney für unsere neue Infoveranstaltung: „Sind wir nicht alle ein bischen POJO?“ zu gewinnen.
Bill referiert zwischen 3:00 – 5:00, weil er zwischen 5:00 und 8:00 Uhr immer an seinem Sourcebeat Buch schreiben muss und danach seinen regular job, den er nun ausnahmsweise remote erledigt. Rod dann zwischen 5:00 und 7:00 Uhr.
Mit einfach Geld war da übrigens nicht zu machen. Rod war mit dem für 1 Mio teuren einstündigen Gespräch mit Karl Heinz Stockhausen zu gewinnen (alle Musikwissenschaftler finden Stockhausen cool, warum auch immer), Bill mit 5 gratis-Messen in those cool old churches. 
- ohne Konflikt geht es in dieser neuen Welt leider auch nicht. So richtig hat sich die Botschaft von den Standards leider noch nicht verbreitet. Für die neue Version unserer Seminarverwaltung haben wir natürlich vorhandene Tabellen in der Kundenumgebung genutzt. Wir haben die schnell nach PosgreSQL exportiert und den Oracle-Legacy-ClosedSource-Quatsch entsorgt. Das die Oracle Truppe da nicht wirklich glücklich waren, konnten wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung vorhersehen. Warum aber jetzt die SAP-Truppe ihre Probleme auf uns abwälzen will, ist mir schleierhaft. Kunden müssen einfach begreifen, dass die Kosten von SAP unüberschaubar sind, aber das waren sie schon immer.   
- suchen übrigens einen Schüler (dh. genauer jemand stundenmässig so billig wie ein Schüler) mit guten Englisch-Kenntnissen, der auf theserverside.com von Zeit zu Zeit ein bischen Propaganda für unsere strategische Ausrichtung postet. Kennt jemand einen? Qualifikation (das übliche halt): 12 Jahre Java, 6 Jahre EJB, 6 Jahre Servlets/JSP, 4 Jahre J2ME, Oracle, DB2, SAP, MS.NET, Dhtml, struts, hibernate, jsf, log4j, uml2.0, tapestry, Websphere, Weblogic, XML, Xslt2.0, xml-schema, xsl-fo und Python. PHP wäre ein goodie und könnte den Auschlag geben (hint, hint, zwinker, zwinker).   

Love Udo Moysis

PS. Rational Rose sucks. HaHa. Peace, Moysis.

PS2.: Liebe Kunden: WaddaU think: jsf sucks/rocks??? Bitte mit vernünftiger Begründung. FUD kann ich selber produzieren. HaHa. Respect, Moysis.   

--- Ende Code ---

Es sind hiermit noch 2 Hainbrucker und Köchel Kolumnen dieser fiktiven Consulting angedroht:
-   Hainbrucker und Köchel installieren codehaus\guantanamo wirklich
-   Hainbrucker und Köchel wollen OSSymphony.Workflow commiter werden   

Gruß Axel     

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