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Rechtslage beurteilen
pd:
Moinsen,
auch bei mir fängt die Woche nicht besonders an (genauer gesagt, hat die alte nicht besonders aufgehört)
Haben ein Schreiben erhalten, Zeugenanhörung.
Mit dem Auto das auf meine Frau zugelassen ist soll ein Passant am Zebrastreifen gefährdet worden sein. Es wäre ein essender ;-) Mann am Steuer erkannt worden.
Dafür gäbe es auch einen Zeugen.
Das ganze ist ziemlich exakt einen Monat her (13.07)
Wir können jetzt nicht mehr sagen, ob meine Frau und ich das Auto ausnahmesweise getauscht haben. Zudem kommt noch, dass ich mich 35 Minuten vor dem Vorfall bei meinem Arbeitsplatz eingebucht habe. Es ist jetzt relativ unwahrscheinlich, dass ich unzulässigerweise eine Dienstfahrt mit dem PrivatPKW zu einem Ort gemacht habe, der auf meinem Weg zur Arbeit liegt, ich ihn also hätte direkt anfahren können, kann ja in jeder Geschäftsstelle buchen.
Die Zeit würde zwar genügen, aber man müsste schon ganz schön hetzen, zumal ich mir ja noch was zu Essen kaufen müsste ;-)
Arbeitskollegen sind auch der festen Überzeugung, dass ich an dem Tag zu der Zeit im Geschäft war, zumal wegen Urlaub und Krankheit die Abteilung halbiert war, aber nach nem Monat eine bestimmte Uhrzeit zu wissen ist mE unglaubwürdig, eher so nach bestem Wissen und Gewissen...
Ein derartiger Vorfall ist mir auch nicht bekannt, sowas müsste ja in Erinnerung bleiben.
Wie beurteilt ihr die Rechtslage. Ich sehe für mich ein gewisses Problem darin, dass der Anzeigende, so die Anzeige auf mich konkretisiert wird, einen Zeugen aufbringt, der wahrscheinlich Stein und Bein schwört, dass es jeder ist auf den der Kläger zeigt (evtl. die Frau oder Mutter oder so), ich mir dagegen aber nichtmal selber ein Alibi geben kann, da ich echt nur der festen Überzeugung sein kann, an diesem Tag mit meinem Auto gefahren zu sein, aber um die besagte Uhrzeit im Geschäft war. Ich kann das allerdings nicht nachweisen.
Hab an dem Tag 3 Dateien abgespeichert, leider alle abends und nicht zu dem Zeitpunkt
Meine Maschine läuft eigentlich ständig durch, als Netzwerktraffic ist kein eindeutiger Hinweis, usw. Könnt mir mal noch das Notesprotokoll anschauen...
Gruß und Danke für jeden Tipp
Patrick
Achso, die Anhörung habe ich sinngemäß wie folgt beantwortet:
Im Normalfall fährt meine Frau den Wagen ich selber fahre einen xyz. Zum angebenen Zeitpunkt war ich gemäß Arbeitszeitprotokollen bei der Arbeit (als Anlage beigefügt).
An einen derartigen Vorfall kann ich mich nicht erinnern.
Mehr hab ich auch schon nicht geschrieben.
Axel:
Hi,
ich hätte die Arbeitskollegen noch als Zeugen angegeben.
Ich hatte vor Jahren mal so ein ähnliches Erlebnis. Ich soll bei Rot über ein Ampel gefahren sein und von zwei Polizisten in einem Streifenwagen dabei beobachtet worden sein. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber schon bei einem Kunden und hatte auch Zeugen dafür. Den Anhörungsbogen hatte ich damals entsprechend ausgefüllt. Bei der Anhörung auf dem Polizeirevier habe ich dann das nochmals bestätig. Als antwort erhielt ich aber lapidar, wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommt und die beiden Polizisten die Hand heben (Eid abgeben) sie gesehen zu haben, glaubt man den beiden mehr als Ihnen, trotz Zeugen. Zähneknirschend hatte ich damals bezahlt (114,- DM und Punkte). Heute würde ich das nicht mehr machen, sondern die Sache einem Rechtsanwalt übergeben.
Ich denke mal wenn du Zeugen hast und der Zeuge des Passants nicht unbedingt ein Polizist war hast du gute Karten. Ich drück dir die Daumen.
Axel
pd:
Danke.
Ganz vergessen hinzuschreiben, die Zeugen hab ich erwähnt...
Würde im schlimmsten Fall die Sache dann auch dem Anwalt übergeben. Als Zeuge wurde nur der Nachname genannt, keine Dienstgradsbezeichnung vorneraus. Ich geh dann mal davon aus, dass es kein Polizist war. Der Gefährdete wohl auch nicht, zumindest kam das im Gespräch mit dem Ordnungsamt nicht so heraus.
Naja, jetzt wart ich halt mal ab, gebe dann das Ergebnis hier kund.
Grüßle, Patrick
rar:
Passt die Beschreibung auch auf das Auto oder haben sie nur deine Numemrntafel angegeben?
Eine Arbeitskollegin ist nämlich einmal auf der Autobahn geblitzt worden mit über 180. Das Problem dabei ist, daß die ein ca. 20 Jahre altes Auto hat, das bergab mit Rückenwind allerhöchstens 140 schafft. Auf dem Foto hat man genau ihre Nummer erkennen können, aber es war ein anderes Auto. Da waren Nummernfälscher am Werk.
Sie hat dann übrigens nicht zahlen müssen.
pd:
Die Beschreibung stimmt, was aber nicht schwer ist (es soll ein dunkler Kombi sein ;-) Jetzt kann man sich natürlich trefflich streiten, weiß ist sicher heller als violett, aber schwarz und anthrazit sind doch deutlich dunkler...
Allerdings stimmt das Kennzeichen.
Hier hab ich mir überlegt, dass dadurch evtl. die Zeitspanne herrührt. Er wird das Auto wohl zufällig wieder gesehen haben und dann die Nummer notiert, in der Annahme, das ist dasjenige...
Im nachhinein hört sichs für mich auch seltsam an... er ist gefährdet worden, das kann ja nur von einem zu schnell fahrenden Auto sein, dann hat er aber Nummernschild, Geschlecht des Fahrers und die Tatsache dass er was gegessen hat erkannt, bei einem gefährlich vorbeifahrenden Fahrzeug...naja ich würde erstmal nen Satz zur Seite machen und mich in Sicherheit bringen, aber es wird ja zur Zeit wieder ein neuer James Bond gesucht ;-)
Gruß, Patrick (der noch lachen kann, aber ähnlich wie Axel auch schon die Autorität spüren musste. Zum Glück nur "preiswerte" Parkgeschichte damals)
Oder geht sowas immer so lange?
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