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OOP in Lotus Notes mit Lotus Script

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Glombi:
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mein erster Ansatz bei der Entwicklung von Anwendungen eher traditionell in Richtung Functions und Subs geht. Es liegt einfach daran, dass ich damit groß geworden bin und die OO Denke wohl noch nicht wirklich verinnerlicht habe.

Was mich mal interessieren würde und da bin ich insb. an der Meinung von denjenigen interessiert, die beides "drauf" haben und bereits gemacht haben: Um wieviel Prozent erhöht sich der Aufwand der DB Konzeption und Programmierung, wenn ich wirklich ein sauber struktierten OO Ansatz wähle?
Falls es > 0% ist: Ist der Kunde bereit, dass zu zahlen? Wahrscheinlich dann, wenn es nicht "reine" Notserei ist, sondern bspw. Anbindung an externe Systeme.

Andreas

Axel Janssen temp:
Andreas,

für Kunden bin ich im problem-solving-business und nicht im programmier-theorie-business.

Für komplexere Projekte investieren heute viele Unternehmen in einen OO-Analyse-OO-Design Prozess. Sie glauben, dass so die Fehlersuche erleichtert wird, das Produkt mehr dem entspricht was sie wollen, einfacher veränderbar ist. Vermutlich stimmt auch das mit der einfacheren Wiederverwendbarkeit.

Persönlich programmiere ich Java und LoNo. Notes Projekte sind eigentlich immer Erweiterungen von Dingen, die schon da sind. Ich mach da keine OO-Analyse.
Für Java-Leute ist OOA/D Vorgehen praktisch Standard. Wobei das natürlich ein längerer Lernprozeß ist.

Bestimmte OO-Features wie Kappselung von Status und Behaviour in Objekte, die durch "Förmchen"-> Klassen definiert sind, lassen sich sehr wohl mit den Möglichkeiten von LotusScript sinnvoll auf LoNo übertragen. Sicher ist das aber nicht für alle Aufgaben sinnvoll.

Spiele ernsthaft mit dem Gedanken, in Java_für_Anfänger einen Straight_outa_Larman (TM) Thread zu starten, wo ich ein Java-Programm für TMCs LoScri Funktionssammlung nach strenger Unified Process OO-Prozess-Orthodoxie aufbaue. Das dürfte aber eine Menge Arbeit werden und ich werde Fehler machen.

Gruß Axel

Semeaphoros:
Andreas, Du wärst der perfekte Zuhörer für meine OO-Vorträge anfangs Jahr gewesen. Hol Dir doch mal die Folien von meiner Web-Site runter http://www.ligonet.ch

Die Folien sind allerdings Freelance und nicht Kleinweich Kraftpunkt, und die Musterdateien sind N6, die Konvertierung auf eine frühere ODS auf Wunsch von Leuten, dies sonst nicht sehen können, liegt noch immer bei mir auf den Pendenzen :-(

Zur Frage selbst: Natürlich ist der Aufwand in der Konzeption grösser, sprich mehr als 0%, das gleicht sich dann aber in späteren Phasen ganz deutlich wieder aus, sei es, bei Ueberschreiten einer gewissen Komplexität (schon ziemlich früh) oder spätestens in der Maintenance. Beziffern lässt sich das aber allerdings nicht so ohne weiteres.

Ist übrigens so, dass auch ich sehr traditionell in LS begonnen hab, obwohl ich aus der OO-Welt gekommen bin - zumindest mal so ganz direkt vor dem Einstieg in Notes. Liegt aber wohl auch daran, dass die OO-Fähigkeiten von LS nicht besonders hervorragend dokumentiert sind, Beispiele dazu gibt es fast keine.

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