Domino 9 und frühere Versionen > Administration & Userprobleme

Adminp bricht ab ?! Was nach server down?

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MartinG:
Viel zu erklären gibt es da m.E. nicht:  es gibt heutzutage von allen grösseren Backupherstellern sogenannte OpenFile Agents die geöffnete Dateien, Datenbanken im laufenden Betrieb sichern können und diese funktionieren bei Notesdatenbanken absolut problemlos. Von daher ist es m.E. absolut unnötig den Dominoserver zur Datensicherung herunterzufahren...

Ich persönlich verwende am liebsten Veritas BackupExec mit OpenFile Agent, Arcserve funktioniert aber bei uns inder Firmengruppe genauso gut...

Manche verwenden auch die speziellen NotesAgents zur Datensicherung - meine Erfahrungen und auch die meines Businesspartners damit sind aber eher durchwachsen (einziger Vorteil ist eine differnzielle Sicherung - was ich aber bei Datenbanken eh nicht mag). Mit einem OpenFile Agent bist Du absolut unabhängig von Deinem Dominoserver und dessen Version und die Technik ist inzwischen einfach jahrelang bewährt...

Das wichtigste bei der Datensicherung ist IMHO immer wieder ein regelmässiger Test einer Rücksicherung (gilt natürlich nicht nur für Notes!  -  ich erlebe es immer wieder das dies bei vielen Admins stiefmütterlichst behandelt wird). Ich machs immer so:

Rücksicherung vom Dominoserver (nur das Verzeichnis C:\lotus bzw. D:\lotus - bzw. wo der Dominoserver halt liegt) auf einen leeren Rechner mit entsprechend Platz. Diesen trenne ich nach der Rücksicherung vorsichtshalber vom Netzwerk ab (nur das keine Agents o.ä. Mails versenden etc...)  und mit einem Doppeklick auf nserver.exe muss der Dominoserver normal hochbooten. Mit nlnotes.exe kann ich den lokalen NotesClient starten und wenn ich will noch mal in ein paar Datenbanken reinschauen....

Semeaphoros:
Martin: Was ich so höre, ist es tatsächlich so, dass die speziellen Notes-Backup-Agenten mit Ausnahme des fast unbezahlbaren TSM (der allerdings mehr ist als nur Backup) nur gerade mässige Resultate erzielen.

Mit Deinen Ausführungen über OpenFileAgent-Backups kann ich mich nicht so ohne weiteres einverstanden erklären. Sicher, in etwa 90% der Installationen wird das die richtige, genügende Lösung sein. Wenn sich aber eine komplexe Applikation zum Bleistift über mehrere Notes-Datenbanken erstreckt und ganz gerne mal in diversen Dateien eine Datenkonsistenz erfordert, dann ist ein externes Backup ganz einfach überfordert. Da ist dann ganz gut mal möglich, dass die eine Datenbank VOR einem Applikation-Checkpoint gesichert wird und die nächste NACH demselben, und das alles im gleichen Backup-Set. Da wird dann ein Restore zu erheblichem Kopfkratzen führen. Da hat dann ein integrierter Backup durchaus Vorteile (wenn richtig konfiguriert), da man da doch bei Bedarf sehr viel granularer arbeiten kann. Das nur so als Andeutung.

Sonst, mit dem Firedrill bin ich durchaus mit Dir einverstanden, dass das sehr vernachlässigt wird. Da gibt es auch gelegentlich mal Horrorszenarien: Brand im RZ und der einzige externe Backup lässt sich nicht aufs NotrRZ hochspielen -- arme Firma ....

A-bär auch dazu noch ein Hinweis: für das oben beschriebene Applikations-Szenario genügt es natürlich nicht, den Server zurückspielen zu können und ein paar DBs anzuschauen, da müsste man dann schon auch noch die lebenswichtigen Applikationen durchtesten, ob sie überhaupt in einem "arbeitbaren" Zustand zurückgekommen sind. Das unterstreicht aber nur, wie sehr in diesem Bereich gesündigt wird.

koehlerbv:
Oder eben ein ganz speziell auf Notes zugeschnittenes Backup-Programm wie unser HAINABC:

http://www.haitec.de/HAISite/haisite.nsf/ContentByKey/EMXH-55MHNU-DE-p

Damit kann man u.a. sogar auf Notes-Dokument-Ebene ein Restore durchführen usw. usf.

Bernhard

Semeaphoros:
Das ist eine wirklich hochinteressante Variante. Genau davon hab ich schon häufig geträumt, aber nie irgendwie an eine Realisierung gedacht --- wegen Fehlens der mir zur Verfügung stehenden Marktgrösse. Werde mir das Teil jedenfalls mal merken.

Danke, Jens

HRaq:
Hi@all,

vielen Dank für die Hinweise. Bei uns ist es nämlich so, dass die Server zur Datensicherung heruntergefahren werden, weil es, so die offenbar irrige Meinung hier, "nicht anders geht".
Dank Eurer Hinweise habe ich jetzt Ansatzpunkte, in welche Richtungen ich mich orientieren kann.

Gruß Henning

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