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Autor Thema: Propaganda für eine realistischere Sicht auf Java-openSource  (Gelesen 1824 mal)
Marinero Atlántico
Gast
« am: 05.05.05 - 12:07:09 »

Hi,

Sicherlich nicht von allen, aber irgendwie scheint mir da nach wie vor eine gewisse Haltung gegenüber openSores rumzuschwirren, die jene komplexe Ökosysteme irgendwie mit einer stark idealistischen und anti-kapitalistischen Sicht verbindet.
Ein gewisser Idealismus ist wohl dabei. Aber nicht nur. Und man sollte wirtschaftliche Phänomene niemals mit Emotionen mixen.
 
Das ist ganz einfach nicht wahr.
Open Source ist sehr divers. Zumindest kann ich das für den Bereich Java sagen.
Subjektive Sicht auf ein paar größere OpenSource Organisationen:
Schnell sich weiterentwickelnde openSource Organisationen wie JBoss und CodeHaus agieren stark nach kapitalistischen Prinzipien und Werkzeugen wie Marktmacht, Marketing, etc. Sie haben nur ein anderes business model.
Marc Fleury - der JBoss Chef - ist Absolvent einer Französischen Wirtschafts Elite-Uni. Und so agiert er. Und das ist gut so.
In Apache.jakarta sind viele commiters von Sun, IBM und co. Aber auch freie.
Das ObjectWeb Konsortium wirkt für mich wie ein Ergebnis von französischer Industriepolitik (suspekt, aber sicher mit Chancen).
Das springframework wird geführt von Leuten einer Consulting-Firma. Zur Zeit sieht es aus wie ein Sammelpunkt für Leute, die nach Wegen eines einfacheres J2EE wollen. Man bekommt dort anstrengende, aber qualitativ hochwertige Diskussionen, wenn man dort andockt/fragt (Ich kämpfe). Und bevor man fragt, sollte man die 3 relevanten Bücher haben. There is no free lunch.
Dann gibt es noch sympathische Versuche von kompetenten Angestellten/Chefs kleiner Consultings. http://www.opensymphony.com/ scheint so ein Sammelbecken zu sein. An den Projekten wird dann aber teilweise nicht oder wenig weitergearbeitet.
Und dann immer wieder so Versuche, die ich mehr als Netzwerk-Kristallisationspunkte für Experten in einem bestimmten Bereich sehe. Martin Perezs jLibrary scheint so etwas für Eclipse RCP entwickeln zu wollen. Vielleicht unbewußt.

Gemeinsame Merkmale?
Wie gesagt. Sehr divers. Sucht man nach gemeinsamen typischen Merkmalen, wird man einfach nicht fündig. Ich zumindest nicht.
Schwerer zu installieren? JBoss ist leichter zu installieren als 80% der IBM-Java Produkte.
Schlecht dokumentiert? Springframework, bestimmte jakarta-Frameworks und Hibernate sind besser dokumentiert als IBM-Produkte. Andere openSource Produkte sind katastrophal dokumentiert.
Ein gemeinsames Merkmal ist vielleicht, dass diese openSource Gebilde newbie/n00b unfreundlicher sind als die Hersteller. Man muß seine Hausaufgaben machen.

Gruß Axel
« Letzte Änderung: 05.05.05 - 12:34:12 von Marinero Atlántico » Gespeichert
Marinero Atlántico
Gast
« Antworten #1 am: 05.05.05 - 12:32:37 »

Warum gibt es openSores
Offenbar scheinen Organisationen einer bestimmten Größe Strukturen zu entwickeln, die möglicherweise nicht immer zielführend im Sinne von Qualität und Kundenzufriedenheit sind.
Hier sind starke Hinweise:
http://damienkatz.net/2005/04/my_friend_pete.html

Diese großen Organisationen sind Kristallisationspunkte für sehr gut ausgebildete Leute. Gefahr droht aber immer von organisatorischen Ineffizienzen (Eitelkeiten, Machtkämpfe, irrationale Entscheidungen). Werden diese Ineffizienzen zu stark, wird Raum geschaffen für kleinere Organisationen von gut ausgebildeten Leuten, die keinen Bock auf die große Organisation haben. Diese kleinen Organisationen sind aber alles andere als Hippi-Veranstaltugnen sondern betriebswirtschaftlich wach.
Die kleinen Organisationen wirken auf die großen Organisation (Aufkauf, Nutzen von Ideen). Manche werden aber auch unabhängig (SAP, Microsoft war mal stark IBM-gebunden, Oracle beruht ursprünglich auf IBM-Ideen).
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Marinero Atlántico
Gast
« Antworten #2 am: 05.05.05 - 13:59:44 »

Rückwirkung auf große Organisationen ist wichtig. Gerade wenn wir Lotus Workplace betrachten.
Kann mich noch gut erinnern, wie ich als Websphere/J2EE Gläubiger Anfänger ohne viel Erfahrung Rod Johnsons "J2EE Design and Development" aufgeschlagen und meine Überraschung: Das Buch ist eine einzige Argumentation gegen verschiedene Aspekte von allen damals (2001) heiligen Kühen von Enterprise Java (struts, EJB). Er begann mit anderen ein Framework um seine eigenen Ideen um J2EE zu bauen, heute bekannt als springframework.
Natürlich stimmt diese Kritik nicht 100prozentig. Es gibt Bereiche, wo EJBs einfach Sinn machen und Spring kann die auch einbinden. Z.B. beim Management von verteilten Transaktionen, ein definitiv komplexer und für einige Anwendungsfälle v.a. im Bereich E-Commerce/Backend-Integration notwendiger Bereich.
Schaut man sich die Zwischenergebnisse der EJB3.0 Spec an, dann sieht man, dass auf die Kritik reagiert wird.
IMHO fehlt Workplace genau dieser kritischer Marktplatz.
Ja. Jens. J2EE ist Athen. Workplace (und Domino) sieht ein bischen wie das Persische Reich aus.
« Letzte Änderung: 05.05.05 - 14:09:31 von Marinero Atlántico » Gespeichert
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« Antworten #3 am: 05.05.05 - 15:10:21 »

 Grin

Und wo glaubst Du ist es chaotischer? In Athen oder im Persischen Reich?

 Grin
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Jens-B. Augustiny

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Marinero Atlántico
Gast
« Antworten #4 am: 05.05.05 - 16:39:51 »

Neben sichtbaren Chaos gibt es noch unsichtbares Chaos, dass aber nur in den Köpfen existiert und nicht so gut sichtbar ist. Nimmt man nur 20% von den Äußerungen von Damien Katz ernst, dann ist das Persische Reich chaotischer.
Ich gehe auf springframework Foren, les deren Dokumentation, les deren Bücher. Es ist nicht chaotisch. Das gleiche gilt für JBoss und Codehaus. Das sind sehr disziplinierte Organisationen. Es gibt da Führungspersonen, klare Strukturen, etc.

Axel
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