Job dumping!

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Christopher:
Hallo leute letzte we habe ich einen Bericht über JobBörsen im TV gesehen und ich fand es ganz schön erschrekent für was für Preise da Aufträge angenommen werden. Beispiel Tapizieren einer 90m2 Wohung für 350 Euro. Was haltet Ihr davon? Kennt Ihr noch mehr solcher JobBörsen?

Eine die ich mir gemerkt hatte hieß:
https://undertool.de

Glombi:
http://www.jobdoo.de

Es wird ja keiner gezwungen, da mitzumachen.

Im übrigen habe ich dieses Phänomen auch in (Notes-)Projektbörsen beobachtet: IT Spezialist für Notes für 25 Euro all inclusive
Das hört sich ja sehr verlockend an  ;)

Andreas

pd:
ich frag mich bei so Sachen immer, wer da tatsächlich gewinnt, oder ob überhaupt einer was davon hat. Wenn mir einer für 350 EUR die Wohnung tapeziert, würd ich wahrscheinlich immer mit einem Auge an der Decke durch die Wohnung laufen. (Also mit einem Auge auf die Decke gerichtet ;-)


Ciao, Patrick

Marinero Atlántico:
Nicht das mir das jetzt gefällt oder so:
Da es zur Zeit für eine Menge Arbeiten einen Überschuss an Anbietern gibt, sinken die Preise für diese Arbeiten.
Der Anbieter wird schon denken, dass er was davon hat.
Ob er das realistisch einschätzt ist eine andere Frage.
Da hab ich so meine Zweifel.
Beobachte btw. auch bei Amazon Buch Importeuren einen ziemlich gnadenlosen Preiskampf.
Ich krieg jetzt schon eine Menge wirklich interessanter Bücher für knapp über 20 Euro.

Axel

Gandhi:
Tja, so ist das. Durch das Internet ist ein Preiskampf ausgebrochen, wie er vorher eben kaum denkbar war.
Beispiel Maler:

Früher kannte man entweder einen oder zwei Malerbetriebe, dann hat man sich aus den gelben Seiten eben einen dritten gesucht (den mit der schönsten Anzeige vielleicht), hat alle 3 einen Kostenvoranschlag machen lassen und dem realistischsten (nicht unbedingt den billigsten) den Auftrag erteilt.

Im Grunde ist diese Börse also gar nichts neues - nur, dass dann eben nicht mehr 3 sondern vielleicht 30 Betriebe Angebote einreichen können und diese dann ihre Offerten auch noch - nach Sicht der anderen Angebote - nachbessern können.

Das ist natürlich erst man schön für den Verbraucher. Allerdings muss er dann damit rechnen, dass
1. Das Resultat auch der Höhe des Angebots entspricht - gute Arbeit hat ihren Preis - ist der zu niedrig kann niemand gute Arbeit leisten. Zumal es ja auch so ist, dass gute Arbeit vom Markt honoriert wird - was heißt, dass der Betrieb, der gut arbeitet nicht dazu gezwungen ist, solche Dumping-Aufträge  zu akquirieren.
2. Ist fast jeder Verbraucher - auf die ein oder andere Weise auch in der Rolle des Auftragnehmers (bzw. die Firma, für die er arbeitet ist es - oder der Steuerzahler durch den sein öffentliches Amt finanziert wird ist es,...) und somit sollte sich jeder Fragen, ob er derjenige sein will, der diese Preisspiralte startet/am Leben erhält.

Beim Handel (s. Amazon) sieht es noch mal ganz anders aus: Lokation spielt aufgrund verbesserter Logistik (DHL) gar keine Rolle mehr - somit besteht im Grunde gar kein Bedarf mehr für z.B. die zigtausend kleineren Buchläden/versandhandel. Ich glaube, dieser Bereich gleichwertig über das Internet zu beziehender Artikel (Bücher, Computerzubehör, Musik, Filme, früher oder später auch Unterhaltungselektronik) läuft früher oder später (wenn die Generation, die partout keinen PC nutzen will zahlenmäßig zu klein ist) auf ein Oligopol weniger Onlinehändler hinaus. Natürlich wird es auch weiterhin kleinere Händler geben (solange Amazon die leben lässt....warum lassen die eigentlich diese Art von Konkurrenz zu?) die werden aber ungefähr die Marktrelevanz haben, die heute die freien Tankstellen haben.

Das Internet wird den traditionellen Einzelhandel also aus meiner Sicht weiter abwickeln....bin mal gespannt, was das für die Innenstädte heißt.

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