Das Notes Forum
Domino 9 und frühere Versionen => ND6: Administration & Userprobleme => Thema gestartet von: Coach am 08.07.05 - 13:17:35
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Hallo,
ich bräuchte mal seelische Unterstützung :).
Wir haben einen Dominoserver, welcher nur für unser internes SMTP Gateway verantwortlich ist. Er sammelt alle SMTP von Rechnern im Unternehmen und routet die dann nach extern bzw intern.
Nun bekommen wir eine unternehmenskritische Anwendung, welche dieses Gateway nutzen soll. Dafür wollen wir einen zweiten Dominoserver als Gateway einrichten. Wie löst man jetzt am elegantesten (und natürlich kostengünstigsten) das Failover.
a) eine entsprechende Cluster Software, welche den Zustand der Server und des Dominotasks abfragt und dann entsprechend switched?
b) einen speziellen Router, welcher in der Lage ist die Mails, welche an die IP-Adresse des Gateways gehen auf zwei Rechner zu verteilen?
c) Wir machen alles von Hand. Wenn Rechner eins ausfällt, fahren wir Rechner zwei (der die gleiche IP-Adresse hat) hoch. replizieren das Adressbuch und hoffen das alles funktioniert? Ich weiß, es ist die kostengünstigste Lösung , aber elegant ist was anderes ;D
d) eine Lösung die Ihr kennt und gut funktioniert, auf die wir aber noch nicht gekommen sind (man kann schließlich nicht alles wissen=.
Danke
Nils
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Hallo,
Domino bringt von Haus aus eine Clusterfunktion mit, damit sollte sich das realisieren lassen.
Könnte höchstens ein Problem mit der angesprochenen Anwendung geben, wenn diese so etwas nicht unterstützt.
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Die Clusterfunktionalität erstreckt sich AFAIK allerdings nur auf den Notes- und nicht auf SMTP-Server.
@Coach: Ich würde einfach einen zweiten (Domino) SMTP-Server aufsetzten und über die MX-Records im internen DNS arbeiten. Funktioniert halt nur, wenn man in den Anwendungen keinen SMTP-Server direkt angeben muss.
Die Links sollten Dir auch weiterhelfen:
http://expertanswercenter.techtarget.com/eac/knowledgebaseAnswer/0,295199,sid63_gci987004,00.html
http://www-128.ibm.com/developerworks/lotus/library/smtp-dmz2/#IDAAEYOH
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Also, für seelische Unterstützung müssen wir Dich aber zu einem Coach schicken, die sind doch dafür da .... ;D
Wie Ingo schon sagt, Notes-Seitig ist das sicher ein Musterbeispiel für einen Cluster. Was ich noch nicht ganz verstehe, sammelst Du Notes-Mail, um sie als SMTP zu versenden (so tönt jedenfalls die Beschreibung) oder sammelst Du SMTP-Mails, um sie dann zu verteilen (so tönen Deine Wörter ....... ??? ). Wenn da auch SMTP-Mails entgegengenommen werden, dann muss man das über einen zweiten MX-Record im DNS konfigurieren. Das ist dann aber ein Problem des Netz-Admins, nicht ein Domino-Problem.
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Hallo,
ihr verlangt an einem Freitag doch wohl nicht ein superb formulierte Aussage, oder? ;D
Also, wir haben intern mehrere Server/Anwendungen welche Benachrichtigungsmails generieren. Diese Server/Anwendungen haben als SMTP Gateway eine feste IP-Adresse z.B. 453.874.189.456 >:D. eingetragen. Die Mails werden sowohl entweder intern über Notes aber auch extern weiterverteilt (also ins Internet geschickt)
Ich kann diese IP-Adresse ja nur einem Dominoserver zuteilen. Die Frage ist jetzt, wenn dieser Dominoserver ausfällt, wie bekomme ich es hin, das die Mails dann automatisch an den anderen Server umgeleitet werden?
Nils
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Nils, beachte mal die Forumsregeln, da gibt es auch so einen Hinweis darauf, dass je besser die Frage formuliert ist, desto besser sind die Antworten. Du hast gerade ein super Beispiel dafür geliefert. Und wenn Du dann noch am Freitag zu faul dazu bist, präzis zu formulieren, dann geht den Antwortenden hier früher oder später die Lust zum Antworten einfach aus.
Anyway, da habt Ihr aber ein massives Problem mit den Skills der Anwendungsentwickler (es sei denn, die IP-Adresse wurde freiwillig von Euch anstelle eines Namens gewählt). Auf diesem Weg ist das Herstellen einer Redundanz Notes-Seitig unmöglich, heisst, dass man da Netzwerkseitig eine Lösung suchen muss.
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Hi Jens,
ok ich werde keine spässe mehrr machen.
Du hast ja Recht, aber wie das so ist man beschäftigt sich mit einem Problem über längere Zeit und einem ist das auch alles klar und man denkt, das man sich auch eindeutig ausgedrückt hat. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass man das auch anders Interpretiern kann.
Das mit der Anwendungsentwicklung ist richtig. Es sind halt Altlasten, welche wir jetzt versuchen nach und nach auszumerzen.
Nils
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SMS (siehe Glossar .... ;D ) aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort .....
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Wie schauts damit aus:
Lokalen Mailserver installieren, Mails an diesen (localhost) schicken. Damit ist das Ausfallsproblem gelöst, wenn der Server steht, gibts auch keine Mails. Ist halt ein Dienst mehr zu überwachen.
Der lokale Mailserver wird so konfiguriert, dass er die Mails an einen der beiden Notes.Server zustellen kann.
Entsprechende Konfiguration unter Linux mit Exim so aussehen:
http://www.tgunkel.de/docs/exim_smarthosts.en
ODER:
Ihr macht ein ordentliches DNS, tragt für das SMTP Gateway einen MX-Eintrag mit zwei IP-Adressen mit gleicher Priorität ein und hofft, dass die Anwendungen bei jedem Senden einen Lookup machen und euer DNS-Server die IPs im Round Robin Verfahren ausgibt.
Was machen die Anwendungen jetzt, wenn ein Server nicht antwortet?
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Also, wenn ich das richtig verstehe, machen die Anwendungen gar keinen Lookup im DNS, sondern verwenden fix eingetragene IPs. Und für eine IP direkt kann man ja schliesslich keinen MX-Record eintragen. Das funktioniert nur auf diesem Weg, wenn die IPs effektiv durch INet-Namen ersetzt werden können (so war auch mein Kommentar oben gemeint). Ansonsten hilft nur ein Sprayer oder sowas für die IP-Adresse, auch dafür gibts Lösungen, dürfte aber nicht ganz billig sein.
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Jens, ich glaube noch an das Gute im Menschen und daran, dass man anstelle einer IP-Adresse auch einen Namen eingeben kann. ;) ;D
Und so ein Websphere Edeg Server als IP Sprayer ist doch gar nicht soo toll teuer. :P
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Toll, dass es noch gläubige Menschen gibt .... ;D
Wäre natürlich die einfachste Lösung, und in Richtung Websphere sollten wir ja sowieso alle migrieren, warum nicht gleich anfangen :P
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Hallo Coach,
in unserem Haus haben wir das über einen Content Switch geregelt.
Eine virtuelle IP hinter der sich die 2 phys. IPs der Dominoserver verbergen.
Die Verbindungsdokumente sind entsprechend der virtuellen IP zugeordnet.
Fliegt ein Server weg übernimmt der andere automatisch.
Zusätzlich checken wir noch ob der Port 25 lebt, damit auch hier ein sauberer Wechsel erfolgt.
Ist mit Sicherheit aber nicht die kostengünstigste Lösung. ;)
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Hi,
so, das Wochenende ist vorbei und ich habe mal unsere Entwickler gefragt. Sie können alle auf DNS-Namen umstellen. Ich denke, wir werden das mal mit den MX-Einträgen versuchen. Schon mal vielen Dank für die Hilfe.
Nils
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Wir haben das u.A. mit dem NetworkLoadBalancer (NLB)von Win 2003 gelöst.
Dieser bekommt eine Virituelle IP und verteilt die Mails dann auf die beiden Maschienen, klappt gut!
(Wenn Ihr Win Systeme einsetzt)
So spare ich mir eine vorgeschaltestes Relay, da hier nur ein Portmapping stattfindet und das NLB zwischen den beiden Domino Maschinen läuft.
Gruss
Dirk