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Was ist nur los
Axel_Janssen:
Hi Meff,
so unterschiedlich sind unsere Meinungen nicht. Trotzdem noch ein paar Bemerkungen. Ich verachte auch mittlerweile Debatten wie "das Produkt ist das allein seeligmachende und das andere Produkt ist voll sch**sse".
--- Zitat von: Meff am 09.07.03 - 22:12:50 ---1. Entwicklung: Rapid Development Plattform, mit relativ wenig Wissen bekommst Du schnell was gebacken.
--- Ende Zitat ---
Für Java gibt es immer bessere und immer spezialisiertere Tools und 3rd Party Libraries (oft openSource) die den Entwicklungsprozeß deutlich beschleunigen. Das geht weit über Dinge wie Eclipse/Netbeans/WSAD hinaus.
Das mit dem wenig-wissen-was-machen ist IMHO auch ein dickes Problem. Ich hatte oft Kleinprojekte, wo es darum ging eine bestehende Anwendung zu erweitern, zu reparieren.
Diese war dann leider von Leuten programmiert worden, die von Softwareengineering keine Ahnung haben, sondern mit ihren bescheidenen Formelsprache/LoScri/LoNo-Kenntnissen irgendwas zusammenmantschen. Erweiterungen, Änderungen waren so extrem zeitaufwendig und gegenüber nicht-technischen Entscheidern schwierig zu verargumentieren.
--- Zitat von: Meff am 09.07.03 - 22:12:50 ---Du kannst durchaus komplexe Datenbanken mit Notes realisieren und auf sämtliche Funktionen zurückgreifen, welche Standardmässig enthalten sind (z.B. Sicherheit, Authentifizierung etc.), welche Du in anderen Lösungen nur mit Umwegen und viel Programmieraufwand relalisiert bekommst.
2. Funktionalität: Zeige mir bitte ein Produkt, welches folgende Funktionen in einem Produkt vereint:
a. Datenbankfunktionalität
b. Mail
c. SMTP
d. HTTP
e. IMAP
g. POP3
h. LDAP
i. NNTP (bis R6)
j. Clustering
k. etc. etc. etc.
Sicher gibt es Produkte, die sowas auch können, aber die, die Du angesprochen hast, benötigen für die oben genannten Funktionen entweder Add Ons oder aber zusätzliche Software.
--- Ende Zitat ---
Es ist oft kein Vorteil, dass alle Funktionalitäten monolytisch in einem Produkt enthalten sind. In J2EE kannst du Authentifizierung/Autorisierung (LDAP oder sonstwie) einbinden. Dafür gibt es APIs, best-practices und Beispielcode. Nur kann dann das Unternehmen sich die LDAP-Lösung aussuchen. Spezialisierte LDAP-Server sind auch meist standardkonformer, bzw. nehmen Erweiterungen des Standards schneller auf.
Im letzten Jahr bin ich bei 3 Kunden auf das ernste Problem gestossen, dass sich Notes-Funktionalitäten oft nicht trivial/gar nicht verbinden lassen (sehr ernstes Skalierbarkeitsproblem)
Z.B. hat sich ein Kunde für J2EE entschieden, nachdem klar wurde, dass es bei der Kombination Real Time LEI und Clustering in Domino6 Probleme gibt. In einem anderen Fall konnte ich servergetriggerte Agenten (im Kontext von Domino Workflow) mit Clustering durch echt ziemlich komplizierten, von einem theView Artikel inspirierten Code zum Laufen bringen, sonst laufen die servergetriggerten Agenten nämlich auf jeden der geclusterten Server los.
--- Zitat von: Meff am 09.07.03 - 22:12:50 ---5. Grosse Anwendungen: Meiner Meinung nach sollten bei komplexen Anwendungen von allen Teilen das beste genommen werden, z.B. für grosse Datenmengen eine DB2 Datenbank, Websphere für den J2EE Teil, Domino für Mailing und Workflowanwendungen etc. etc. Ich war in einem Extranetprojekt beteiligt, wo wir soetwas gemacht haben und das Ding läuft super. Und wir haben da viel Know-How in allen Bereichen benötigt, da halt einfach mal so eine RACF Anbindung zum Passwortabgleich doch nicht SOO einfach zu realisieren ist, eine LDAP Authentifizierung ebenso nicht, eine Single Sign On mit Release 5 eben auch nicht.
--- Ende Zitat ---
Sicher, aber es gibt Bereiche, wo die Integration problematisch ist. Z.B. kann man Domino nicht in Session-EJB-gesteuerte 2.phase.commit-Transaktionen einbinden. Das ist nicht nur meiner Meinung nach das coolste feature von J2EE.
--- Zitat von: Meff am 09.07.03 - 22:12:50 ---Ich finde es immer witzig, dass Systeme, die nach aussen hin SOO komplex wirken, viel mehr Aufmerksamkeit erhalten, als alles andere.
--- Ende Zitat ---
Ich bezweifele, dass Systeme - besonders in der jetzigen Zeit - Aufmerksamkeit erhalten, nur weil sie komplex sind. Ausserdem finde ich Domino nicht un-komplex.
Axel
Smile_79:
Überall das gleiche! Es hilft zwar nichts, aber auch wenn es nicht um Lotus Notes geht überall sieht es schlecht aus.
Im Dezember konnte ich mit 23 mein Studium als Diplom-Mathematikerin Schwerpunkt Informatik mit gut abschließen. In Niedersachsen war nichts zu finden und so bin ich frohen Mutes in die Nähe von Stuttgart gezogen. Und?
Nichts! Ich hab über 60 Bewerbungen geschrieben, ich zähle nicht mehr. Ich würde alles machen, wenn man mich nur lässt. Mittlerweile weiß ich das 80% der Stellen nur Politik sind und in Wirklichkeit schon intern vergeben sind. Auf die restlichen 20% ist der Ansturm dementsprechend hoch. Mittlerweile mache ich ein Praktikum und selbst dieses habe ich nur über Beziehungen bekommen. Es ist zum Verrückt werden. Hinter der Hand wurde mir schon mitgeteilt: "Als Mann hätten Sie es leichter, die können keine Kinder kriegen". Kinder? Doch jetzt noch nicht, ein Zeitvertrag würd mir doch reichen.
Ich hoffe es wird bald besser sonst sitz ich bald bei Aldi hinter der Kasse. :-(
Rob Green:
bei ALDI kann man einen schönen Batzen Geld bekommen, man muß eben fleißig sein. Nix gegen ALDI also. Immer gut als Übebrückungsalternative. Ich habe vor Beginn meiner Angestelltenzeit alle möglichen Jobs gemacht und bin mir auch nicht zu Schade, die Finger schmutzig zu machen (btw, da lernt man zB Sprach-Kommunikation über 300m Luftabstand ..göoillll ;D). Job ist Job, Kohle ist Kohle, wenns die Zeiten besser sind, zählt dann auch wieder mein Spaß an der Arbeit, meine akad. Ausbildung und mein Werdegang. Darum verstehe ich viele nicht, die sich zu fein als Ex-Ingenieure oder Ex-Developer sind, auch mal nen Sortierjob zu machen oder was auch immer.
Thomas Schulte:
Das Blöde ist nur das sich Aldi in deinem Lebenslauf dann schon ziemlich dumm anhört, spätestens dann, wenn die Damen und Herren von der Personalabteilung dich fragen: "und was haben sie in den letzten drei Jahren denn an Projekten durchgeführt?"
Anwort Ähh ja also dem IT Markt ging es nicht so besonders und da hab ich bei ALDI/LIDL ... ein bischen an der Kasse rumgemacht und Regale einsortiert. Nebenbei habe ich natürlich auch noch ABAP gelernt und UML. IT-Projekte wollte ich zwar machen, hab aber dummerweise keine gekriegt.
Nein Rob das wäre zwar nett wenn das funktionieren würde, aber so läuft das nun mal leider nicht ab. Wenn du auf einem bestimmten Level gearbeitet hast und dann von diesem Level runter musst, egal aus welchem Grund, wirst du in Deutschland immer als Versager gesehen. Eine zweite Chance bekommst du hierzulande nicht. *Lautdenkt* Manchmal wünsche ich mich schon nach Amerika" */Lautdenkt*
Thomas
eknori:
würde ich so nicht sehen; jemand, der sich nicht hängenlässt und aus eigenem Antrieb versucht, sich "über Wasser zu halten" ( und wenn es "nur" ein Aldi Job ist ) ist mir allemal lieber als die Leute, die dann dasitzen und einfach abwarten, daß die Arbeit au sie zukommt.
Das Bemühen ist für mich das entscheidende !!
Es hat noch keinem geschadet, auch mal an einer Tankstelle zu arbeiten, oder als Kaufhausdetektiv, Personenschützer, Barkeeper, Nachtportier, "Lady Driver" während des Weltwirtschaftsgipfels 198? ( irgendwie musste ich mir ja meine 2 Studiengänge finanzieren ) . Bringt ne Menge Lebenserfahrung.
OK. ich kann als Festangestellter gut reden. Aber auch da is nicht alles Gold ws glänzt.
eknori
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