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Was ist nur los

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Glombi:
@Gandhi: Das Problem mit Notes ist, dass das für die meisten Firmen kein strategisches Produkt ist. Ne kleine Anwendung hier und da, ein bisschen Mailing und das war's schon.
Bei den Entscheidern für neue Projekte spielt Notes momentan gar keine Rolle mehr!
Beispiel aus meinem Leben: Wir stoppen sofort alle Notes-Projekte! Migration brauchen wir nicht! Mit Notes 4 kann ich prima leben, alle Anwendungen laufen, neue Version oder Anwendungen brauche ich nicht, habe eh kein Geld mehr.
Andererseits wird jetzt von Millionen von Euro neue Hardware angeschafft, weil es für SAP ist.
Ebenso werden die Projekte, die ursprünglich für Notes gedacht waren (Workflow, Mobile User) jetzt unter SAP realisiert. Die SAP Pojekte kosten mind. das doppelte, das spielt aber keine Rolle, da strategisch.

Wenn man als Freelancer zur Zeit Notes-Projekte machen will, muss man dem Kunden schon sehr konkret sagen, dass er dadurch Kosten spart.
Momentan ist der Markt für Einzelkämpfer tot.

Andreas

Rob Green:
ich habe ein Interview mit Ed Brill (Brandmanager bei Lotus) und Ben (Inhaber von Geniisoft) geführt zu dem Thema, wie Softwareunternehmen im Notes Market heute erfolgreich die Big Blue Partnerschaft nutzen können ebenso wie Faktoren für den Success wie auch Fehler, die man strategisch machen. ME liegt in den Aussagen sehr viel Wahrheit als auch Tipps. Ich werde wahrscheinlich nächste Woche das Interview auf meinem MEX Blog veröffentlichen, dazu fehlt mir noch 2 Interviews mit 2 deutschen Notesfirmen (je von einer kleinen und einer bekannteren Unternehmung). Ich hoffe, daß es ein bißerl was bringt. Für Freelancer? Weiß nicht...war dafür nicht ausgelegt das Interview.

Meff:
Ich bin nur froh, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe.

Meff

P.S.: Auch wenn mich das alles nicht weiterbringt.

Thomas Schulte:
IT Markt eine Auszeit von ca 2 Jahren zu gönnen. Das letzte Mal an das ich mich erinnere war1994 1995. Da war die Situation auf dem Arbeitsmarkt ähnlich. Wer da einen Job hatte hat sich daran festgeklammert, alle anderen schauten in die Röhre.

Nun ja ich glaube nicht, das Notes/Domino tot ist. Bei weitem nicht, nur haben zur Zeit alle Angst Geld in ein Produkt zu investieren, bei dem man ja eigentlich auch mit der 4.6 relativ gut hinkommt. Und wenn man, wie schon gesagt wurde, dem Kunden nicht genau sagen und vor allem auch beweisen kann das und wieviel Geld er spart, dann geht da schon einmal gar nichts.

Das Kleine und Mittelständler nicht die Kunden für Freelancer sind kann ich nun nicht gerade bestätigen. Ich habe eher den Eindruck, das in diesem Segment viele leider immer noch nicht wissen, was sie mit dieser Perle eigentlich anfangen können. Aber ich kann sie halt leider auch nicht aufklären, weil ich da nämlich schon wieder Geld dafür verlangen müsste. -> Teufelskreis. So bleibt es bei dem einen oder anderen persönlichen Gespräch zwischen Tür und Angel (oder beim Bierfest).

Letztendlich hängt fast alles von deinem Zugang in den Markt ab und damit auch von deinen persönlichen Kontakten. Du kannst als Freelancer nun einmal nicht gegen die VB`s der großen anstinken, ob das jetzt reinrassige Groupware Schmieden sind oder große Häuser mit angegliederter Groupware Gruppe. Du kannst nur dein Bestes geben und darauf hoffen das der eine oder andere potentielle Kunde erkennt, das er das gleiche oder sogar bessere KnowHow bei dir für ungefähr 30 bis 50% des Preises einkaufen kann.

Naja, ich hab's wenigstens zum Teil gut, wenn 's gar nicht mehr geht, dann lass ich meine Frau voll arbeiten (die ist Lehrerin) und werd Hausmann mit Nebenbeschäftigung IT. Auf die Art kann die Familie auch überleben.

Thomas

Axel_Janssen:
Hi,

sehe ich auch so:
die Absturzhöhe von Lotus Notes ist höher als die von anderen Dingen wie z.B. Relationalen DBs, Java oder auch Microsoft Programmierung. Daneben existieren noch die anderen Absturzhöhen IT und Beratung allgemein.

Ich stimme auch , dass interne nun wissensmässig wesentlich besser bestückt sind als noch vor ein paar Jahren. Für große Anwendungen ist Lotus Notes meiner Meinung nach sowieso nicht besonders gut geeignet. Die kleinen Dinge können auch Interne gut erledigen. Dafür ist LoNo auch nach wie vor ein Super-Tool.

Glaubt nicht, dass es im Bereich Java/Websphere einfach ist oder in der Kombination LoNo/Java (ohne Erfahrung in wirklich grossen Projekten).  Unterschätzt auch nicht die Lernkurve, um wirklich "gute" Java-Anwendungen zu programmieren (leicht änderbar, wiederverwendbar, performant). Ich veröffentliche meinen Kampf mit dem "semi-kommerziellen" Projekt im Java-Forum (wobei es da um swing geht, und da bin ich nicht so gut).

Der ganze Bewerbungsprozeß ist unglaublich zäh. Ich komme gerade von der 3. Gesprächsrunde bei einem möglichen Arbeitgeber wieder. Dabei eskalierten die Gesprächspartner die food chain hoch. "Einfacher" werden die Gesprächspartner dadurch nicht (positionsbedingt, nicht wegen dem Wesen der Person). Bei meinen vorherigen Arbeitgeber lief die Einstellung über ein 10 minütiges Gespräch mit meinem späteren unmittelbaren Vorgesetzten, Anfang 99. Lichtjahre her.  

Java anfangen?
Wenn ihr in einem gesicherten Job sitzt und mit einer steilen Lernkurve leben könnt, ist das o.k.
Bei extrem vernünftigen Tool-Einsatz und bei Einschränkung auf bestimmte Projekte, braucht man noch nicht einmal die ober-Bären-super-Kenntnis. Dieser Prozeß wird sich in den nächsten 9 Monaten beschleunigen.
Als freelancer jetzt damit anzufangen halte ich für keine gute Idee. Vielleicht Spezial-Nischen wie Websphere-Administration.

Wie sind eigentlich die Meinungen zu einem C#-Forum?

Lotus Notes?
Das sehe mit dem strategisch sehe ich ähnlich, und vermutlich existieren dafür auch handfeste strategische Gründe (meine Meinung):
+ andere Lösungen in den unterschiedlichsten Preis-Kategorien graben LoNo zunehmend Wasser in den ureigensten Stärken ab: 1. RAD: Eine GUI kann ich mir auch für Java zusammenklicken oder für M$.NET. Tools zur Erstellung von Web/Client-Server Projekten werden immer besser. Solche Tools gibt es für Server jeder Preis-Kategorie
2. Security: Security-Modelle (inklusive Tool-Unterstützung) wird für J2EE immer besser. Bei MS-NET wird gerade hier noch ziemlich rumgemault. Kommt aber so sicher wie das Amen in der Kirche.
3. Das "mit LoNo kann man so toll workflows programmieren" - Argument ist mir seit 2 Jahren nicht mehr einsichtig. Ich kann jeden Lotus Notes Workflow inklusive Mail-Benachrichtigung locker mit Tomcat nachprogrammieren (mit Einbindung eines beliebigen Mail-Servers mit Java-Mail-API).
4. Die Entwicklungswerkzeuge in Java/Net schlagen Dom Designer um Längen.
5. Internationalisierung (global workbench) Unterstützung gibt es auch in Java sowie in frameworks wie struts.  

(Und ich habe noch nicht über die Schwächen von LoNo gesprochen)
- proprietäres Produkt. Extrem viel Wissen ist nur für dieses Produkt einsetzbar. Weniger direkter Wettbewerb als etwa auf dem J2EE Markt. Hier arbeiten auch IBM, Oracle, SAP und Sun gemeinsam an neuen Spezifikationen. Solche bugs wie Lotus sich leistet, gibt es bei Java nicht einmal bei 0.8 Versionen von OpenSource Projekten der 3. Liga (meine Einschätzung und mit Ausnahme von gewissen Eclipse-plugins).
- so gut wie keine Unterstützung von Transaktionen (das ist auch das große Problem bei der Einbindung in Websphere-Anwendungen). Dazu äußert sich IBM nicht.
- Keine gängigen Vorgehensmodelle oder Tools, die das Projekt besser kostenmässig evaluierbar machen (Sowas wie RUP in Verbindung mit UML, Profiler in Java-IDEs, Rational Tools, Test-First-Programming, semi-automatische Dokumentationstool javadoc ist schon im Jsdk enthalten). Davon, wo Teamstudio immer geträumt hat, macht halb Bangalore mit OpenSource Tools.  
- winzig kleine openSource community.
- eine im Grunde genommen schwache Objekt-Orientierung. Und vernünftiges OO-Design macht Projekte besser wartbar, wiederverwendbarer und bugs werden leichter gefunden. Von Aspekt-Orientierung möchte ich hier nicht reden, weil ich es noch nicht richtig verstanden habe. Aber ich liebe Konzepte.

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