Domino 9 und frühere Versionen > ND9: Administration & Userprobleme
Traveler an entfernten Standorten
Tannibal:
Hallo ihr,
wir haben aktuell nur einen Traveler Server an unserem Haupt-Standort. Größere Standorte haben eigene Domino-Server, angebunden entweder über MPLS oder S2S-VPN.
In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden über eine langsame Synchronisierung oder sogar kompletten Stillstand.
Besonders an den Standorten in Asien mit erhöhter Latenz (Indien: 140ms, China: 200ms)
Installiert ihr hierzu eigene Traveler Server oder läuft alles problemlos?
Danke
schmiddi87:
Wir haben aus diesen Gründen dezentralen Travelerserver (Asien und Amerika).
Diese haben die Beschwerden verringert.
maxritti:
Ein interessantes Thema. Denn wir haben leider auch Beschwerden bzgl Travelernutzen.
Auch wir haben in Deutschland einen zentralen Travelerserver (bzw. 2 in HAP), welche auf weltweit verteilte Dominoserver zugreifen. Klar, dass dort die Verbindung manchmal eher fragwürdig ist und damit die Synchronisation nicht immer klappt.
Zumal wir auch noch nicht nur IBM Verse nutzen, sondern noch eine externe Anwendung als gesicherter Container auf iOS Geräten. Dafür gibts beim Provider der Anwendung ein Managementserver, der auf die o.a. Traveler navigiert.
Die Lösung in den Problemstandorten einen eigenen Travelerserver zu stationieren gefällt mir.
Aber wie geht das dann bei Euch mit dem Einstiegspunkt?
Dann muss man doch bestimmt 2 oder mehrere Adressen haben, damit die Endgeräte wissen auf welchen Traveler diese sollen.
Dürfte dann mit der von uns genutzten Software eher schwierig werden. Werde ich aber mal nachfragen.
Auch wenn es nicht ganz zum Thema passt, haben wir aufgrund der Konstellation eines zentralen Einstiegs Probleme bei der Nutzung von iNotes. Manchmal kommt bei den Benutzer "Server not responding" oder so ähnlich, wenn Sie in iNotes arbeiten. Für mich auch ein Fall, dass der Dominoserver nicht wirklich gut erreichbar ist. Aber auch hier haben wir eine Einstieg über einen Apache Reverse Proxy, der dann auf die einzelnen Dominos verzweigt.
Auch da wäre ein in den Problemstandorten separater Einstieg interessant.
Tode:
Off Topic: Einen Traveler ohne vorgeschaltetes MDM zu betreiben ist nicht nur höchst bedenklich, sondern kann inzwischen (Dank DSGVO) so richtig teuer werden. Mit MDM stellt sich die Frage nach dem Einstiegspunkt aber gar nicht.
Doch nun zur eigentlichen Frage: Also wir haben für mehrere internationale Kunden ausführliche Performancetests und Log- Analysen wegen genau dieses Problems gemacht. Und die Quintessenz war IMMER:
Der Traveler muss in räumlicher Nähe zum Mail- Home- Server stehen, und Ping- Zeiten über 50ms führen unweigerlich ab einer bestimmten Belastung zu genau dem oben beschriebenen Problem.
Das hässliche dabei ist: Zuerst sind nur einzelne Geräte der Mitarbeiter an den langsamen Standorten betroffen. Bei steigendem Workload verbreitet sich das dann aber wie ein Lauffeuer: Die langsamen Verbindungen werden nicht mehr getrennt und plötzlich haben nicht nur einige wenige das Problem, das Synchronisation langsam ist, sondern als nächstes kann keiner mehr ein neuer Gerät registrieren und als letzte Stufe kann dann fast keiner mehr synchronisieren, EGAL an welchem Standort.
Das ist die Punkt, wo dann die Kacke richtig am dampfen ist...
Tannibal:
Wir haben AirWatch MDM im Einsatz, zwar noch im Rollout, aber besser als nichts.
Genau das gleiche Verhalten haben wir auch, Tode.
Und ihr empfehlt eine extra VM pro Standort oder lohnt sich das für Domino´s mit 50-200 User nicht?
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