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Bachelorarbeit - Wirtschaftsinformatik
TenNoRyuu:
--- Zitat von: gs3rr4 am 01.03.12 - 16:15:03 ---Unterstützer habe ich, allerdings nur "wenig". Der lokale IT-Manager und 2 Controller helfen mir von Unternehmensseite her. Von der IT her bestehen allerdings keine so tiefgreifenden Kenntnisse. Ich müsste mir das Wissen also selber aneignen.
--- Ende Zitat ---
Wer soll das System eigentlich später betreuen und wer setzt dann Änderungswünsche und Erweiterungen um nachdem du fertig bist ? Die interne IT scheint es ja nicht zu können.
Wie sieht die IT Struktur aus, gibt es schon SQL Server im Unternehmen ? Gibt es entwickelte Notes Datenbanken oder wird Notes nur als Email System genutzt ?
Die Anforderungen die du jetzt hast nur die Spitze des Eisberges sein, und im Laufe des Projektes wird da noch sehr viel mehr dazu kommen. Lade dir von der IBM Seite mal den Domino Designer runter und schau dir die Hilfe dazu an (gibt es dort kostenlos) um eine erste Übersicht über die Notes Entwicklung zu bekommen.
Darstellen kannst du im Notes weitestgehend alles was du auch mit Visual Basic und Java machen kannst. Masken und Ansichten lassen sich relativ einfach mit vorgefertigten Elementen zusammenklicken. Bei sehr großen Datenmengen ist SQL erste Wahl, wenn es mehr um die
Zusammenarbeit der Mitarbeiter untereinander geht Notes. Es gibt Hilfstools wie den Swing Integrator um Daten aus Notes Feldbasiert nach Excel zu schieben.
Im Zweifelsfall und wenn es in die Unternehmensstruktur passt solltest du das nehmen womit du dich am besten auskennst.
eknori:
--- Zitat von: TenNoRyuu am 02.03.12 - 00:01:28 --- Es gibt Hilfstools wie den Swing Integrator um Daten aus Notes Feldbasiert nach Excel zu schieben.
--- Ende Zitat ---
Das kann man auch selber machen mit http://poi.apache.org/
Gandhi:
Etwas Offtopic:
--- Zitat ---Das Controlling des Unternehmens muss Projektdaten aus den einzelnen Fachabteilungen sammeln, überprüfen und dann in ein Excel-Sheet(1) übertragen. Die Struktur dieser Tabelle ist festgelegt und wird zu einem späteren Zeitraum in eine Lotus Notes-Anwendung übertragen. In dieser Tabelle werden komplexe Berechnungen durchgeführt...
--- Ende Zitat ---
Wer schreibt eigentlich solche Anforderungen?
Ich beginne mit einem Tool, welches sehr flexibel aber wenig steuerbar (aus IT-Leistungssicht) ist : Excel.
Sätze wie:
--- Zitat ---wird zu einem späteren Zeitraum in eine Lotus Notes Anwendung übertragen
--- Ende Zitat ---
kenne ich, wir hier alle. Zu diesem Zeitpunkt ist das Kind üblicherweise bereits in den Brunnen gefallen - es gibt sagen wir mal 25 bekannte und 100 unbekannte Varianten des Excel Sheets, alle mit unterschiedlichen "Datenmodellen"
Und weiterhin stellt sich die Frage: Warum soll das ausgerechnet nach Notes übertragen werden - sicherlich für vieles Tool der Wahl aber für Rechenaufgaben?
Am Ende kommt eine vollkommen vermurkste Anwendung raus, die wahnsinnigen manuellen Aufwand in der Wartung verursacht und wieder Anwender in die "Notes ist scheiße" Fraktion zieht.
Eigentlich sollte man solche Projekte ablehnen, weil:
Wenn der Umfang der Anwendung zu Beginn auch nicht annähernd klar ist kann ich kein Datenmodell erstellen.
Mit Excel als Frontend kann nicht/kaum sichergestellt werden, dass das Datenmodell eingehalten wird
Wegen des 'Shit in shit out Prinzips' verläuft der Rest der Lebenszeit der Anwendung entsprechend.
Ohne jetzt die Details zu kennen: Alles was mit Berechnungen von Finanzwerten zu tun hat, sollte in relationalen Systemen abgelegt werden - das bietet sich einfach an.
Wenn ich am Ende ohnehin da ende, kann ich auch gleich da anfangen. Wenn es unbedingt Notes sein muss: XPage, die (weitestgehend) in SQL-XYZ speichert. Je weniger System-Übergänge es gibt um so besser/einfacher ist das. Weiß jeder hier (oder?).
Weiterhin hat das den Vorteil für Dich, dass Du auf Dir hoffentlich bekannten Technologien Java und JavaScript aufsetzen kannst und nicht soooo tief in die Abgründe des doch sehr proprietären Notes tauchen musst. Hier ist alles anders - nicht alles ist schlechter oder besser - aber eben anders.
Die nächste Frage ist auch, was man wirklich von Dir erwartet: In 3 Monaten ohne Vorwissen scheitert das Projekt meiner Meinung nach sicher(unabhängig von Deinem Talent), weil diese Kombination einfach fürchterlich viele Fallen und Probleme beinhaltet. Ausserdem sieht das nach einem Kaugummiprojekt aus: Erst kaut man ziemlich lange und dann klebt es einem ziemlich lange am Fuß. Aufgrund der vorausgesetzten Architektur ist zum Beispiel keine einfache Wartbarkeit und Erweiterbarkeit möglich.
Drei Monate für Einarbeitung in Thema (möglicherweise in die Unternehmenswelt), Einarbeitung in Technologie, Planung und Umsetzung der Lösung sowie anschließender Dokumentation für viel zu knapp. Da würde ich auf jeden Fall nachverhandeln. Vielleicht in Richtung: Was ist das eigentliche Problem? Wie sieht der abzubildende Prozess aus? Welche Mittel kann man nutzen, um das Problem effektiv, effizient umsetzen kann nicht ohne Folgekosten bei Wartung und Erweiterung aus den Augen zu lassen. Da kannst Du Tonnen an Wissen ansammeln hinsichtlich Anforderungserfassung, Pflichtenheftverfassung, Tool-Evaluation, Tool-Markt, Datenmodellierung, Geschäftsprozessmodellierung etc..
Im Grunde wäre das ein Nachweis Deiner Fähigkeiten als Wirtschaftsinformatiker.
Und schließlich noch ein Wort an die IT-Verantwortlichen dieser Welt:
Excel ist kein geeignetes Mittel um Datenverarbeitung strategisch zu betreiben. Es hilft dann und wann - aber wann immer es in dauerhafte Lösungen integriert werden soll verursacht es Datenfriedhöfe, Inkonsistenzen, niedrige und nichtprüfbare Qualität (wer prüft die Qualität der verteilten Excel Sheets), hohen Wartungsaufwand uns schlechte Erweiterbarkeit. In diesem Sinne empfinde ich auch die Erklärung einzelner IT-Verantwortlicher auf Sharepoint zu wechseln, da man dort besser mit Excel und Word arbeiten könne auch als vollkommene Bankrotterklärung.
shiraz:
hallo gs3rr4,
ich habe vor Jahren ähnliches programmiert.
die Excel-Dateien reingelesen, die Daten in notes bearbeitet und dann eine Auswertung in Excel ausgegeben.
Ich bin nicht soooooo pessimistisch.
NUR MUT.
gs3rr4:
Vielen Dank für eure Beiträge! =)
--- Zitat von: eknori am 01.03.12 - 17:29:26 ---Notes und MySQl zu vergleichen wäre Bananen mit Gurken zu vergleichen.
--- Ende Zitat ---
Aber genau diesen Vergleich brauche ich. Es würde jetzt zu lange dauern ein neues Projekt zu finden. Ich muss jetzt herausfinden, wieviel ich in den 3 Monaten schaffen kann.
Da es eine wissenschaftliche Arbeit ist, kann ich mir nicht einfach eine Anwendung aussuchen, sondern muss verschiedene vergleichen. Da im Unternehmen schon MSSQL2008, Lotus Notes und SAP verwendet wird, kommen diese 3 auch in Frage und scheinbar ist es auch in allen der Systeme realisierbar. Jetzt ist die Frage in welchem der 3 es am meisten Sinn macht.
Ich muss also die Vorteile der Lotus-Lösung wissen. Könnte ihr mir da helfen?
--- Zitat von: TenNoRyuu am 02.03.12 - 00:01:28 ---Wer soll das System eigentlich später betreuen und wer setzt dann Änderungswünsche und Erweiterungen um nachdem du fertig bist ? Die interne IT scheint es ja nicht zu können.
Wie sieht die IT Struktur aus, gibt es schon SQL Server im Unternehmen ? Gibt es entwickelte Notes Datenbanken oder wird Notes nur als Email System genutzt ?
--- Ende Zitat ---
Das System soll später von den Controllern, der IT und dem neuen IT-Praktikanten betreut werden. Daher ist auch eine möglichst einfache Erweiterbarkeit sehr von Vorteil.
Notes wird nicht nur als Email-System genutzt. Es gibt viele verschiedene Notes-Anwendungen, welche von den Fachabteilungen genutzt werden.
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