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Warnhinweis: Verwirrter Amtsschimmel bei Beantragung eines internationalen Führe
flaite:
rscheins.
Oder genauer eines Kartenführerscheins, ohne den man aber keinen Internationalen Führerschein bekommt.
Ich dachte: Gehst du einfach zum Führerscheinamt und die werden meinen roten Lappen schon irgendwie eintauschen. Schlauerweise hab ich vorher nochmal angerufen. Da meinten die, ich benötigte eine Karteikarten-Abschrift vom Aussteller meines alten Führerscheins. Den hab ich 1987 bestanden und 1998 verloren und in Köln neu ausstellen lassen. Ich rief also erstmal in der Führerscheinstelle Köln an. Die Dame meinte, mich nicht zu finden und nach 30 Minuten Gespräch sagte sie mir, dass ich sowieso die Karteikartenabschrift von der Zulassungsstelle bräuchte, an der ich meinen Führerschein bestanden habe. EINE GLATTE LÜGE. In den Gesprächen mit den Leuten vom Erftkreis reagierte ich auf die landkölschen Ausrufe "Allet keijn Problem" bereits ein wenig als Spaßbremse. Jedenfalls schickten sie es an den Main Taunus Kreis. Hier mußte ich erstmal biometrische Passbilder machen und hielt mich dann für professionell vorbereitet für den Auftritt auf der Führerscheinstelle. Aber NEIN: Der seelenruhige hessische Beamte meinte, dass ich diese Karteikartenabschrift von meinem aktuellen Führerschein bräuchte (Köln), nicht die vom Erftkreis. Ich bin normalerweise höflich zu Beamten, aber da mutierte ich dann zur rhetorischen Drecksau, obwohl ich ein solches Verhalten eigentlich ablehne. Rückzug nach Hause und nochmal in Köln angerufen: da hat jetzt einer im Führerscheinamt meine Karteikarte in 1 Minute gefunden.
Aber irgendwas stimmt mit der ihren Prozessen und dem Datenmanagement überhaupt gar nicht. Was sollen diese Karteikartenabschriften? Und wieso werden diese magischen Karteikarten nun offenbar an 3 verschiedenen Orten gehalten, ohne dass die irgendwas voneinander wissen? Da besteht in jeden Fall Projektbedarf.
Glombi:
Ich hab noch nen grauen Lappen, den ich bald mal gegen den neuen Führerschein austauschen will. Ob das klappt ??? Hat das schon wer geschafft? Gibts überhaupt noch andere "graue" hier?
Bei meinem letzten USA Trip wurde der noch akzeptiert (obwohl dort nix auf englisch steht), aber das ist auch schon 13 Jahre her...
Peter Klett:
Ja, hatte auch noch den grauen und brauchte den internationalen wg. Auswanderung. War kein Problem, dauerte nur relativ lange, weil der besagte Karteikartenauszug bestellt werden musste. Ist sehr praktisch, der neue Führerschein, da er ins Portemonaie passt und ich ihn dann nun auch tatsächlich mitnehme ...
Klafu:
Das klingt ja nach echten Problemen... ich hoffe doch, die Polizei ist, wenn du mal zu schnell unterwegs warst, bei der Suche nach deinem Führereschein/Papieren auch immer gescheitert ;D
koehlerbv:
Für folgendes ganz anderes Erlebnis beim Tausch meines alten Lappens würden mich bei dem hier geschilderten mal die Hintergründe interessieren.
Ich hatte bis 2003 einen rosa Teil mit dem Aufdruck "Deutsche Demokratische Republik, Fahrerlaubnis".
Irgendwie habe ich für den Umtausch in das Scheckkarten-Dingens ja schon fast schwarz gesehen: Oberbayern at its best, kaum Ex-Ossis (und Erfahrung mit denen) - und dann ein solches Procedere ...
In meinen Unterlagen fand ich den einzigen Nachweis (neben der eigentlichen Fahrerlaubnis), die man damals bekam: Eine Karteikarte namens "VK 30". Okay, denke, steck die mal ein.
Auf dem Landratsamt hat das aber nicht (so richtig) interessiert (es gab nur einen erstaunten Blick darauf). Ich musste einen Bogen ausfüllen - der würde dann an die Stadt Jena, die ja wohl heute zuständig sei, übermittelt. Mit einem "Passt scho!" wurde ich verabschiedet.
Eine knappe Woche darauf bekam ich den Anruf, ich können meinen neuen Führerschein jetzt abholen.
Also: Ich fand's gut!
Bernhard
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