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07.09.2010 - LotusDay in Hagen - Wer ist da?

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WernerMo:
Hallo Bernhard,

OK - verstanden.
Da gebe ich Dir recht ganz besonders was den
--- Zitat ---"social computing"-Sch....
--- Ende Zitat ---
betrifft.  Daher werde bei jeder Gelegenheit (wie bisher) das auch im Gespräch mit Leuten von IBM zum Ausdruck bringen.

Gruß Werner

flaite:
IBM fährt halt einfach auf vielen Straßen.

IBM ist die Quintessenz des opportunistischen (= für mich nicht negativ) Konzerns der post-fordistischen "Wissensgesellschaften" (=für mich nicht positiv).
Und ausgerechnet aus der ihrer community kommen dann eher jakobinistische (=für mich nicht negativ) Einwürfe.
Beides paßt nicht zusammen.

Vielleicht ist das Geschwafel, vielleicht hab ich Recht.

Die Zahlen für Connections (also dem social media Produkt) sind angeblich erst einmal nicht schlecht.

Zur Zeit macht IBM sicher mehr Umsatz mit Lotus Websphere Portal, Rational Produkten,  Websphere Process Server, Websphere 7 (*rocks*), diese modernen in zOs virtualisierten Linuxe  und Lotus Domino. Nur sieht das vielleicht in 5 Jahren etwas anders aus.

IBM ist eine Dienstleistungs-Firma, die ausserdem noch erfolgversprechende Produkte irgendwann aufkauft und an deren Lebenszyklus verdient. Die Integration des Marketings der zugekauften Produkte in das IBM Marketing gestaltet sich wesentlich schneller als die technische Integration  ;D Kann man gut an ex Telelogic Synergy (nun Rational Synergy) beobachten.

Für IBM ist Lotus einfach eine von mehreren opportunities.

eknori:
Kurz meine 2€ cent die ich mir aus diversen Gespächen gestern zusammengespart habe:

Connections:
netter Ansatz, aber für einen Mittelständler nicht bezahlbar. Weder von der Anschaffung, noch vom Betrieb. Und ob die Generation 50+ da mitmacht, wage ich auch zu bezweifeln.

Portal:
Scheint sich herausgestellt zu haben, dass ein normal Sterblicher innerhalb seiner Lebenserwartung nicht in der Lage sein wird, ein solches aufzusetzen. Scheitert schon daran, dass die Fachabteilungen gar nicht wissen, was sie überhaupt wollen. Und das Ziel: "Alle Applikationen in das Portal"  ist schlichtweg unmöglich zu erreichen.
Und wenn schon ein IBMer beim Thema Portal die Nase rümpft ...

Sametime:
Persönlich mein Favorit bei der Generierung eines Mehrwertes für ein Unternehmen. Die technische Umsetzung ist auch für Admins machbar, die bisher nicht allzuviel mit WS und Konsorten zu tun hatten.
Erfolge sind meist unmittelbar sichtbar. Wenn ein User sagt:"Klasse, dann brauche ich das Dokument ja gar nicht mehr per Mail zu schicken und muss auch nicht immer warten, bis ich die Telko Anlage benutzen kann" ( Telko benutzen versteht er dabei, das Dokument per Kamera seinen Kollegen an den anderen Standorten zu zeigen ), dann ist das ganz klar ein Erfolg.

Ob ich jetzt eine "App" brauche, weiss ich nicht. Die macht den kleinen Bildschirm vermutlich auch nicht grösser. Mir reicht der Webaccess über den Proxy Server. Wenn man sich mit einer App den Proxy sparen kann, OK.

Grundsätzlich sind die Hürden bei der Einführung neuer Technologieen recht hoch. Das liegt meiner Meinung aber nicht unbedingt an IBM. Die Unternehmen sollen einmal ihre Schulungskonzepte hinsichtlich der Heranführung der Mitarbeiter an diese neuen Technologieen überprüfen. Vermutlich stellt sich dabei in 90% aller Fälle heraus, dass man da jahrelang geschludert hat. Dann muss man sich aber nicht wundern. ...

Und auch so mancher Admin und User sollte man in sich hineinhorchen. Allzuoft hört er dann das Echo seines alles entschuldigenden "Da habe ich aber keine Schulung für erhalten". Mangelne Eigeninitiative nenne ich so etwas.

Oh, das waren jetzt schon 3€ Cent.

flaite:

--- Zitat von: eknori am 08.09.10 - 11:03:23 ---
Portal:
Scheint sich herausgestellt zu haben, dass ein normal Sterblicher innerhalb seiner Lebenserwartung nicht in der Lage sein wird, ein solches aufzusetzen.

--- Ende Zitat ---
Ich bin manchmal in Websphere Portal Projekten. Einigen wir uns darauf, dass jede IT-Architektur seine dunklen Seiten hat.  ;D
Insbesondere für große Organisationen können Portale Sinn machen. Natürlich muss man sich realistisch damit auseinandersetzen. Vissmann als größerer Mittelständler fährt mit Websphere Portal gut, soweit ich das höre.
Ausserdem läuft WAS Portal auf meinem Laptop ;-) . Die Installation schon einer Umgebung sollte man allerdings einen Experten machen lassen. Das dauert je nach Sonderwünschen 2 bis 5 Tagen. Ich hab sie selber gemacht.

Das Portlet-Projekt, für das ich jetzt mit 4 bis 7 anderen für unsere Finanzbehörden mitarbeite, seh ich als klar realistisches Enterprise Java Projekt, das gut dokumentiert, getestet und performant auf die Menschheit losgelassen wird. Aus Entwicklersicht macht Portal da sowieso nur einen überschaubaren Teil aus. Meiste ist mit EJB3 und Verarbeiten/Senden von Messages auf letztlich Websphere MQ.


--- Zitat von: eknori am 08.09.10 - 11:03:23 ---Scheitert schon daran, dass die Fachabteilungen gar nicht wissen, was sie überhaupt wollen. Und das Ziel: "Alle Applikationen in das Portal"  ist schlichtweg unmöglich zu erreichen.
Und wenn schon ein IBMer beim Thema Portal die Nase rümpft ...

--- Ende Zitat ---
Fachabteilungen sollte man halt beraten. Nobody is perfect. Dir sind IT-Berater auch schon mal suspekter als Fachabteilungen. Für mich gilt das gleiche für interne IT-Abteilungen. Nicht immer, aber soll vorkomen.
Der Punkt, Portal als gemeinsamen Server zu nehmen ist nicht so dumm. Das Problem von vielen größeren Produktions-Abteilungen besteht wirklich darin, dass die Websphere, Tomcat, JBoss, Bea Weblogic, Sun Glassfish gleichzeitig betreuen. Diese Redundanz erzeugt Kosten.
Auf der anderen Seite hab ich auch schon Kunden gesehen, die zu unkritisch an die Portal Sache herangegangen sind. Für manche paßts aber halt inzwischen doch recht gut.

Das Schulungsthema halte ich für ziemlich komplex.
IBM Produkte sind in aller Regel komplexer als entsprechende openSource Lösungen. Diese Komplexität hat Vorteile und Nachteile. Zum antesten benutze ich deshalb immer die open source Dinger. IBM Schulungen haben starke Qualitätsunterschiede je nach Trainer. Bin zwar nicht oft auf Schulungen. Mach danach grundsätzlich eine Zertifizierung zum Thema. Ist dann aber schon vorgekommen, dass sich das Wissen verflüchtigt hab, weil ich die Technologie dann doch erst Jahre später eingesetzt hab ;-)

heini_schwammerl:
Für kompliziertere Produkte hat die IBM ja inzwischen Lotus Live Angebote (so zumindest der Plan).
Connections hat natürlich den Vorteil das, wenn eine große Firma (z.B. mit 100.000 Mitarbeitern) dafür Lizenzen erwirbt, richtig der Rubel rollt. Neuinstallationen in diesen Dimensionen im Domino Umfeld dürften doch eher selten geworden sein.
Ansonsten stimme ich Bernhard voll zu aber evtl. hat das auch etwas mit der Kultur zu tun. Die Amis ticken wahrscheinlich einfach anders.
Trotzdem scheffelt die IBM einen Haufen Kohle. Alles falsch macht sie also nicht und der Kurs wird sich denke ich auch nicht mehr ändern.
Sametime hat sich für mich persönlich nicht bewährt da ich mich doch oft in meiner Konzentration gestört fühle gleichzeitig aber nicht immer abgemeldet sein möchte. Ich nutze aber nur die kleine Version. Das Enterprise like "Auf den Schirm" fällt daher weg. In Verbindung mit Audio/Video wäre das vielleicht interessanter, ansonsten würden mir wahrscheinlich schon die Anwesenheitssymbole reichen.
Was den LotusDay betrifft. Irgendwie fehlte mir dieses Jahr der Aufhänger.

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