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Ich und die deutsche Bahn
TRO:
--- Zitat von: eknori am 23.06.09 - 10:35:22 ---
--- Zitat ---in Deutschland kann es dir dann passieren, dass dich ein überforderter Schaffner kurzerhand an einem abgelegenen Bahnhof aus dem Zug setzt.
--- Ende Zitat ---
aber nur, wenn du noch minderjährig bist und weiblich.
Für dicke alte Männer gilt das nicht ...
--- Ende Zitat ---
Nur die reale Story war eigentlich ganz anders (wie sich erst sehr viel später rausstellte):
Das Mädchen hatte keine Fahrkarte (warum auch immer, wahrscheinlich Fahrgeld für andere Dinge ausgegeben), sie sah den Schaffner kommen, der Zug hielt gerade am Bahnhof in der Pampa, sie also raus.
So, wie nun der Mutter erklären, dass sie jetzt mitten in der Heide steht und von dort nicht wegkommt? Also erfand das Mädchen die Geschichte mit dem schlimmen Schaffner, der sie einfach dort rausgesetzt hatte und tischte diese Story ihrer Mutter auf, die sich dann sofort an die örtliche Presse wandte.
Und der Blöde (in der Presse) war mal wieder die "böse" Deutsche Bahn.
Thomas
DAU-in:
War das jedesmal dasselbe Mädchen?
Und einmal dann noch auf behindert gemacht?
Ralf_M_Petter:
Komisch, ich war bis jetzt bei meinen bisherigen Besuchen in Deutschland praktisch immer mit der Bahn unterwegs und immer sehr zufrieden. Wir hatten zwar mal einen technischen Defekt an einem ICE, aber auch dieser wurde von den Mitarbeitern der Bahn kompetent gelöst. Man wurde permanent über die Verzögerungen und die erreichbaren Anschlüsse informiert. Das habe ich anderswo schon schlechter erlebt.
Grüße
Ralf
DAU-in:
--- Zitat von: Ralf_M_Petter am 30.06.09 - 10:28:50 ---Komisch, ich war bis jetzt bei meinen bisherigen Besuchen in Deutschland praktisch immer mit der Bahn unterwegs und immer sehr zufrieden. Wir hatten zwar mal einen technischen Defekt an einem ICE, aber auch dieser wurde von den Mitarbeitern der Bahn kompetent gelöst. Man wurde permanent über die Verzögerungen und die erreichbaren Anschlüsse informiert. Das habe ich anderswo schon schlechter erlebt.
Grüße
Ralf
--- Ende Zitat ---
Schön für dich.
Was ich zwischen Dezember und März erlebt habe, geht auf keine Kuhhaut.
Da sind bei 8 von 11 Reservierungen der Zug ausgefallen, der Waggon nicht da, doppeltreserviert oder aber (das war das Leckerli): Zug verspätet, anderer AbfahrtsBahnhof (wenn sie sich beeilen, bekommen sie ihn noch), Zugteil mit Reservierung verschlossen, Zug liegengeblieben, Ersatzzug überfüllt und Heizung ausgefallen, der Zug zum Meeting war morgens bereits ausgefallen.
Was mich irre macht:
Diese permanente Desinformation betr. Zugveränderungen.
Dass die Bahn Probleme mit ihrem Rollmaterial hat, ist eine Sache. Ich behaupte aber ganz frech, dass sie 2 Stunden vor Abfahrt weiss, welche Beschaffenheit der eingesetzte Zug hat z. B. in Bezug auf die Stromabnehmer.
Und mich ärgert es dann, wenn ich dann einen durchgehenden Zug buche, der halt dann doch genauso fährt wie die Verbindung eine und zwei Stunden früher.
Und wenn der Zug aus Hamburg, der ab Hannover nur nach Basel fährt, ab Frankfurt dann aber wieder Fahrtziel Zürich hat und hinter Freiburg dann doch wieder nur nach Basel fährt: sorry, ich fühle mich da verarscht.
Nachtzug Zürich nach Berlin Hbf: eine Mitreisende mit viel Gepäck wird abgeholt, dann kommt hinter Berlin-Spandau die Durchsage, wir fahren nach Charlottenburg, gleichzeitig erklärt die Schaffnerin, wir kommen in Südkreuz an. Angekommen sind wir dann am Nordbahnhof.
Meine Mitreisende (die sich in Berlin nicht auskennt und Reisen auch nicht gewohnt ist), konnte ihre Bekannten nicht erreichen und war in Tränen aufgelöst. Bei sowas werde ich irre (die Schaffnerin auch an dem Tag). Der Grund für die Umleitung: der Zug darf nicht durch Tunnels fahren.
Kann man denn das nicht am Abend vorher beim Einsteigen sagen, dass wir auf keinen Fall am geplanten Bahnhof ankommen?
Kann man nicht eine Stunde vor Ankunft wissen, wo man ankommen wird?
Wird das 5 Minuten vor Ankunft ausgewürfelt?
Gandhi:
Nein, das ist Teil des Bahnerlebnisses.
Daher wird die DB sicher auch bald die Preise erhöhen, da sie ja schließlich Abenteuerurlaub gleich mit anbietet.
Die beste Ausrede, die ich übrigens wg. Verspätungen gehört habe war: Verspätung wegen Verzögerung.
Dass Züge (zumindest die gen Süden) über Jahre immer so viel Verspätung hatten, dass die von der Bahn errechneten Fahrpläne nicht eingehalten werden konnten (weshalb ich am Anfang meiner unglaublichen Naivität diesbezüglich eine Taxifahrt von Basel bis Zürich berappen musste (die Bahn zahlt bei Verspätungen Taxen nur, sofern das Fahrtziel in DE liegt))
Bahnreisen (mit der DB - die SBB ist da deutlich deutlich besser)hat sich auch mir als extrem unangenehm erwiesen.
Klar ist das ein großes Unternehmen - und die Berechnung des Fahrplans ist sicher unglaublich komplex - aber was Pünktlichkeit und auch vor allem Freundlichkeit/Kompetenz des Personals betrifft ist das vollkommen unprofessionell.
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