Domino 9 und frühere Versionen > ND6: Administration & Userprobleme

Fehlermeldung: Die maximale Ordneranzahl wurde in der Datenbank überschritten

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Stefan_Power_2000:
Hallo,

ich habe seit kurzem folgende Fehlermeldung bei Öffnen meiner Notes-Datenbank:

Die maximale Ordneranzahl wurde in der Datenbank überschritten

und die Datenbank lässt sich nicht mehr öffnen.

Ich schätze dass so ca. 2.500 bis 3.000 Unterordner angelegt sind und die Datenbank hat eine Grösse von etwas über 10 GigaByte.

Das schlimmste ist, dass ich nun nicht mehr an die Daten herankomme. D.h. die Datenbank lässt sich überhaupt nicht mehr öffnen. Ich arbeit mit notes 6.5.
In dr Datenbank ist wichtige email Korrespondenz der letzten 4 Jahre abgelegt (deswegen auch die extreme Grösse) und in einer sehr systematischen Ordnerstruktur (bis zu 6 oder 7 Unterebenen) abgelegt.

Selbst mit dem Versuch das ganze mit Hilfstools z.B. notespeek zumindest zu analysieren kommt beim Versuch auf die Datenbank zuzugreifen folgende Fehlermeldung (Originaltext aus NotesPeek):

text   "Couldn't open database: Die maximale Ordneranzahl wurde in der Datenbank \x81bers"
   "chritten."
package   0x300
number   168
flags   0

Eine 2 Monate alte backup Datenbank kann ich noch öffnen. Die Analyse mit notespeek ergibt hier eine Anzahl von 2650 Design Fields. Ich gehe davon aus, dass dies so ca. der Anzahl an Unterordner entspricht.

Aktuell haben sich alle Systemadministratoren und notes-Administratoren in der Firma mit der Datenbank beschäftig mit der Rückinfo, dass die Datenbank beschädigt ist und die Daten verloren sind. Mir würde es schon helfen auf die ganzen mails die in der notes Datenbank abgelegt sind zugreifen zu können und diese in eine neue Datenbak zu kopieren um dann durch sortieren der mails nach Datum die mails der letzten 2 Monate wieder herzustellen und neu einzuordnen.

Ich hoffe es kann mir das Wissen des WorldWideWeb und die Experten in diesem Forum weiterhelfen können, da mir extrem wichtige Daten fehlen ..

Sollte hier jemand weitere Infos für eine Expertenanalyse benötigen bitte um kurze Rückinfo, da ich dringende Hilfe benötige.

Ich wünsche einen schönen Abend
und schon mal Danke im voraus
Stefan

koehlerbv:
Hallo Stefan,

zunächst erst einmal: Willkommen bei AtNotes.

Zwei Dinge vorab: Ich gehe davon aus, dass Du der betroffene User bist und nicht gerade im technischen Zweig der Firma steckst (was ja in keiner Weise verwerflich ist - wirklich nicht!).
Weiterhin möchte ich konstatieren, dass mit einer derartigen Mail-DB dumpf-Outlook-orientiert an den Möglichkeiten von Notes / Domino vorbeigeschippert wurde. Alle Möglichkeiten, die Notes / Domino hier bieten, wurden ignoriert.

Nun aber zum ersten Lösungsansatz:
Und dieser muss heissen (und vollkommen unabhängig von der Problematik Deines Mailfiles): Wie nutze ich Notes / Domino so aus, dass so etwas nie wieder passieren kann und ich bestmöglich meine Daten wiederfinde (besser, als in der gegenwärtigen Struktur)?

Weiters: Ihr braucht jemanden, der die Daten in eine andere Struktur und in ein anderes Design bringt. Daran scheint es zu hapern. Verloren sind die Daten auf jeden Fall nicht (zumindest bei diesen Fehlermeldungen - und solange der Router noch neue Mails zustellen kann, ist nichts verloren).

Jetzt die Gegenfrage (wenn meine Annahme, dass das eine Frage aus dem Anwenderkreis ist, stimmt): Wie wichtig sind die Daten? Kommen kundige externe Dienstleister in Frage?

Bernhard

PS: Ich bin zwar selber Dienstleister und könnte diese Sache theoretisch übernehmen, bin aber derzeit komplett ausgebucht. Das nur, damit hier kein falscher Eindruck entsteht ...

Stefan_Power_2000:
Hallo Bernhard,

ich selber bin der user der Datenbank. Die Datenbank ist entkoppelt vom Router und wurde als Kopie einer Notes-Datenbank erstellt die als email Eingang dient.

Über die Zeit hab ich die emails regelmässig in die damalige Kopie kopiert und somit ist die entsprechende Grösse und Ordnerzahl entstanden.

Hoffe ich konnte das einigermassen verständlich ausdrücken.

Vielleicht nochmals so:

1. Zuerst gab es nur eine Notes-Datenbank als Notes Eingang / Server

2. Ich hatte eine Kopie erstellt nachdem diese Eingangsdatenbank schon ziemlich gross war

3. Danach habe ich regelmässig die Notes aus der Eingangsdatenbank ind die damals erstellte Kopie kopiert und entsprechend strukturiert abgelegt

4. Dann wieder die Eingangsdatenbank leer geräumt

undsoweiter. Externe Dienstleister kommen eigentlich nicht in Frage.
Wie gesagt die Systemadministratoren in der Firma haben die Datenbank schon abgeschrieben und mir nur gesagt ich solle in Zukunft mehrere kleiner Kopien turnusmässig erstellen.

Ich hoffe es gibt eine Möglichkeit zumindest auf die Daten zuzugreifen. Kann es mit de Ordnerzahl zu tun haben und gibt es Wege die Anzahl der maximal zulässigen Ordner Anzahl zu vergrössern?

Wäre klasse wenn Du mir weiter helfen könntest

Schoenen Abend und schom mal Danke

 

heini_schwammerl:
Hallo Stefan.

Du wirst es nicht gerne hören aber ich befürchte das wird nichts mehr.
http://www-1.ibm.com/support/docview.wss?rs=0&q1=1248378&uid=swg21248378&loc=de_DE&cs=utf-8
Du könntest noch versuchen die Datenbank mit einer aktuellen Clientversion zu öffnen (Notes R8) aber offiziell ist an diesem Limit nicht geschraubt worden.
Ansonsten kannst Du die Datenbank aufheben und hoffen das dieses Limit irgendwann aufgehoben wird (allerdings erfordert dies meist eine Komprimierung der Datenbank und diese wird dann abbrechen wegen dem Folder Limit).
Wenn NotesPeek Dich nicht ran läßt dann gibt es wahrscheinlich auch keinen Trick.
Es dürfte zumindest für die IBM nicht unmöglich sein an die Daten zu kommen aber es deutet nichts darauf hin das man das über den offiziellen Support hinbekommt.
Sorry und Gruß

Henning
Aber auch ich habe etwas gelernt. Das Anlegen vieler Ordner ist dumpf-outlook-orientiert. Darauf muss man erstmal kommen.

koehlerbv:

--- Zitat von: heini_schwammerl am 17.05.08 - 12:28:46 ---Aber auch ich habe etwas gelernt. Das Anlegen vieler Ordner ist dumpf-outlook-orientiert. Darauf muss man erstmal kommen.
--- Ende Zitat ---

Naja, dem gemeinen Outlook-Anwender, dem keine weiteren Server als bestenfalls ein Exchange zur Verfügung stehen, bleibt ja auch kaum etwas anderes. Das Ordnersystem in Outlook ist daher durchaus ausgereift (und Notes warnt nicht einmal, dass es nun langsam eng wird, was natürlich übel ist!) - nur bleibt das natürlich hinter den Möglichkeiten von Notes weit zurück.

Normalerweise hat man ja spezialisierte Datenbanken, denen man u.a. Mails als Dokumente übergeben und dort passend einordnen kann: Projekt-DBs, CRMs etc. Als Dokumentmanagementsystem ist das Mailfile nun ausdrücklich nicht gedacht (da Notes ja nur "auch" mailen kann).

@Stefan:
Dass NotesPeek nicht mehr an die DB herankommt, hat noch gar nichts zu sagen, da dieses Programm ja alle Elemente der DB darstellen will und daher auch die table of folders und die ganzen folder references einlesen muss. Dies erfolgt über die NotesAPI - und damit scheitert das ebenso wie im Client.

Es gibt da noch ganz andere Wege, an die Daten heranzukommen, ohne dass Designelemente dabei eine Rolle spielen. Das müsstet Ihr aber selber kennen - oder eben doch einen kundigen Dienstleister hinzuziehen. Auch in einem Forum wie AtNotes werden die Leute, die das können, Ihr aufgebautes Know-How und die dafür erforderlichen Leistungen nicht für lau zur Verfügung stellen.

Mein Fazit: Ich würde die Mail-Datenbank auf keinen Fall verloren geben! Und: Du brauchst Hilfe, um Deine Daten effizient zu organisieren. Bei 2.000+ Ordnern würde ich den Überblick verlieren, vor allem, da dies ja das einzigste Ordnungskriterium in einer Mail-DB ist. Da gibt es viel effizientere Wege.

Schauen wir mal, wie sich dieser Fall weiter entwickeln wird. Ich bin daran auf jeden Fall sehr interessiert.

Bernhard

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