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Irgendwie freuts mich ;-)
flaite:
Auf der anderen Seite gibt es weltweit keinen Handyproduzent, der so viele Deutsche in Lohn und Brot gebracht hat wie gerade Nokia.
Bin auch froh, dass die Amis nicht so denken, nachdem Daimler Chrysler ziemlich an die Wand gefahren hat.
Da gabs vor der Spaltung eine Phase, in der es für die Deutschen MAs mit Konzernarbeitsvertrag vollen Kündigungsschutz gab, während in Auburn Hills heftigst entlassen wurde.
Aber die Anreize gibts sowieso nur, weil die potentielle Produktivität bestimmter Standorte dramatisch im Verhältnis zu den langsamer steigenden Lohnniveaus gestiegen ist.
Ich find es btw sehr gut, dass die EU in der Angleichung der Lebensverhältnisse in den Mitgliedsländern deutlich erfolgreicher ist als etwa die NAFTA. Und das Lohnniveau zieht in Mittelosteuropa überall an. Nur eben ein wenig langsamer als die Produktivität. Und für diese Zeit lassen sich halt märchenhafte Gewinne realisieren.
Wie oben gezeigt erreichen Slovenien und Tschechien bei aktuellen BIP-Wachstumsraten von z.T. deutlich über 5% unser Wohlstandsniveau bald und Ungarn, Slovakei, Baltikum, Polen dann auch relativ absehbar (10 bis 20 Jahre).
Es gibt z.B. ja auch gerade jetzt im chinesischen Handelsbilanzüberschuß eine deutliche Entwicklung hin zu weniger extremen Niveaus.
Rund um Ackermann haben ja auch erst alle geflucht und welches Unternehmen ist nicht auf diese amerikanischen Immobilienfonds reingefallen und stärkt seine Stellung auch zugunsten Deutschlands?
Wir sollten uns eher darum kümmern, die Leute hier in jeder Hinsicht für die hohen Anforderungen fit zu machen. Und auch massiv für die Einhaltung hiesiger Gesetze auch für Vermögende und Unternehmen sorgen. Da bin ich für eine mehr skandinavische Politik.
Aus Sicht der weniger entwickelten Länder, benötigen die gerade auch den Transfer von Wissen, corporate governance Praktiken und übrigens auch Arbeitsschutzgesetzgebung. Wenige rohstoffreiche Länder versuchen darauf zugunsten einer nationalistischen Strategie zu verzichten. Zum Beispiel Venezuela. Und das wird in einem Desaster enden.
pd:
Wie sieht die skandinavische Vorgehensweise aus?
Patrick
flaite:
Eher Axel Janssen seine Interpretation von "Skandinavischen Vorgehen". Kenn mich nämlich da eigentlich nur sehr kursorisch aus:
- deutliche Effizienzsteigerung der Arbeitsvermittlung durch Konzentration auf Ergebnisse und zwar völlig unbenommen, ob das von einem öffentlichen oder privaten Träger durchgeführt wird.
- Weiterbildung aber unter schärfster Kontrolle, ob die da Sachen anbieten, die wirklich was bringen. Von alleine läuft das nämlich nicht. Da brauchts harte und ständige Überprüfung.
- noch stärkerer Zwang Arbeitsangebote auch anzunehmen
- insgesamt weniger mich zunehmend an frühneuzeitliche Naturrechtsdebatten erinnernde Grundsatzdiskussionen mit Teilnahme von Libertären (nicht persönlich gemeint J.) und Neonliberalismus-Krietikern und mehr Pragmatismus im Sinne von echten Menschen wirklich helfen. Sich um jeden einzelnen bemühen. Aber eben auch scharfe Sanktionen gegenüber einer Arbeit-ist-Scheisse Minderheit. Irgendwie ist das darauf gerichtet, dass neben individualistischen auch gemeinschaftliche Werte bei allen Problematiken eine gewisse Berechtigung haben.
pd:
Also, ich wähl dich ;-)
Patrick
klaussal:
--- Zitat ---Also, ich wähl dich ;-)
--- Ende Zitat ---
Axel for President ?
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