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[Politik:Steueroasen] die spinnen, die Libertären
pd:
Also ganz ehrlich, wen intressiert denn das ob Liechtenstein sich beschwert oder nicht... Man muss doch nicht auf jeden Pups reagieren. Ich find die Aktion klasse. Der Informant war bestimmt ein Bankangestellter, der mal von einem der vielen Zum Winkels schnöde herabgewürdigt wurde - fast Stoff für einen Film ;-)
Patrick
flaite:
Für mich sind die für 1.200 Euro oder so arbeitenden Krankenschwestern, die mich irgendwann pflegen sollen, die größeren Helden.
Personen, die in den Einkommensregionen wie Zumwinkel verdienen, verdanken dem System der Bundesrepublik auch eine ganze Menge.
Das Ende der 500 jährigen Phase der Dominanz des Weißen Mannes (populär auch Globalisierung genannt) wird nach meiner Einschätzung in den nächsten 50 Jahren dahingehend wirken, dass einige Leute zunehmend Konkurrenz ausgesetzt sind während andere deutlich profitieren.
Wir haben die Wahl. Ich habe keine Lust in einer extremen Klassengesellschaft zu leben. Ich halte es bereits für einen absoluten Skandal, dass bei uns die Bildungserfolge dermassen stark mit dem Elternhaus korreliert sind. Wir können diese Sachen ändern. Ich wüßte nicht wie das im privaten Rahmen durchführbar wäre. Auch die angeblich so neonliberale Labour-Regierung in UK hat in den letzten Jahren viel Geld in öffentliche Schulen gesteckt. Für solche und andere Maßnahmen benötigt der Staat Geld. Also sollen sich die Leute bitteschön auch an das geltendes Recht halten. Die grundlegende Adam Smith These, dass Eigennutz letztlich am besten dem Gemeinnutz dient, ist durchaus ernst zu nehmen. In der Radikalität, in der es teilweise in gewissen Kreisen gedacht wird, widerspricht es aber meinem Verständnis der menschlichen Natur.
Es ist sicher auch möglich, bilaterale oder multilaterale Verträge über Themen wie das Bankgeheimnis oder sogar der Besteuerung zu vereinbaren. Länder wie Liechtenstein und die Schweiz agieren hier einfach als Trittbrettfahrer. Das ist moralisch nicht verwerflich und ökonomisch klug. Für mich als Deutschen ist es aber nicht wünschenswert und man soll bitte nicht so tun, als könne man das nicht durch internationale Verträge regeln. Für geistige Eigentumsrechte existieren zwischenstaatliche Verträge, für Dinge wie das Bankgeheimnis aber nicht. Ich sehe da keinen Grund für.
Im Land der Dechter und Dinker artet das zur Zeit leider viel zu oft in einer ideologisierten Grundsatzdebatte aus. Ich glaub, dass das in der Frühphase der Bundesrepublik nicht so verhärtet war. In erfolgreicheren Ländern wie UK, Irland, Südkorea, Dänemark, Schweden und den Niederlandern ist der Diskurs nach meiner Einschätzung nicht so ganz-oder-gar-nicht. Es bringt auch nix.
jo@chim:
--- Zitat von: pd am 20.02.08 - 10:19:42 ---Also ganz ehrlich, wen intressiert denn das ob Liechtenstein sich beschwert oder nicht... Man muss doch nicht auf jeden Pups reagieren.
--- Ende Zitat ---
Genau! Schliesslich sind WIR wieder wer! Wo kämen wir hin, wenn wir die "Souveränität" (was'n das eigentlich? haben die uns gefragt?) jedes KAFFERNSTAATES zum Massstab unseres Handelns machen würden? Schliesslich zählt DEUTSCHLAND ZUERST, das Volk, die Gemeinschaft. Ab sofort wird zurückgeschossen zurückgedealt...
koehlerbv:
Das übliche hilflose "Totschlagargument" ... Schade, wenn so reagiert wird, schliesslich sind der Kernpunkt der Ermittlungen deutsche Staatsbürger. Um das Fürstentum Liechtenstein geht es doch mehr als sekundär, wobei ich aber trotzdem davon ausgehe, dass derartige "Ländlein" (auch Monaco, Andorra, die Caimans etc.) zunehmend Druck von der EU und anderen Staaten(-gemeinschaften) bekommen werden.
Bernhard
jo@chim:
--- Zitat von: koehlerbv am 20.02.08 - 21:34:14 ---Das übliche hilflose "Totschlagargument"
--- Ende Zitat ---
Nein Bernhard - beim A'Team wird durchaus differenziert diskutiert. Wer aber die Souveränität unabhängiger Staaten als "Pups" bezeichnet, muss damit leben, wenn das in den treffenden Zusammenhang gestellt wird.
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