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Web2.0: Keiner weiss was es ist, hat aber schon den ersten Skandal

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m3:

--- Zitat ---If Web 2.0 is the answer then we are clearly asking the wrong question, and we must not be fooled by the cool sites and apparently open APIs. Most of the effort is – literally – window dressing, designed to attract venture capitalists to poorly-considered startups and get hold of enough first-round funding to build either a respectable user base or enough barely runnable alpha code to provide Google or Yahoo! with yet another tasty snack. We need to take a wider view of what is going on.
...
Web 2.0 marks the dictatorship of the presentation layer, a triumph of appearance over architecture that any good computer scientist should immediately dismiss as unsustainable.
--- Ende Zitat ---

Bill Thompson, technology critic and essayist, at Reg Developer.

flaite:
Tja. Das vielleicht auch.
Stärker wirbelt das aber für mich so Fragen im Kontext Medienkompetenz und Datenschutz auf.
Das wird von den Bloggern aufgebracht und von den Venture Kapitalisten hört man da nix von.
Bei Studenten gibts offenbar einen großen Bedarf nach so einem Netz. Für einen Datenschutzbeauftragten ist das sicher ein Albtraum, selbst wenn diese ganzen Sicherheitslücken nicht da wären. Einfach durch das Zeugs, dass die Leute einfach von sich aus da reinschreiben.
Ich hab gut reden. Mir macht übrigens meine Klarsichtnamen Strategie im normalen Internet auch manchmal Bauchschmerzen. Und ich weiß zumindest von Teilen der Geschäftsleitung von diesem und meinem letzten Arbeitgeber, dass sie z.T. mitlesen, da sie dieselben Foren/Blogs besuchen. Und ich vertrete bei manchen Themen - sagen wir - schon mal Ansichten, die mißverstanden werden können.

Und das sich in Web2.0 die unternehmerischen Protagonisten nicht von Web1.0 unterscheidet. Dass diese größte Blase aller Zeiten kein kulturelles Lernen bewirkt hat. Nach http://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenmanie gabs ja auch nicht Tulpenmanie2.0   

Architecture?
Ich kaufe und verkaufe gute Architektur. Bisher hatten alle Projekte, die ich übernommen habe, eine gute Architektur/Design. Und alle Projekte, die ich übergeben habe, auch. Bin ich der einzige Mensch in der IT Branche ohne Probleme? Erzählen Menschen immer die volle Wahrheit? Fragen über Fragen.  ;D
37signals hats in einem frei runterladbaren Buch artikuliert. Die Idee Projekte vom UI aus aufzuziehen ist vielleicht für manche Projekte gar nicht soooo schlecht. Die Gefahr ist natürlich, dass dieses Vorgehen leicht Massenappeal bekommen kann. Dass Kunden flashige GUIs schon in frühen Projekttreffen lieben ist nicht neu. Und klar ist da ein Risiko für das Gesamtprojekt. Übergestresste Projektmanager, die diese flashigen GUIs als Barbiturate brauchen. Und immer mehr von dem guten Zeug. Und denen dieses Gerede von Backend, Modellen, Business Logik und ähnlicher Scheiß einfach nur noch auf den Zeiger geht. Schließlich sind wir hier nicht auf der Uni sondern im wirklichen Leben...   ;)
Bei manchen Projekten halte ich es für einen möglichen Ansatz von der GUI auszugehen. Aber bezüglich der Tatsache, dass mich auch zukünftig Leute "sehr gute Architektur"-sagend anstrahlen werden, gehört zu den Dingen, mit denen ich fertig werden muß.    :)

flaite:
Ey Boar Ey.
Ich bin eben voll von der Blogosphere getrackbacked worden (oder wie das heisst):

http://arno-klein.de/weblog/2006/11/30/studivz-unsere-tagliche-sicherheitslucke-gib-uns-heute/

Und was lernen wir daraus?
Richtig! Eitelkeit wird in den mittleren Jahren eher schlimmer  :'(

Aber ist schon bemerkenswert.
Auf Studivz wird so ziemlich alles gehakt, was es da so gibt.
http://www.blogbar.de/archiv/2006/11/30/ok-es-wird-vielleicht-langweilig-aber-privacy-gau-bei-studivz/

Und die StudiVZler haben jetzt eine Prämie von 256 Euros ausgesetzt, für jeden sicherheitsrelevanten Bug. Testumgebung für das fröhliche Jagen sind Produktivdaten!!!


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