Sonstiges > Offtopic
warum vowe ???
Thomas Schulte:
Hmm ich weis ja nicht welche Erfahrungen du mit Consultants gemacht hast, aber meine decken sich nahezu hundertprozentig mit den in diesem Ausschnitt eines Buches dargestellten. Bezogen auf "Consultants". Ich rede jetzt nicht von Typen die selber einen fundierten Hintergrund haben und dir mit ihrem speziellen Wissen weiterhelfen können, sondern von den dort beschriebenen Methoden, Kundenwissen abzusaugen und Entscheidungen zu treffen ohne die Verantwortung für die Resultate übernehmen zu müssen.
Übrigens werde ich mir dieses Buch aufgrund dessen was ich davon gelesen habe (auszugsweise und mehr als nur die zehn Schlagworte) kaufen, eben um zu sehen ob es meine Einschätzung einer ganzen Branche zementiert oder unter Umständen ja sogar in Teilen wiederlegen kann.
Das du mit seiner Kritik nicht übereingestimmt hättest glaube ich unbesehen. Nur hat VoWe auf dieser Veranstaltung das Unbehagen, das immer noch viele Business Partner von IBM beschleicht wenn so Worte wie Workplace fallen auf den Punkt gebracht und auch gegenüber Hochkarätern bei IBM so das diese es nicht ignorieren konnten ausgesprochen.
Und klar vereinfacht er. Zum Teufel er schreibt nicht für einige wenige, sondern für viele Leute. Vereinfacht gesagt ist er ein Themenstaubsauger mit Vervielfältigungsfunktion.
flaite:
Consultants können in einer Firma auch ineffiziente, gewachsene Strukturen aufbrechen. Etc.
Das hängt von einer Fall-zu-Fall Basis ab.
Wenn jetzt eine stärker Consultant-kritische Haltung in die deutsche Wirtschaft einzieht, fein.
Wenn das dazu führt, dass irgendwelche Hansels (mein jetzt nicht dich :-) ) rumproleten, dass Consultant scheisse sind, weil sie das bei Cem Basman gelesen haben, nicht schön.
Wenn die sich überlegen, wie sie Mechanismen entwickeln, um Consultants besser zu führen, sehr schön. Meine kleine Schwester hat das nämlich übrigens im Griff. Ich denke, man kann das in den Griff bekommen.
Interessant wären eigentlich Links zu Literatur, wie man Consultants führt und nicht sensationalistische Diskreditierungen von ganzen Berufszweigen, obwohl letzteres unter der "erlesenen" Blog-Leserschaft zu höheren Bewertungen führt.
heini_schwammerl:
Volker läßt sehr oft andere sprechen. Er schreibt selten das er dieses und jenes schlecht findet sondern er nimmt die passende Meinung von Anderen. Das ist clever denn zur Not kann er immer sagen "ich habe das selber nie so gesagt". Seine Interviews gelten auch im allgemeinen als fundiert aber handsam (eine Tatsache die vielleicht auch notwendig ist um einen Ambuj Goyal offiziell und in entspannter Atmosphäre an den Interviewtisch zu bekommen).
Im übrigen stimmt es daß er ab und zu Kritik äußert und er hat die seltene Gabe (die mir selbst übrigens völlig fehlt) dies in einer Form zu äußern das sich das Gegenüber nicht frontal angegriffen fühlt.
Wenn er gut gelaunt ist dann haut er aber auch ab und zu mit solch einer Arroganz einen raus daß ich kotzen könnte (aber polarisieren ist nicht unbedingt schlecht für den Bekanntheitsgrad).
Das er so einen hohen Bekanntheitsgrad hat liegt sicherlich auch an der Tatsache das er als Journalist das Schreiben gut beherrscht und einen Großteil der Themen frei Haus geliefert bekommt.
Ähnlich wie bei Ray Ozzie bin ich aber schon der Meinung das man seine Meinung nicht unreflektiert wiedergeben muß. Und das ist vielleicht auch das was Eknori als Phänomen ansieht. Denn nicht alles was Volker sagt muß richtig sein und es sollte auch nicht unbedingt als Tatsache akzeptiert werden nur weil es so auf seiner Webseite steht.
Gerade in Bezug auf Apple, Palm oder Microsoft hat er sich schon ein paar Totalausfälle geleistet. Obwohl, meistens hat er andere Quellen für sich sprechen lassen.
Faszinierend finde ich daß selbst wenn mein seine Webseite jahrelang verfolgt, man sehr wenig über den Menschen Volker Weber weiß. Ähnlich wie bei einer Nachrichtenseite fehlen Emotionen fast völlig aber er schreibt ja selber das seine Webseite kein Blog ist.
flaite:
Mein Eindruck bzgl. der Kritik an IBM besteht darin, dass dort imho sehr oft plakativ auf einem Niveau von "Does not Workplace" oder "Websphere ist Mist" diskutiert wird.
Und Herr Weber scheint sich gerne an die Spitze solcher aus meiner Sicht sehr ineffektiven Protestaktionen zu stellen. Und ich hab ja den Eindruck, dass gerade die Notes-Community dafür sehr anfällig ist.
Ich habe erlebt, dass es viel effektiver ist, wenn in der Community das Florett gefochten wird und ein paar Leute genau analysieren, woran der Patient (z.B. EJB1.0 bis 2.0) krankt. Die technischen Tiefen sind dann zwar verständlich, aber es stimmt und v.a. können die Experten von IBM auch etwas damit anfangen.
Herr Weber besitzt dagegen die Fähigkeit zu sehr einfachen Aussagen zu kommen, die dann auch leichter goutierbar sind:
- Web 2.0: ganz doll (obwohl es da massig offene Fragen gibt)
- ITIL scheisse (obwohl z.B. Scott Ambler und andere es als "solide" bezeichnen).
- Does not Workplace (obwohl es vielen als ein gangbarer Weg erscheint, wobei es da natürlich auch ein paar Detail-Fragen gibt).
- Microsoft ist nur böse, schlecht, aber das dumme Volk glaubt daran.
IT ist komplex. Ein solcher Populismus ist zwar weitverbreitet. Imho aber nicht zielführend.
Das in Verbindung mit diesem Bild ist einfach zu viel.
heini_schwammerl:
Wobei Volker Web 2.0 gar nicht lustig findet (zumindest den Hype, der darum gemacht wird). Ich glaube da verwechselst Du was.
Eigentlich könnte man Ihn selber fragen. Ich glaube er hat sogar einen AtNotes Forenaccount denn es gab schon mal eine ähnlich gelagerte Diskussion aber das ist schon ewig her.
Das mit Microsoft darf man nicht ganz so ernst nehmen Wenn es was zu verdienen gibt dann ist das mit dem Evil Microsoft auch nicht so schlimm ( siehe http://vowe.net/archives/005541.html ).
Aber wenn in absehbarer Zeit Treos und Palms vom Markt verschwinden bin ich schon mal gespannt ob dann am Ende die Casio Armbanduhr als neues Gadget ein Revival erfährt.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln