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Notes selbstgeschrieben

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DerAndre:
Und was noch nicht zu unterschätzen ist, !!HELP!! hat es ja gezeigt,
kaum ist das erste Release raus, darfst Du dich mit Massen an Rechtsanwälten rumschlagen wegen irgendwelcher Patent- und Urheberrechtsgeschichten...

Untitled:

--- Zitat ---Dabei bist du vermutlich tausende Lichtjahre davon entfernt überhaupt zu verstehen, um welche Sachen es eigentlich geht, will man ein solches System wie Lotus Notes programmieren. ICH BIN ES JEDENFALLS
--- Ende Zitat ---
Stimmt. Ich hatte aber nicht vor, Notes mir nichts, dir nichts von Heute auf Morgen zu programmieren. Und ich hoffe, ich hätte diese Lichtjahre aufhohlen können. "Ich hab davon keine Ahnung also lass ichs lieber sein" ist für mich kein Argument.


--- Zitat ---Ich wünsche mir eine Welt mit mehr Respekt vor komplexen Systemen.
--- Ende Zitat ---
Ich habe sehr wohl Respekt vor komplexen Systemen. Aber man muss wie gesagt unterscheiden zwischen, aus meiner Sicht sauber und aus meiner Sicht schlampig programmierte.

Über zum Beispiel WindowsXP kann ich mich absolut nicht beklagen. Es funktioniert wirklich tadellos (klar, auch sie liefern ständig irgendwelche ServicePacks nach, aber ich bin NOCH NIE über einen Bug gestolpert obwohl ich viel mehr mit Windows als mit Notes arbeite).


--- Zitat ---Du nimmst ein paar für dich sichtbare Merkmale und fällst dann ein "starkes" Gesamturteil.
--- Ende Zitat ---
Wenn ich mit meinem Gesamturteil alleine dastehen würde, wäre ich nicht auf solche Ideen gekommen.

@eknori
Ja, das Team müsste selbstverständlich genug gross sein. Aber das sehe ich eigentlich nicht als Hinderniss an. Ich stelle mir nicht eine handvoll Hobbyprogrammierer vor, die am Abend vor dem Einschlafen noch kurz an diesem Projekt arbeiten würden. Vielmehr müsste man da eine Gruppe von Vollzeit Arbeitern aufstellen, die sich vielleicht 2-4 Jahre nur um diese eine Aufgabe kümmern würden.

Das Endprodukt würde dann auch dementsprechend viel Kosten  und ich seh es ein, dass Notes dann schlussundendlich günstiger ist.

flaite:
Ok. Ich setze vielleicht wieder einen zu emotionalisierenden und polarisierenden Argumentationsstil ein.
ABER: Solche Begrifflichkeiten wie "schlampig programmiert" bewegen sich einfach auf einer ähnlichen Ebene wie "does not Workplace" eines ... sagen wir ... äußerst erfolgreichen Bloggers.

Es sind einfach Worte, die die Realität verdrehen. Find ich.

Bei Iris wurde für die Zeit qualitativ gut programmiert. Sonst hätten sie nicht einen solchen Erfolg gehabt. Nur sind Plattformen meiner Meinung nach so aufgebaut, dass es eben nicht nur einfach "just code" ist. Vielmehr sind es mehr Türme, die immer höher gebaut werden. Entscheidungen der Vergangenheit in einer der unteren Schichten stellen sich irgendwann als Balast heraus, etc.
Und das ist das Problem.
z.B. äußert sich Ray Ozzie - der langjährige Chefentwickler von Notes und heute mächtig bei MS - in diese Richtung. Interessant übrigens sind die äußerst heterogenen und z.T. widersprüchlichen Reaktionen der Notes Community auf dem blog eines stark marketing-geprägten hohen Vertriebsmannes. Unbedingt lesenswert: Die beiden verlinkten Artikel->
http://www.edbrill.com/ebrill/edbrill.nsf/dx/keep-it-real-ray?opendocument&comments#anc1

Gut. Man könnte jetzt sagen: Fangen wir von vorne an.
Das ist leider - wie du selber sagst - unrealistisch.

Mir gehts wirklich um die Sprache. Bei schlampig programmiert sind die Entwickler schuld. Sind das die einzigen, die Entscheidungen in Projekten treffen?

Ich bin selbst ein großer Anhänger und Bewunderer von Windows XP.
Obwohl ich jetzt gerade wieder untreu geworden bin und mir ein Ubuntu Linux auf einen meiner Rechner gespielt habe. Auch mit dieser Version konnte ich wieder in die wunderbar übersichtliche Welt von kryptischen conf-Files einsteigen, obwohl diese community seit 15 Jahren erzählt, dass dies nicht nötig ist, weil es gibt ja gnome und kde. Aber ok.

Untitled:

--- Zitat ---ABER: Solche Begrifflichkeiten wie "schlampig programmiert" bewegen sich einfach auf einer ähnlichen Ebene wie "does not Workplace" eines ... sagen wir ... äußerst erfolgreichen Bloggers.

--- Ende Zitat ---
Ich hatte Begriffe wie "eingeschränkte Funktionalität gebraucht", du hast das erste Mal "schlampig programmiert" verwendet.  ;)


--- Zitat ---Bei Iris wurde für die Zeit qualitativ gut programmiert. Sonst hätten sie nicht einen solchen Erfolg gehabt.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, ihr Erfolg beruhte auf ihrer Monopolstellung, da es kein vergleichbares Produkt gibt. Aber kann sein, dass ich da zu wenig Erfahrung habe, schliesslich kenne ich Notes erst seit etwa sechs Monaten...

Aber wenn wirklich alles immer wackliger wird, und die Türme immer höher in den Himmel ragen, besteht dann nicht die Gefahr, dass sie irgendwann einmal einstürzen, egal wieviel Mal sie bereits stabilisiert wurden? Irgendwann muss doch jedes System von Grund auf neu programmiert werden.


--- Zitat ---Das ist leider - wie du selber sagst - unrealistisch.
--- Ende Zitat ---
Wo habe ich das gesagt? Im Gegenteil, ich bin ein Befürworter des Neuanfangs in Notes. Weil es, wie gesagt, Microsoft mit Windows auch geschafft hat. Es wäre eine Investition in die Zukunft aber davor haben leider viele Manager Angst...

Glombi:
Verbessert mich wenn ich irre, aber wird Notes nicht von Grund auf neu oder zumindest in großen Teilen neu entwickelt? Das ist aus meiner Sicht für den Hannover Client nötig.

Auch in der Vergangenheit wurde etliches erneuert. So wurde von IBM die Datenbankstruktur neu entwickelt, was u.a. einen erheblichen Performancegewinn und eine bessere Stabilität brachte.

Auch die Notes-Formelsprachen Engine wurde neu entwickelt. Da gibt es hier auch einen Link zu  einem interessanten Beitrag des Entwicklers. In dem wird auch der Hintergrund beleuchtet, warum es manchmal "schlampig" programmiert ist.

Notes lebt, es ist keineswegs so statisch wie es hier dargestellt wird.

Andreas

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