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GEZ, der 1.April ist doch erst Morgen...?

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Mandalor:
@don Pasquale:

http://www.gez-abzocke.de/

-->Gehts noch?

Premiere kann man nur sehen, wenn man auch die Kohle dafür hinlegt, sollen Sie das doch auch mit den öffentlich rechtlichen so machen! Dann kann jeder selbst entscheiden! (könnte notfalls drauf verzichten)

Don Pasquale:
@Mandalor: Da bin ich nicht ganz Deiner Meinung.

Die Argumentationslinie war früher eindeutig, durch die Ausstrahlung per Antenne handelt es sich bei den öff-rechtlichen um ein meritorisches Gut. Vergleichbar einem Deich. ist er einmal da,
kann man keinen von dem Nutzen ausschliessen. Oder zumindest nicht ohne unvergleichlich hohen Aufwand.
Also muß jeder zahlen der technisch in der Lage ist ÖR Sendungen zu empfangen.

Beim Internet ist es anders: Zum Einen ist es fraglich, ob ich ÖR -Radio, ÖR -Fernsehen oder ÖR-Printnachrichten per Internet haben _muss_, und falls ja, ob es dort nicht möglich ist, diese entgeltlich anzubieten.

Es ist durchaus denkbar*, dass es Internetnutzer gibt, die ihren PC als DVD-Aspielmaschine nutzen oder per Flatrate permanent WoW spielen, aber eben keinen Fernseher haben und neben ihrem Compi kein
Fernseher brauchen.
[*Im Gegenteil, diese Gruppe halte ich für permanent wachsend.]

Diese werden nun GEZ-pflichtig und warum, wegen einer unverlangt eingesandten Sendung.

Genauso könnte die GEZ auf dem Marktplatz einen Lautsprecher aufstellen und jeden in Hörweite zur Kasse bitten.

Wenn ich umgezogen bin, hatte ich binnen 8 Wochen Frist einen schrieb von der GEZ. Falls hier jemand aus Sachsen ist und er KEINEN schrieb von der GEZ bekommen hat, möge er sich melden.

Die Erfahrung mit dem Finanzamt und den Bankanfragen, dem Lauschangriff und der Zahl der abgehörten Telefonate lehren mich, dass auch Behörden ihre Rechte bis zur Schmerzgrenze nutzen.

koehlerbv:
Wenn man dann noch bedenkt, dass die GEZ auch freiberufliche "Fahnder" beschäftigt, schüttelt es mich hier. Die Ergebnisse derartigen Vorgehens kann man ja oft genug lesen.
Öffentlich-rechtlich brauchen wir - gebührenfinanziert. Aber kann man den Schotter nicht gleich mit der Steuer abgreifen? Müssen dann auch noch wahre Unsummen für reine Vergnügensübertragungen wie die Bundesliga ausgegeben werden? Zig Millionen??

Der Spiegel nannte die GEZ "Stasi-Krake". Vor Gericht sind sie damit durchgekommen. Das sollte zu denken geben.

Bernhard

PS: Der GEZ muss man keine Auskunft geben, man muss keinen ihrer Vertreter in die Wohnung lassen und kann sich gerichtlich gegen das Auspionieren der eigenen Verhältnisse bei den Nachbarn wehren. Zahlen muss man aber doch (und sollte auch  ;))

eknori:
Gebühren per Steuer erheben ?? Gott behüte !!

Anfangs dienten die "Rundfunkgebühren" zur Absicherung der Produktionskosten. Damit sollte eine Grundversorgung, sprich Informationssicherheit, sichergestellt werden.
Die ÖR haben diesen Auftrag; koste es, was es wolle, aber der Bürger MUSS über ein RADIO-Empfangsgerät jederzeit über wichtige Dinge informiert werden können.

Irgendwann kam dann die Zeit der grossen Samstag-Abend Shows. Die kosten Geld. Flugs wurde das Rundfunkgebührengesetz geändert und die Gebühren auch zur Deckung der Produktionskosten solcher Sendungen erhöht. Ein nicht kleiner Teil kam einem holländischen Entertainer zu.

Irgendwann erdreisteten sich Privatleute die Kunst der Bild- und Tonaustrahlung zu nutzen. Die mussten zwar für die Lizenzen bezahlen, haben aber recht früh entdeckt, daß man mittels Werbung kostendeckend arbeiten kann.

Werbung gab es auch bei den ÖR, aber per Gesetz nur zu bestimmten Zeiten.  Die Einnahmen hielten sich also in Grenzen. Auch Holländer haben nach ein paar Jahren Berufstaetigkeit gerne mal mehr Geld. OK, also rauf mit den Gebühren.

Das kann man nicht ewig so betreiben; dazu kommen immer mehr gebührenbefreite Langzeitstudenten, Sozialfälle und Hartz IV empfänger. Auch die Zahl der radikalen Gebührenverweigerer steigt.
Der Rest reicht nicht mehr, um den eigentlichen Auftrag ( wir erinnern uns, die Grundversorgung der Bürger  ) sicherzustellen.

Paradoxerweise steigt aber trotz Hartz IV und sozialem Abstieg genau in diesem Umfeld die Zahl der "Rundfunkempfangsgeräte" .  Gebühren für ein einzelnes Gerät kann man nicht unbegrenzt erhöhen. Dann erhöhen wir doch einfach den Faktor der Gebühren. ... Genial. Die Auslese erfolgt automatisch; Randgruppen, die eh unter die GebührenBefreiung fallen, betrifft ds ja nicht. Also ist von dieser Seite auch kein Widerstand zu erwarten.

Bleibt also über, der Bürger, der schon immer seine Kohle bezahlt hat und nun auch noch für ein Autoradio bezahlen soll. Zumindest ich bin nicht in der Lage, gleichzeitg mein kleines Radio in der Küche und im Auto abzuhören.

Die spinnen, die Gesetzgeber ...

flaite:
Ich denke wir brauchen keinen gebührenfinanzierten öffentlichen Rundfunk.
Warum soll ausgerechnet das Medium Fernsehen (und zu einem geringeren Maße der Rundfunk) gegenüber anderen Medien wie Zeitungen/Zeitschriften und Büchern oder dem Internet begünstigt werden? Es existiert dafür kein Grund.
Die ganze Idee der Rundfunkgebühren entspringt einem altes, zentralistisches Modell, gemäss dem es einer moralischen Elite möglich ist, das Volk zu bilden. Wer glaubt an solche autoritären Opium-Träume?
Es wird immer einen Teil der Bevölkerung geben, der eine Art kritische Öffentlichkeit darstellt. Dies funktioniert aber mit werbefinanzierten Fernsehen genauso. Für die kritische Öffentlichkeit ist es  übrigens auch völlig egal, ob sie ihre Informationen von der BBC, dem MIT, Foxnews oder Radio Reloj aus Habana/Cuba bezieht, da die kritische Öffentlichkeit die Nachrichten entsprechend verarbeiten kann. Wichtig ist einfach nur, dass ein breites Spektrum an Stimmen verfügbar ist. Und das geht auch auf privaten Wege.
Ich meine: Durch die GEZ-Gebühren subventionieren wir letztlich fernseh-gucken als Tätigkeit. Egal wie umfangreich wir das tun. Wir zahlen immer das gleiche. Ohne Werbung zu bestimmten Zeiten machen wir diese "extrem sinnvolle" Art der Zeitgestaltung auch noch angenehmer.

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