Domino 9 und frühere Versionen > ND6: Administration & Userprobleme

Installation Cluster Server

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chris2212:
Hallo,

am Samstag soll unser Admin Server (6.5.5) auf neuer Hardware
installiert werden. Bei dieser Gelegenheit soll ein zweiter
neuer Server(6.5.5) als Cluster eingerichtet werden.
Da ich sicher gehen möchte das ich nicht ein kleines wichtiges
Detail vergessen habe, möchte ich hiermit um Unterstützung bitte.


Ich habe mir am Montag die bestehenden Domino Verzeichnisse
auf den neuen Server kopiert und im Test System den zweiten
Server installiert und mit dem Admin Server als Cluster hinzugefügt.

Die Cluster Replikation wurde über die zweite Netzwerkkarte mit
Crossover Kabel konfiguriert. Das funktioniert auch.

Zusätzlich habe ich noch Connection Dokumente erstellt, welche
regelm. das Verz. Mail und das Verz. mit den CRM Datenbanken
replizieren.

Alle Datenbanken die zwischen den beiden Server repliziert werden
sollen habe ich auf den Cluster Server über den  Admin Client als
Replik erstellen lassen.

Da ich im Test System keinen DNS Server habe, habe ich an den
Test Clients unter Windows (C:\WINNT\system32\drivers\etc\hosts
einen neuen Eintrag MeinClusterName (den ich halt im DD eingetragen habe)
mit der IP Adresse des zweiten Server hinzugefügt.

Das funktioniert, zumindest im Test System, auch. Wenn ich den Admin Server
abschalte, werden die Test Clients mit dem Cluster Server verbunden.


Jetzt meine Frage
gibt es beim erstellen eines Clusters spezielle notes.ini Parameter
oder Einstellungen die man machen muss? Oder wie kann ich vernünftig
Testen ob meine Konfiguration passt.

Ich weis die Art der Fragestellung ist "etwas" allgemein  ::)

Für jeden Tipp dankbar!

Gruß
Chris

MOD:

--- Zitat von: chris2212 am 15.02.06 - 16:19:42 ---Die Cluster Replikation wurde über die zweite Netzwerkkarte mit
Crossover Kabel konfiguriert. Das funktioniert auch.
--- Ende Zitat ---

Diese Option benötigt Einstellungen in der notes.ini. Du schreibst aber, dass es funktioniert und von daher wirst du die Einstellungen vorgenommen haben.

 ;D MOD

chris2212:
Hallo,

ja die Einstellungen habe ich vorgenommen.

Ich habe die Netzwerkkarte auf welche sich die Anwender
mit dem Server verbinden deaktiviert und über die Server Konsole
einen Agent in meiner Mail DB gestartet der an verschiedene Empfänger
Mails verschickt, nachdem die Mails zugestellt wurden, wurde die Cluster
Replikation auf dem Port TCPIPCluster gestartet somit sollte das passen.

Wie bereits gepostet meine Fragestellung ist hier leider "etwas" allgemein
aber es könnte sein das es bestimmte Einstellungen gibt auf die man besonders
achten muss.
Da dies mein erster Cluster ist den ich installieren muss, wollte ich nur sicher sein
das ich nicht etwas wichtiges vergessen habe, was für Admins die in diesem Bereich
bereits mehr Erfahrung haben eigentlich selbstverständlich ist das man das so macht.

Danke & Gruß
Chris

Christopher:
Du könntest die Cluster Parameter z.B. in ein Konfigruationsdokument eintragen:

z.B.

MAILCLUSTERFAILOVER=1
SERVER_CLUSTER_DEFAULT_PORT=TCPIP_CL

Hier habe ich mal noch ein paar Notizen vom Cluster Workshop bei IBM.


Cluster

Das Trennen von Appl.- und Mailservern ist seit jeher eine Empf. des Lotus Supports.
Max. 2000 Nutzer können auf einem Domino Srv. gehalten werden. D.h. dass auch in einem Cluster max. 2000 Nutzer gehalten werden können.
Eine Ursache für lange Wartezeiten beim Anmelden kann ein falsch konfigurierter DNS sein. Ein einmal bekannter Name wird beim Start von Notes bzw. beim Verb.aufbau per broadcast in Netz gesendet, die dann erfolgende Suche nach Namen belastet das Netzwerk.
Der im Cluster benötigte AdminP kann auch dann laufen, wenn im NAMES.NSF nicht "konsist. ACL" eingestellt ist. Lediglich der Adminserver des öff. Verz. muss als Manager eingetragen sein. Diese Einstellung muss auf allen Servern erfolgen, wo der AdminP gilt.
Der CalConn wird nur dann benutzt, wenn bei der "Freie-Zeit-Suche" auch Nutzer mit berücksichtigt werden sollen, die sich nicht auf dem Homeserver des suchenden Nutzers befinden.
Vor dem Aktivieren des Clusters die System-DBen aufzuräumen ist nicht sinnvoll. D.h. eine Reduzierung der redundanten System-DBen bringt nichts außer dem Verlust an Verfügbarkeit bei Ausfall eines Servers.
Der Cluster-Admin.-Proz. ist nur beim Aktivieren, Neu-Aufsetzen des Clusters zu sehen, danach wird er nicht mehr gestartet. Es ist also kein Fehler, wenn der Prozess in der Taskliste nicht mehr zu sehen ist.
Netzwerk: Besser ist ein Aufbau über Switches als ein Aufbau über Hub-Topologie.
Eine zweite Netzwerkkarte in jedem zum Cluster gehörenden Server ist definitiv erforderlich. Die Cluster-interne Komm. (Repl. und Überprüfungsroutine) sollen das "normale" Netzwerk (private network) nicht belasten.
Einstellungen nicht mehr in der NOTES.INI vornehmen, sondern immer in der Serverkonfig.-Dok. - dazu Idee von Siegfried Kuske und mir: bei Registratur eines Servers automatisch ein Serverkonfig.-Dok. anlegen. Dann kann ein SrvAdmin immer diese Einstellungen von seinem Arb.pl. aus erledigen und muss nicht mehr die NOTES.INI am Server bearb.

NOTES.INI-Einstellungen:
TCPIP= 0,15,0
TCPCL= 0,15,0
Server_Cluster_Default_Port=TCPCL
; für Überprüfungsroutine auch das interne Netzwerk verwenden
Server_Cluster_Probe_Port=TCPCL
; Failover-Wert setzen (keine Verfügbarkeit bei x%)
; auf <= 30 setzen
Server_Availability_Threshold=30
; wenn in Serverdok. im Verz. bei den Netzadressen die IP-Adr.
; korrekt angegeben sind, sind die beiden folgenden Eingaben
; nicht erforderlich
TCPIP_TCPADRESS=???.???.???.???
TCPCL_TCPADRESS=???.???.???.???
; Fehlerquelle der Work Queue in einem Cl.
; max. 10 Einträge sind mgl.,
; daher grundsätzlich mehrere Cl.-Repl. eintragen
; Vorgabe: mindestens zwei bzw. n - 1
; bei n=Anzahl der Server im Cluster
ServerTasks=...,Cldbdir,ClRepl,ClRepl
; zusätzliche Protokollierung der Cl.-Repl. (0 - aus, 1 - nein)
RTR_logging=1
; Anzahl gleichzeitg zu erledigender Transaktionen (siehe weiter unten Verfügbarkeitsindex)
SERVER_TRANSINFO_NORMALIZE=...

Sonderserver (z.B. Gateways) sind nicht mit in Cluster zu integrieren.
Bei der Mail-DB-Verteilung (Neuverteilung der Nutzer auf die Cluster-Server) muss jede ACL nachgepflegt werden - großer Arb.aufwand für Admin. - Die von Anfang erfolgende Eintragung einer Gruppe der zum Cluster gehörenden Server SERVER wird empfohlen.
Problem bei Verarbeitung von Kalendereinträgen Serverfehlermeldung, wenn Schedule-Task läuft: Wird in einer Mail-DB ein Kal.profil-Besitzer umbenannt, so dass diese Identität im Verz. nicht mehr auftaucht, können die unter dieser Identität eingetragenen Kal.-Einträge einer Mail-DB nicht verarbeitet werden.
Idee: diese neue Identität als zusätzl. Eintrag im FullName-Feld des Pers.Dok. aufnehmen (lassen).
Partitionierte Server: man kann max. 11 partitionierte Server auf einer entspr. leistungsstarken Maschine aufsetzen.
Auslesen von Statistiken am besten anhand des Admin Clients. Erzeugt werden die Einträge im log und im eventlog, aber die Aufbereitung im Admin Client ist besser lesbar.

chris2212:
@Christopher: Vielen Dank !!

Hallo,

vielen Dank für die bisherigen Informationen!

Betreffend der Cluster-Replikation über eine getrennte
Netzwerkkarte hätte ich noch eine Frage.

Auf dem zweiten Server habe ich, wenn ich mir in der Console
mit Show User die aktuell angemeldeten User anzeigen lasse,
45 Verbindungen für den Admin Server zwar auf verschiedene
Ports aber dennoch 45 Verbindungen.
Ist das normal oder hab ich da was falsch gemacht?

Danke & Gruß
Chris

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