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Podcasts - wirklicher Nutzen oder nur Hype ?

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eknori:
Nachdem ich mir die Podcasts von Bruce Elgort, Julian Robichaux und Ben Poole angehört habe, frage ich mich, ob so ein lockeres 10 - 15 min. Geplauder wirklich einen Nutzen haben kann, oder ob es sich nur um eine " neue Mode handelt ".

Was meint ihr zu dem Thema ?


flaite:
Wie früher auf der Uni.
Man mußte ja nicht zu den Vorlesungen gehen, aber manchmal kapierte man Zusammenhänge schneller, wenn man da hinpilgerte.
Hängt auch mit der Tiefe des Vortrags zusammen.
Nehmen wir an ein Typ namens Eric Evans hat ein tiefes, wahres Buch geschrieben.
Ich hab das gelesen und schau da öfters mal rein.
Und ich hab von dem einen Vortrag.
Dann verstehe ich das besser, was Eric Evans sagen will.
Ohne jetzt elitär wirken zu wollen. Julian, Bruce und Ben sind nicht dumm. Aber das ist eben nicht: Da ist ein Typ, der arbeitet seit 20 Jahren an großen Projekten. Der hat ein Buch geschrieben. Der hatte sehr gute technical Reviewers und wirklich etwas zu sagen.
Das funktioniert bei mir nach dem Motto: Repetition is the mother of true mastership (oder wie das heisst). Der Vortrag ist eben ein gutes Begleitfeature zum Buch.

Ich kenn ja Julians Webcasts. Damit versteht man nicht, was Webservices sind. Das muß man schon selbst anhand von Beispielcode und Literatur erruieren.

Mir bringts auch mehr, wenn das audio-Zeugs mit Präsentations-Slides oder einem Film des Vortrags unterlegt wird.

Was mich an Julian ehrlichgesagt genervt hat: Sagen wir 75% der audiovisuellen Java Präsentationen im Web sind sehr kritisch.
"The industry says... but"
"That simply does not work"
Bei Julian war einfach zu viel. "Its great".
Jeder Vortragende hat vielleicht 6 Kernthesen, die allerdings ziemlich komplex sind.
D.h. die Vortrage wiederholen sich auch.
Die haben sich aber jahrelang mit dem Thema beschäftigt. Julian ist aber bei Webservices mit Verlaub ein ziemlicher noob. Ich übrigens auch. Nur weil ich damit schon mal ein Projekt gemacht habe, bin ich dadrin kein wirklicher Experte wie Eric Evans ein Experte für große Enterprise Projekte ist.

Fazit: Es ist nich das Medium, sondern wie man damit umgeht.

Ich bin aber auch Anhänger der These, dass diese Industrie komplexer wird und dass es so sein muß, damit wir die nachgefragten Qualitäts- und Effizienzstandards erreichen.
Für mich steckt in jedem Hype auch immer ein bischen Wahrheit, dass man in seine eigene Arbeit integrieren kann.

Gruß Axel

flaite:
Ausserdem gibts im Javabereich noch was, dass wie ein vollwertiges Radio-Programm aussieht (http://www.javaposse.com/, auch noch nicht gehört). Und Tonnen von animierten Präsentationen (für sowas wie Eclipse z.B. sinnvoll, Audio-Präsentationsslides, etc.
Es löst natürlich nicht alle Probleme, ist aber eine sinnvolle Bereicherung. Vor allem ist es oft halt kritisch. Und solche Kindergarten-Argumente wie "Webservices is cool, you can tell your developer friends" würde die aggressive Zuhörerschaft eh nicht durchgehen lassen.

Gandhi:
Also ganz ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Podcast über technische Dinge mir etwas bringen wird (bzw. besonders viel). Ich bin sehr visuell orientiert und Technik an sich ist ein sehr visuelles Thema.
Wie will man dort zum Beispiel Code unterbringen (der mich mehr lehrt als tausend Worte)? Vorlesen? Wohl kaum.

Zu allgemeinen Themen kann ich es mir aber sehr gut vorstellen. Audiobooks liebe ich ja geradezu. So etwas ist ideal um zum Beispiel die durchs Autofahren verlorene Zeit zu nutzen.
Eine Auseinandersetzung mit einem politischen, philosophischen etc. Thema kann ich mir sehr gut vorstellen - aber gar nichts mit Technik, Zahlen oder Mathematik.

flaite:
naja. Es kommt drauf an. Ich hab jedenfalls jetzt einen Doppler podcast client, der mir die Teile automatisch besorgt.
Den Javaposse Podcast finde ich schon interessant. Bei den Domino-Podcasts müssen sich die Leute einfach besser vorbereiten. Bestimmte Sachen, die Ben Poole gesagt habe, fand ich schon interessant.
Absoluter Kult-Podcast bisher: Cedric Beust Interview in Javaposse (nr. 12). Cedric Beust denkt einfach schnell.
Ich lese sowieso schon mehr als genug und gewisse Dinge lassen sich per Audio ganz gut vermitteln.
OReilleys Podcasts sehen auch vielversprechend aus:
http://www.oreillynet.com/podcasts/

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