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Lagerhaltung: Lotus oder Access?

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cauchy:
Guten morgen miteinander,

würdet ihr eine Lagerhaltung eher in Lotus oder in Access realisieren. Ich weiss, dass da Access sich besser eignet, aber wir machen fast alles in Lotus und nun will ich dran festhalten.

Prinzipiell sollen nur Warenein - und ausgänge festgehalten werden und einmal im Monat brauch ich nen Stockreport (am besten per Knopfdruck).

Z.Z. sind es so gut 1000 Teile, die verwaltet werden müssen.


Hat da jemand Erfahrung oder nen Tipp. In der Suche gibts nur 3-4 Threads...  :(

Thomas Schulte:
Ich hab so etwas mal geschrieben so richtig mit Eingangsbuchung, Ausgangsbuchung und Umbuchung. Das geht schon wenn man ein paar Sachen beachtet.
Wichtig ist hier das man auf gar keinen Fall versucht die RDBMS Sturktur 1 zu 1 auf die Notes Datenbank zu übertragen. Was ich heute auch anders machen würde als damals ist, das ich für die Masken Front und Backend Klassen anlegen würde in denen die ganze Logik des Buchens eingetütet wird.
In der Struktur würde ich ein Basisdokument aufbauen und alle Bewegungen als Bewegungsdokumente mitführen. Inventurpunkte musst du auch setzen und jede Nacht den Lagerbestand neu aufbauen lassen für den Fall das Tagsüber bei der Verarbeitung der Lagerbewegungen etwas schiefgegangen ist.

flaite:
Gegenmeinung (muß nicht diskutiert werden)
Weder noch. (Access ist keine gute Relationale Datenbank).

Ich würde in der Persistenzschicht auf jeden Fall eine Relationale Datenbank verwenden (openSource: Posgres oder kommerziell: DB2, Oracle, MS-SQL Server).

Du kommst bei so einem Programm leicht in Bereiche, in denen Notes bei aller Liebe nicht so gut bestückt ist:
- Transaktionen
- Reportgenerierung

Und dann fängt man sehr schnell mit kruden Workarounds an und das kann dann leicht im Chaos enden.

Notes ist ein Groupwaretool. Eine Lagerhaltungsanwendung ist keine Groupwareanwendung.
V.a. weil es zu solchen Aufgabenstellungen z.B. im Javabereich recht gute openSource Lösungen existieren. (z.B. http://www.compiere.org/)
oder: http://www.roseindia.net/opensource/erpcrminjava.php

Da sollte man wirklich eine Menge Eigenentwicklung sparen können.

Axel

Ayel

Wilhelm:
Hallo,

ich bin auch der Meinung, man sollte versuchen die Anzahl der verschiedenen Systeme nach Möglichkeit zu begrenzen. Axel hat sicherlich recht, das das Notes und auch das Access mit großen Lageranwendungen ziemlich überfordert sein werden. In so einem Fall würde ich mich auch in relationales Fahrwasser begeben.
Aber bei 1000 Teilen sollte Notes prinzipiell in der Lage sein, damit klarzukommen.
Maßgebend ist hier aber, um wieviele Buchungen es sich handelt. 1000 Teile können 3 Buchungen oder auch 1,5 Millionen Buchungen pro Monat nach sich ziehen. Da muß also zuerst die genaue Anforderungslage analysiert werden.
Genau wie Thomas würde ich auch die Finger davon lassen, eine relationales Modell im Notes nachzubilden.

Denkbar wäre aber zum Beispiel eine Mischumgebung in der Notes als Frontend agiert und die Daten z.B. aus einer DB2-Quelle o.ä. holt. Aber - wie gesagt - das hängt von der genauen Anforderungslage ab.

Gruß

Willi

flaite:
Gentlemen,

ich mein das nicht nur rein mengenmässig, sondern auch von den Features.
Mit Transaktionen in RDBMS habe ich die Möglichkeit mehrere lesende und schreibende Zugriffe auf das RDBMS in einer unteilbaren Transaktion zusammenzufassen. Falls irgendwo was nicht läuft, gibts ein Rollback und die RDBMS bleibt im Ursprungszustand. Das gibts bei Notes einfach nicht und ist bei solchen Anwendungen schnell sehr wichtig. Man kann es noch nicht mal 100% nachprogrammieren.
 
Ausserdem sind da noch folgende Features von RDBMS zu nennen:
- Datenintegrität bei gleichzeitigen Zugriffe (das Zeug mit den Transaction Issolation Leveln).
- Referentielle Integrität
- Querys haben wesentlich mehr features (group by, having und so Zeug)
- sehr leichter Zugriff von anderen Programmen
- sehr ausgereifte Reportingtools (kommerziell und openSource)
- strenge Typisierung
- bessere Datentypen fürs Rechnen
- sehr ausgereiftes backup/recovery

Ein gewisser Typ Java-Entwickler spricht auch manchmal gerne von Objektdatenbanken, die angeblich so viel besser als Relationale Datenbanken sind. Die Menschen haben es einfach leider noch nicht erkannt. Das ist aus meiner Sicht genau der gleiche Unsinn wie zu meinen, man sollte alles mit Notes machen.

Axel

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