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Weltuntergang oder Überdramatisierung der Medien

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ata:
... zu dem Thema gibt es ein altes babylonisches Gedicht, daß über 3000 Jahre alt ist - es liest sich wie ein aktuelles Gedicht - auch damals ging es allen furchtbar schlecht und die Welt stand - wie immer - am Abgrund...

Zudem lässt sich mit Horrormeldungen mehr Umsatz machen - siehe das Blatt mit den 4 Buchstaben...

Zur Ölkrise in den 70er Jahren war man sich sicher, daß es im Jahr 2001 kein Öl mehr gibt und die Welt in einem Chaos versinken würde...

Ich denke jeder muß hier seinen Weg finden - ich bin kein Verschwender im Übermaß - aber vor lauter Depression sollten wir das Leben nicht verlernen - ich richte mich nach positiven Erlebnissen - meide das Blatt mit den 4 Buchstaben, daß mir tagtäglich die Schlechtigkeit und Ungerechtigkeit vor Augen führt und lebe durchaus glücklich - was die Zeit mir eben so zulässt - und versuche verantwortlich mit Resourcen umzugehen...

Bezüglich Autofahren zum Notes-Treffen - es gab auch schon Fahrgemeinschaften zu solchen Treffen ...

Toni

pd:
So einen Vergleich wollte ich hören :-)

Kann man auch sagen, dass die Rahmenbedingungen ähnlich waren?


Gruß ins Nachbarländle

Patrick

Gandhi:
Jetzt will ich aber auch das alte Babylonische Gedicht lesen (am Besten nicht in Keilschrift, sondern übersetzt) ;D

Das Leben war hier noch nie besser, als im Moment. Der Reichtum reicht für alle - evtl. muss er sich etwas verteilen.

Was die Zukunft bringt ist ungewiss - was keineswegs heißen soll, dass man sich keine Gedanken hierum machen sollte - aber man sollte auch auf keinen Fall vergessen, dass das Leben an sich schön ist und sich die Laune nicht ständig vermiesen lassen.

Die Menschheit hat ansonsten bereits bewiesen, dass sie recht anpassungsfähig ist - und sich auch an neue Situationen gewöhnen wird.

Ein Wort des Trostes an alle Autofahrer hat ein arabischer Minister losgelassen:
Die Steinzeit ist ja nicht durch einen Mangel an Steinen beendet worden.
Heute heißt das: Iter wird gebaut - alles wird (hoffentlich gut). Müssen wir nur noch 30 Jahre warten.....
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,362713,00.html

Das ist die gute Nachricht dieser Woche - irgendwie komisch, dass das kaum jemand bemerkt hat....

pd:
Naja, vielleicht sollte man sich abends nicht nur auf die Privaten Sender beschränken...war vielleicht mein Fehler...

Patrick


Iter könnte ja eine endlose Tankstelle für alle E-Mobile sein. Oder die neue Rentabilität von Elektroheizungen, um wieder Öl zu sparen.
Ist ja ein wahrer Lichtblick. Allerdings muss ich wahrscheinlich vor 2015 ein neues Auto kaufen... Naja, das ist dann vielleicht schon Hybrid, oder zumindest dann das darauffolgende Auto... Bleibt abzuwarten was die Umweltschützer machen

Marinero Atlántico:
Es gibt und gab nie eine Welt ohne Probleme. Die ersten Christen inklusive Jesus hatten übrigens auch eine sogenannte millenaristische Weltauffassung. Dh. die Reiter der Apokalypse sind real und das jüngste Gericht steht kurz bevor.
Globale Probleme? Naja. In einer Menge von Schwellenländern sind die Erwartung auf und das Leben in Wohlstand für eine wachsende Mittelschicht größer als vor 20 Jahren.
Die bekannten Ölvorräte reichen auch länger als die bekannten Ölvorräte vor 20 Jahren. Der Punkt ist einfach, dass die Nachfrage zunimmt, da mehr Menschen an der Weltwirtschaft partizipieren. Dieser Prozess begann übrigens für so Länder wie Chile, China, Indien, Polen und Tschechei komischerweise 10 Jahre nachdem sie eine Kehrtwende zu einer WiPol hin zu dem vollzogen, was bestimmte feine Leute Neoliberalismus nennen  (do not discuss).
Wir haben in den Terms of Trade Rohstoffen / Fertigwaren zur Zeit eine Verlagerung dazu, dass insgesamt quasi alle Rohstoffe relativ zu Fertigprodukten teurer werden, da einfach die Produktion der Fertigwaren wg. zunehmenden Abnehmern ansteigt. Das ist schon seit ca. 24 Monaten so. Ich verfolge den Kupferpreis. Ob das so bleibt steht auf einem anderen Stern. Es werden ja nun Raffierien gebaut, Kupferminen werden erschlossen, etc. etc.

Wir sollten einfach lernen mit mehr Zuversicht und Flexibilität auf diese Dinge zu reagieren.
Mein Opa väterlicherseits hat seinen Vater als 7 jähriger im WKI verloren.  Seine Mutter hat die 4-köpfige Familie alleine durchgebracht. Danach kam 1 Hyperinflation, 1 Weltwirtschaftskrise, Faschismus (für ihn als Kommunisten keine besonders angenehme Zeit) und 1 Krieg, den er aber schlauerweise mit dem Reparieren von U-Booten und gemäß eigenen Erzählungen mit dem Singen von Sozialistischen Kampfliedern in Deutschen Bunktern verbrachte.
Für meine Oma mütterlicherseits hat die tolle Idee mit dem Nationalsozialismus damit geendet, dass sie im Herbst 44 mit 3 Kindern auf einem gummibereiften Pferdefuhrwerk durch Flüsse in die Tschechei floh, nach Schlesien zurückging, dort Zwangsarbeit leisten mußte (und vermutlich schlimmeres), um dann endlich im Ruhrgebiet gemeinsam mit ihrem Mann und ihren 3 Kindern ein neues Leben aufzubauen. Ihr Mann - den ich nie kennenlernte - arbeitete fortan klaglos als einfacher Arbeiter in einem Wasserwerk, obwohl er Abitur hatte und lange Jahre Besitzer eines nicht kleinen Hofes war.

Also bitte. Nun ist diese falsche Sicherheit nicht, die mir so lang vorgegaukelt wurde.
Der true intelectual und ehem. amerikan. Finanzminister R. Rubin identifizierte Demographie, Überbürokratisierung und mangelnde Flexibilität des Arbeitsmarktes als die wirklichen Probleme Deutschlands und ich kann dem nur beipflichten. Bei Demographie bist du ja mit deinen 2 Kindern ein positiver Faktor.

Axel

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