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Hannover: Notes/Domino RNext (nach R7) [mit Screenshots]
TMC:
Und hier noch ein Word-Dokument, das so nie veröffentlicht werden sollte:
HannoverExternalFAQ.doc
Ist eine Draft-Version einer FAQ. Die gelöschten und überarbeiteten Teile sind dank MS Word Korrekturfunktion voll sichtbar ;)
Z.B.:
--- Zitat ---Q: Microsoft has announced support for mobile access and VoIP in Outlook/Exchange 12. Will “Hannover” work on Mobile devices or provide VoIP integration?
A.: HV I think we have to say yes here but we need to know if this is OK meaning the mobile piece hasn’t been our strong point and we’ve moved away from supporting Workplace stuff via the Workplace Client Technologies and letting the pervasive team assist but we still have traditional tools on the N/D side.
--- Ende Zitat ---
Marinero Atlántico:
Ich habe jetzt bestimmt 3 Heise & IBM sucks rants zwischendurch geschrieben und gelöscht.
Ich hoffe es ist sachlich genug
(
<very_Offtopic>:
Ich hab dieses WE ein ziemlich hohes Agressionspotential, weil:
a) mir eine von mir programmierte Forschungsanwendung mir auf sehr frustrierende Weise zeigt, wie wenig ich eigentlich von einem vernünftigen Design einer auf RDBMS-Daten beruhenden Objekt-Anwendung weiss. Nicht einfach, wenn man eine vernünftige Performance erreichen will.
b) ständiger Es-ÜberIch-Konflikt: Nein Axel, du spielst jetzt nicht noch ein Go-Match auf dem beiden Servern, auf denen ich inzwischen aktiv bin. Programmier lieber oder bügel die mindestens 4 Hemden für die nächste Woche oder räum auf.
</very_Offtopic>
)
Meiner Ansicht nach fungiert Heise als reiner Stichwortgeber und ist zu wenig investigativ. D.h. derjenige, der das Interview führt, fragt überhaupt nicht nach. Zumindest wird durch die Lektüre solcher Interviews verständlich, warum aus meiner Perzeption viele Leute wirklich nicht inhaltsfreie Begriffe wie Container und Komponente als reine aufgeblasene Buzzwords ansehen.
Als Beispiel nehme ich das folgende Frage/Antwort Paar:
--- Zitat ---c't: Bauen Sie jetzt Eclipse in Notes ein oder ist das nicht anders herum zu sehen? Eclipse ist ja schließlich selbst ein Framework.
Goyal: Sie meinen, was ist Container und was ist die Komponente? Das wissen wir noch nicht sicher. Soll eine Ansicht eine Notes-Ansicht und Eclipse der Interaktionsmechanismus sein oder soll Eclipse die Ansicht zeigen und Notes liefert die Daten? Beides ist möglich. Das Team arbeitet an beiden Lösungen. Das Resultat ist das Wichtige: Sie werden bestehende Notes-Anwendungen unverändert laufen lassen können.
--- Ende Zitat ---
Was genau ist hier gemeint? Warum wird von dem c'T Journalisten nicht nachgefragt, was genau Goyal hier als Container und was als Komponente versteht.
Meine Hypothese:
Man will auf jeden Fall einen auf xml/Webservices basierenden Ansatz für den Austausch der Daten nehmen. Also quasi das Ende von Notes Remote Procedure Call.
Noch nicht klar ist, ob die Notes Objekte in Hannover als reine Java Objekte vorliegen oder ob die Java-Schicht weiter als ein dünner Java Native Interface (JNI: Möglichkeit auf C-Code von Java zuzugreifen) Wrapper implementiert ist. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass letzteres eine Menge Probleme mit Java Garbage Collection bringt, die zuminest aus meinen Vorstellungen von Java Garbage Collection nicht einfach auflösbar sind.
Auch Portal ist so eine Sache. Warum wird da nicht mal nachgehakt, warum es auf der JavaOne Konferenz nächste Woche offenbar keine Präsentation zu dem Thema Portal gibt und was er damit genau meint.
Auf diese Weise wird jedenfall dem IBM Management eine Plattform gegeben, wo die ein paar nicht näher erläuterte Buzzwords verkünden kann, ohne dass der Leser informiert oder aufgeklärt wird.
Ich gehe soweit zu sagen, dass dieses Interview aufzeigt, wie weit sich einige Teile des IT-Journalismus von den Anforderungen eines investigativen Journalismus in einer offenen Gesellschaft entfernt haben.
Kopf-Arbeiter sind innovativ und erzeugen neue Konzepte/Implementierungen. Zur Beschreibung derselben generieren sie mit nicht geringer Sorgfalt Fachbegriffe. Das Marketing geht nun her, befreit diese Fachbegriffe von Kontext, schüttet sie in einen Eintopf und rührt einmal um.
Dies mag in den wesentlich optimistischeren 90ern ein Erfolgsrezept für Marketing gerade in der IT-Branche gewesen sein. Heute würde ich selbst das - abgelöst den fachlich-ethischen Aspekten (s.o.) - anzweifeln.
Axel
Onkel ToM:
--- Zitat von: Marinero Atlántico am 26.06.05 - 11:12:43 ---Der sich in letzter Zeit auf EdBrill.com kritisch äussernde Volker Weber könnte sich mal überlegen, ob er nicht mal mit den Verlag, für den er schreibt, reden könnte. (falls das Interview nicht von ihm ist).
--- Ende Zitat ---
Das Interview ist von Volker Weber (jedenfalls steht sein Name über der Überschrift).
heini_schwammerl:
Prinzipiell solltest Du das Volker Weber ruhig mitteilen. Er kommt hier normalerweise nicht vorbei.
Wenn es so ist wie bei den Steve Mills Interviews dann habe ich ein gewisses Verständnis. Solche Interviews laufen doch ab wie Diplomatenkonversation.
Unerwünschtes wird nicht gefragt, der Fragenkatalog ist eng eingegrenzt und das Interview muß hinterher abgenommen werden.
Und wer unbequem fragt, hat zum letzten Mal gefragt. Keine gute Ausgangsbasis wenn man zukünftig bei IBM Events auch gesponsort dabei sein möchte. Im übrigen sind Volker Weber und Ed Brill Freunde. Wer da was auf welchem Blog posted kann man durchaus als abgesprochen erachten (ein bißchen Show muß ja schließlich auch sein).
Zum Thema an sich. Schaut hübsch aus aber was ist daran Notes?
Ich würde es ehrlicher finden wenn man das ganze auch als das verkauft was es ist. Workplace Rich Client 3.0 mit der Möglichkeit Notes Datenbanken zu integrieren.
Und statt rumzueiern mit "Weiß ich nicht" sollte man dem Kunden endlich klar machen, das man mit Formel, LotusScript und dem Domino Designer auf dem Leistungsstand von Notes 6.5 eingefroren wird und wahrscheinlich noch mit Notes 10 ein @DBColumn nicht mehr als 64 kB Daten zurückgeben wird. Das gehört nämlich auch zur Wahrheit dazu und dann würden sich hoffentlich auch mehr Leute mit der neuen Architektur befassen (oder eben nicht).
Marinero Atlántico:
done:
--- Zitat ---
Sehr geehrter Herr Weber,
ich habe ihr Interview mit Ambuj Gobal (oder wie der heisst) gelesen und war mild ausgedrückt etwas schockiert bzgl. Form und Inhalt dieses Interviews.
Dies hab ich in ein vielgelesenes Notes Forum gepostet. Keine Ahnung, ob Sie das interessiert. Da ich schon so eine Kritik geäussert habe, möchte ich Sie wenigstens informieren.
Ich kenne Sie nicht und es ist auch kein persönlicher Angriff.
Es ist aber nur wirklich so, dass ich die Art von Journalismus, die ich in diesem Interview zu erblicken meine, für etwas fragwürdig halte.
http://www.atnotes.de/index.php?topic=23730.0
Mit freundlichen Grüßen
Axel Janßen
--- Ende Zitat ---
Es ist auch kein persönlicher Angriff. Ich kenne diesen Menschen nicht. Nur wie gesagt halte ich solche Interviews für überhaupt nicht förderlich im Sinne der Schaffung einer informierten User-Community für das Produkt, über das gesprochen wird. Und angesichts der realen Konkurrenz von Produkten wie .NET, Zeugs von Oracle und JBoss sehe ich in dieser Art von Informationspolitik noch deutlich Potential für Verbesserung.
Im übrigen stimme ich quasi völlig mit dir überein. Es macht Sinn sich mit diesem Zeugs zu beschäftigen. Manchmal führt das Beschäftigen mit nur teilweise verstandenen Sachen direkt in "an astounding state of nearly total inproductivity". Ich z.B. gerade, der sich zum 756. mal in der Auswahl des korrekten Mittels einer ibatis-with-spring basierten RDBMS Integration verheddert und gerade mal wieder ein "bombensicheres" Feature des "smarten" selbstgedrehten Objekt-Caches abbaut und das mit einem komplexeren SQL Statement löst. Mal schauen, was das dann für Überraschungen bereithält. ;D
Das Problem mit der 64k Grenze wird dadurch verschlimmert, dass sich leider manche Frohnaturen sich nicht mal die Mühe machen, dort einen workaround zu programmieren, wo es absolut Sinn macht und stattdessen die "Notes kann das nicht"-Karte ziehen. Wie ich leider in einem Projekt letzte Woche festgestellt habe.
Wg. solcher operativen Projektschwächen kann man aber nicht darauf schliessen, dass Notes - wenn nur richtig eingesetzt - für alles die bessere Lösung liefert. J2EE ist schon ziemlich gut und wird immer besser.
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