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Größere Notes-Anwendung planen?

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jr:
Hallo,

es ist sehr schwer, auf dieses Thema allgemeine Antworten zu geben. Ich denke, dass hier jeder seinen eigenen Weg gehen muss. Und was für den einen das Alleinseligmachende ist, kann für den anderen als absolut nutzlos angesehen werden.

Wenn man mit einer Methode klar kommt und damit glücklich ist, dann sollte man auch dabei bleiben, wenn man es kann. Oftmals sitzt da aber noch der Chef dazwischen, der hier genaue Vorgaben verlangt. Deshalb ist es sicher nicht verkehrt, wenn man auch die anderen Möglichkeiten kennt.

Wie oben geschrieben mache ich seit etwa 20 Jahren Projektarbeit und habe da verschiedene Ansätze kennen gelernt. Als Bereichsleiter Lotus Notes einer großen Discount-Kette habe ich dann damals ganz genaue Anforderungen an meine Mitarbeiter gehabt. Als ich dann das Unternehmen verlassen habe, hat mein Nachfolger einen komplett anderen Ansatz verfolgt und heute hat das mit dem was ich damals gemacht habe nicht mehr viel gemeinsam. Die Mitarbeiter sind aber die gleichen geblieben und die mussten sich dann halt entsprechend umgewöhnen.

Seit vier Jahren bin ich jetzt selbständig und habe dadurch den Vorteil, dass ich mir meine Regeln selbst auferlegen kann. Dass aber auch dies nicht das Optimum darstellt habe ich dann gemerkt, als ich einen weiteren Entwickler eingestellt habe, der dann plötzlich wieder ganz andere Ideen hatte.

Um das Ganze noch einmal auf den Punkt zu bringen: Man sollte über die verschieden Projektentwicklungsansätze bescheid wissen und für sich den Optimalen heraussuchen. Mit der Zeit wird man seinen eigenen Stil bekommen. Tipps von Kollegen sind da sicher hilfreich, aber eben immer nur Tipps.

Gruß,

Joachim

Marinero Atlántico:
Ich finde das grundsätzlich von Leuten, die OO mehr von aussen betrachten viel zu viel Wert auf die OO-Analyse gelegt wird und zu wenig auf OO-Development.
Und weil sie dazu tendieren zu glauben, man müßte da grundsätzlich irgendwelche gewaltigen Domain Models modellieren, versuchen sie es nicht.
Man kann sowieso nur Klassen modellieren, wenn einem wirklich klar ist, wie man das programmiert.

Semeaphoros:
Das stimmt, ist eigentlich nicht nur in OO so. Erst wenn man eine Ahnung von den angestrebten "Mechanismen" hat, ist man überhaupt in der Lage, etwas so zu modellieren, dass es dann am Schluss auch Chancen hat, zu funktionieren.

Simon Dotschuweit:
Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten!

Ich bin jetzt gerade beim Klassendiagramm und hätte da gleich mal eine Frage, macht es Sinn, alle Felder aus dem Dokument in der Klasse mit Setter und Getter Methoden abzubilden?

@Semeaphoros: Ich hab mal in deine beiden Beispiel DBs geschaut und da machst du da nicht so, kann daraus entnehmen, dass es unsinnig wäre und man lieber direkt auf die items im dokument zugreift?

animate:
bist du in Analyse oder Design?

Im Analysediagramm würde ich alle Felder als Attribute der Klasse modellieren.

Im Design kann ich das nicht so pauschal sagen. Spontan würde ich eine Aggregation von der Klasse zur NotesDocument-Klasse vorschlagen. Die NotesDocument-Klasse bietet schon Methoden an, mit denen du Feldwerte auslesen und setzen kannst.

Ferner würde ich eine Klasse/ein Modul erstellen, das die Feldnamen als Konstanten hält. Dann kannst du in der Anwendung über NotesDocument-Obkjekt und Konstanten auf die Feldwerte zugreifen.

Wie gesagt, in meinen Augen kann das Design unterschiedlich aussehen, je nach Bedarf.

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