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Steuererleichterungen in der Praxis...

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Marinero Atlántico:
Wie man schon am Namen hört, ist McKinsey nur in Deutschland aktiv.  ;D
Leute,
Wie viele Arbeitslose gibt es in Großbritannien?
Wie viele Arbeitslose gibt es in den USA?
Wie viel Arbeitslose gibt es in Deutschland?
Aus gut unterrichteter Quelle habe ich gestern erfahren, dass 7.2 Mio Menschen hierzulande Unterstützung von der Bundesanstalt für Arbeit erhalten. DAS IST NICHT NORMAL.  >:D

Und klar da ist McKinsey dran schuld. Weil die agieren ja nur in Deutschland.
Patrick: Wie du sicher in deiner Bankausbildung gelernt hast, sagt der gegenwärtige Gewinn nicht unbedingt etwas über die Zukunftsaussichten des Unternehmens aus. Da spielen noch eine Menge weiterer Faktoren eine Rolle. Bei VW und bei Mercedes PKW konnten wir alle erleben, wie dort Gewinne sehr schnell zusammenschmolzen.

Hier wird sich einiges ändern und sicherlich muß auch die Führung ein bischen besser werden und ich bin da mittelfristig relativ zuversichtlich.

Tut euch bitte selbst den Gefallen und kauft euch manchmal die einschlägigen Mags wie Capital oder The Economist, Financial Times Deutschland oder das Handelsblatt.

Wie ich gestern erfahren habe, hat Agfa Insolvenz angemeldet und der neuen Bayer Chemie geht es auch sehr, sehr schlecht.
Wenn man für all diese Dinge einen Schuldigen hat: Shareholder Value oder McKinsey, dann braucht man auch nicht mehr drüber nachzudenken. Dann ist der Fall ja gelöst.

Axel

pd:
Eigentlich ham wa sowas nicht gelernt. Ich les deshalb auch regelmäßig unregelmäßig das Handelsblatt und im Urlaub mal FAZ (ich verstehe nicht, wie man das täglich lesen kann...ist ja ein fulltimejob)

Klar ist es nicht repräsentativ, aber die beschriebenen vergangenen Jahre in diesem Fall sahen ja konstant recht intressant aus. Das Ergebnis in % wär halt noch intressant.

Ob die Gewinne hier jetzt eventuell zusammenschmelzen würden... naja, dazu fehlen dem Leser einige Zahlen und Branchenkenntnisse (mir zumindest) Natürlich könnte das passieren, sie können auch besser werden. Durch den Sparzwang könnte man aber auch folgenden Teufel an die Wand malen:
Unmotivierte Arbeiter, miese Qualität, Imageschaden, Verkaufsrückgang, Insolvenz...
Der Shareholder Value sieht dann so aus, dass ein paar dicke Fische, die ja immer gut mit Infos versorgt werden, rechtzeitig die Biege machen können, und die Kleinanleger können sich ihre Papiere an die Wand kleistern.

---

Ich hab den Bericht erst im Radio gehört, und da hab ich sofort an Gandhi denken müssen, weil der Sprecher hervorgehoben hat, dass McKinsey die Schließung des Werks empfohlen hat; wie genau das jetzt der tatsächlich McKinsey-Empfehlung entspricht oder ob es aus dem Zusammenhang gerissen ist, vermag ich nicht zu sagen.



Gruß, Patrick

Glombi:
Was Grohe betrifft: McKinsey fegt doch nur die Scherben zusammen. Die Fehler wurden bereits vorher gemacht, als die "Heuschrecken" Grohe ausgenommen haben.

Der Name mag täuschen, es ist kein deutsches Unternehmen mehr. Es gehört Texas Pacific Group und Credit Suisse First Boston Private Equity.

Der Firmensitz ist übrigens im Wahlkreis eines gewissen Herrn Müntefering.

Mehr dazu hier:
FAZ zu Grohe

Was die Kritik an Unternehmensberatungen betifft: Ich denke ein "Load Balacing" ist immer gut - auf der einen Seite die Gewerkschaften und auf der anderen Seite McKinsey & Co.


Andreas

pd:
Der tatsächliche Besitzer geht aus dem Internetbericht von SWR auch hervor, im Radiobericht wir er aber nicht genannt. Dort hört es sich so an, als hätte McKinsex gesagt, macht das Werk dicht, und die Firma selber hat dann doch noch ne Lösung gefunden, wie man weiterarbeiten kann...

Ist McKinsey ne AG?


Gruß, Patrick

Glombi:
Wenn ein Unternehmen an die Börse geht, kann es zum Spielball von Finanzinvestoren werden. Das ist doch ganz klar. Kein Unternehmen wird gezwungen, an die Börse zu gehen. Man erwartet dadurch eine schnelle Kapitalzuführung, die dann für Investitionen und Expansion verwendet werden (sollten).

Der Fall Grohe ist geradezu ein Paradebeispiel für die Kritik an den sog. Heuschrecken:

1999 wird das Familienunternehmen für 900 Mio Euro an BC Partners verkauft.
BC Partners zieht dann nur ein Jahr später ca. 350  Mio Euro ab - durch Eigenmittel via Kapitalschnitt ab und Dividendenausschüttung.
Dann wird das Unternehmen für 1,8 Mrd Euro an die neuen Eigentümer TCB und CSFB weitergereicht.

Wo soviel Kohle fließt, da macht sich doch keiner von den Heuschrecken Gedanken über ein paar tausend Arbeitsplätze.
Die neuen Eigentümer sehen aber ziemlich alt aus, da sie offenbar im Kaufrausch den Wert des Unternehmens völlig überschätzt haben. Es bleibt also als Notbremse McKinsey. Und was sollen die denn schon groß vorschlagen. Es wundert mich, dass es jetzt "nur" 900 Entlassungen geben soll. Es ist wohl nur kurzfristig zur Beruhigung gedacht.


McKinsey ist übrigens im Besitz von ca. 900 Partnern und somit eigenfinanziert. Jeder Partner strebt wohl Gewinnmaximierung für sich an.

Andreas

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