Domino 9 und frühere Versionen > ND6: Entwicklung
Lotus Workflow
JulianBuss:
ich möchte auch was dazu beitragen: genau die oben genannten Punkte haben uns auch von Domino Workflow abgeschreckt.
Grafische Entwicklung ist nice, braucht man aber nicht wirklich. Die Logik des Workflows kann man auch tadellos mit Konfig-Dokumenten abbilden.
Aus der Unzurfriedenheit mit Domino Workflow jedenfalls haben wir eine eigene Workflow-Engine gebaut, möglichst transparent für den kompetenten Entwickler und ausführlichem Log fürs Debugging.
Wir können dann beliebig viele Anwendungen bauen, die eine handvoll standardisierter Elemente verwenden und darüber mit der Engine kommunizieren. So müssen wir die eigentliche Workflow-Logik nicht immer neu erfinden; in der Anwendung stößt ein Dokument einfach einen Workflow an und den Rest macht die Engine.
Das hat sich bewährt, vor allem weil man damit in kurzer Zeit beliebige Notes-Anwendungen WF-fähig machen kann.
Und dass Anwender selbst Workflows designen ist m.E. nach sowieso eine Mär... ohne Eingriff des Admins klappt das doch nie :-)
koehlerbv:
Exakt den gleichen Weg bin ich auch gegangen. Für einen Kunden könnte man für den Preis, den DWF kostet, schon eine ganze Menge programmieren (mehr, als der Kunde wirklich braucht), und wenn das dann noch ein Produkt resp. eine multivalent wiederverwendbare Toolbox wird, dann sieht das Kosten-Nutzen-Verhältnis noch um Grössenordnungen besser aus - für beide Seiten.
Bernhard
eknori:
--- Zitat ---Wir können dann beliebig viele Anwendungen bauen, die eine handvoll standardisierter Elemente verwenden und darüber mit der Engine kommunizieren. So müssen wir die eigentliche Workflow-Logik nicht immer neu erfinden; in der Anwendung stößt ein Dokument einfach einen Workflow an und den Rest macht die Engine.
--- Ende Zitat ---
OK, das macht DWF im Prinzip ja auch so.
Das Ganze wäre ja auch nicht so dramatisch, wenn IBM endlich mal den Code der "Engine" offenlegen würde. Ich habe seinerzeit etliche offensichtliche Fehler gemeldet, die ich im Null Komma Nix selber hätte beseitigen können; aber da man ja keinen Zugriff auf den Code hat .. Und IBM hat sich eigentlich bis heute nicht einmal gezuckt. Gucke dir mal ein paar Stimmen zu der Sache auf LDD an; da herrscht allgemein eine Unzufriedenheit.
Unsere Fa. hat seinerzeit ca 100.000 DM für dieses Product ausgegeben ( damals war ich noch überzeugt davon; bin also der Hauptverantwortliche für den Cash Burn ) Ein ROI haben wir bei dem ganzen Ärger mit dem Kram nie erzielt. Und dann kommt dieser Spacko von Vertriebler noch an und will uns ein Renewal verkaufen ... Das Produkt ist doch seit mindestens 2 Jahren nicht mehr witerentwickelt worden und eine Umbenennung von 3.11 in 6.5.1 macht das Zeugs auch nicht besser.
Es gibt sicherlich eine Menge Produkte, die DWF überlegen sind ( ist auch keine grosse Kunst )
Da sollte man sich wirklich einmal umsehen.
Wie gesagt; was wir noch im Notes machen sind einfache WF; da ist ein solches Tool ( egal jetzt ob DWF oder was auch immer ) nicht vonnöten. Das kriegt man auch so hin.
Marinero Atlántico:
Also Teletambi: Vielleicht kannst du jetzt der Deutschen Wirtschaft 100.000 Euro sparen. Ist doch gut. Wir haben davon nicht mehr so viel.
... wobei ich davon überzeugt bin, dass es für das Wegsterben eines Tools immer Gründe gibt. 2 mögliche Ursachen:
1. die vorhandene code-Basis ist nur unter extremer Anstrengung maintainable.
2. Es passt nicht in die Produktpolitik von IBM.
1. würde bedeuten, dass es auch schwierig ist, dafür Menschen der Sorte "code-geiler Programmierer" zu finden. Wenn die Aufgabe langweilig ist, ist es schwer das Projekt mit dem geeigneten Material an open Source Entwicklern zu bestücken (Ironie).
Mozilla hatte dabei lange Zeit Schwierigkeiten.
Die open Source xml-Datenbank Xindice sucht seit Monaten händeringend nach Entwicklern.
Wenn man sich das bei SourceForge oder anderswo anschaut, ist das Tempo der Entwicklung der unterschiedlichen Projekte höchst unterschiedlich und sehr schwer oder praktisch nicht vorauszusagen.
Ich lass open Source Projekte im Java Bereich schon mal durch den Eclipse Debugger laufen und da existieren himmelweite Unterschiede im Hinblick auf "Sieht übersichtlich aus" und "Hölle. Was ist das?".
Ist sicherlich auch keine neue Erkenntnis.
Gruß Axel
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