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Java vs. LotusScript
Hernan Cortez:
Domino 5 hat eine JVM der Version 1.1.8
Domino 6 hat eine JVM der Version 1.3 oder 1.3.1 (weiss ich jetzt nicht so genau).
Im Notes-Backend sind die Java-Klassen praktisch gleich wie die Lotus-Script Klassen.
Im Frontend hast du erstmal keine Java Unterstützung, es sei denn du benutzt Applets.
Applets bieten ganz gute Gestaltungsmöglichkeiten, haben aber ein paar Probleme, z.B. das du im Web nicht weisst, ob der User nicht eine Uralt JVM in seinem Browser hat.
Ausserdem sind meiner Ansicht nach Applets irgendwie Fremdkörper in einer Notes- oder einer Html-basierten GUI. Ich bevorzuge einheitliche GUIs.
Rickard Oberg (intelligenter Mensch) entwickelt Portalsoftware und hat letztens den folgenden Beitrag in seinen Blog gepostet:
http://jroller.com/page/rickard/20040316#why_applets_are_great
So eindeutig ist die Applet-Geschichte also auch nicht.
Soweit ich weiss, benutzen die meisten erfolgreichen Notes-Programmierer keine Applets. Ich auch nicht, obwohl ich Notes und Java programmiere (lieber Java).
Java für Teile von Domino Backend, Swing-GUIs, Tomcat, WebSphere, DB2-stored procedures sowie theoretisch auch JBoss und Handys (letzeres mit mini Test-Anwendungen).
In Domino6 Backend bevorzuge ich für Standard-Domino Sachen Lotus-Script.
Für xml-Verarbeitung, Socket-Connections, Datenbankanbindungen, Webservices und vermutlich noch ein paar andere Sachen hat Java für Notes-Backend Programmierung deutliche Vorteile.
Gruß Axel
.::NotesUser::.:
Des is schon mal klasse. Danke.
Wobei... gibts irgendwo eine Übersicht aller Java Klassen die ich in Notes benutzen kann?
Dann kann ich mir besser vorstellen was ich mit Java in Notes alles machen kann.
Hernan Cortez:
Die 30 oder so Domino Klassen stehen in der Designerhilfe.
Weiss nicht, wo es ein Klassenposter gibt, aber es ist eine flache, stark containment geprägte API, mit genauer einer Vererbungsbeziehung (@eknori: Finger weg von der Maus ;D : Das dürfte für jemanden, der C++ "kann" verständlich sein). Das Objektmodell ist effizient und übersichtlich.
Die Klassen der Java1.3.1 stehen hier http://java.sun.com/j2se/1.3/docs/api/index.html
Dann kannst du noch third party Klassen einbinden. Die stehen im Internet. ;D
Mit Java baust du selber Klassen, also trägst du zusätzlich noch ungeborene Klassen in deiner Gebärmutter.
Dein Prozess ist IMHO ein bischen top down.
Kann man sich die Klassen eines "Tools" anschauen und dann weiss man was man damit machen kann?
Ist es nicht besser hier bottom up vorzugehen.?
Funktioniert das so überhaupt mit den heutigen relativ offenen Systemen?
Ich empfehle: Du hast eine von der Entwicklungsplattform losgelöste Problemstellung und suchst dann nach Mitteln in der Plattform, wie du die effizient lösen kannst. Dann ist auch die Wahl der Programmiersprache eher eine zweitrangige Entscheidung. Dabei solltest man natürlich ein Buch zu Domino Entwicklung (Rocky Oliver) und Domino Administration (hmm Name vergessen) lesen.
Natürlich erlangst du durch die Beschäftigung Plattformwissen und kannst somit Dinge besser einschätzen.
An deiner Stelle würde ich mir diese openSource Projekte anschauen (http://www.openntf.org/). Damit dürftest du eine Vorstellung bekommen, was du mit Domino machen kannst. Dann gehst du von wirklichen business cases aus.
Gruß Axel
.::NotesUser::.:
Für Domino Klassen gibt es ein Klassenposter. Hab ich... :)
Ich weiß auch schon was man mit Domino Klassen alles machen kann
(jedenfalls nen Teil von dem großen Thema...)
Naja, ich muss mir wahrscheinlich einfach mal offene Datenbanken anschauen die Java verwenden. Vielleicht hilft mir das weiter.
Da werd ich sicher was finden....
Dann werden mir bestimmt auch die Vor- und Nachteile bzw. die Einsatzgebiete von LS und Java in Notes klar.
Vielen Dank für eure Hilfe...
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