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Domino Backup unter Linux mit rsync

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Klaus:
Hallo Martin,

woher bekomme ich den Linux-Agenten? Im Download-Bereich bei Veritas konnte ich nichts finden...
Vielleicht kannst Du mir etwas auf die Sprünge helfen?

Klaus

MartinG:
http://seer.support.veritas.com/docs/262592.htm

gwe:
Domino Backup mit rsync funzt hervorragend!

Neben einem klassischen Tape Backup, das man sowieso machen sollte, nutze ich rsync zum spiegeln des kompletten Data-Verzeichnisses:

rsync -au --delete /pfad/zu/notesdata /pfad/zu/notesdata.mirror

Das .mirror-Verzeichnis sollte vor dem ersten rsync schon angelegt sein. Der Parameter -au heißt: Archiviere inkl. Unterverzeichnissen unter Beibehaltung aller Attribute und hole nur Dateien, die im .mirror älter sind. --delete bewirkt die Löschung von Dateien auf dem .mirror, die im Originalverzeichnis auch gelöscht wurden (kann man nach Bedarf auch weglassen).

Das ganze geht sogar im laufenden Betrieb, weil vom Originalverzeichnis nur gelesen wird. Per Cronjob kann man so in festen Intervallen die gesamte Domino-Datenhaltung in Sicherheit bringen. Im Falle einer Rücksicherung sollte Domino dann aber runtergefahren werden...

Für eine Lösung mit 2 Servern (kein Cluster, nur 1 Domino!) kann man ebenfalls rsync nutzen, in dem man die Daten pusht (auf einen anderen Server schiebt) oder pullt (auf einen anderen Server holt). Allerdings muß dazu auf dem passiven Server der rsyncd laufen und für das Notes-Verzeichnis entsprechend konfiguriert sein (siehe man rsyncd). Der Algorithmus unterstützt sogar Datenkompression (Parameter -z), um den Traffic zu reduzieren!

gwe

papadave:
wirklich, auch im laufendem Betrieb??
Ich meine, was is los, wenn grad jemand ordentlich in seine DB schreibt,
und das rsync die checksum erstellt?

David

gwe:
rsync muß wohl bei abweichender Checksum solange den Lesevorgang wiederholen, bis es keine Differenzen mehr gibt. Das ist natürlich abhängig vom Nutzerverhalten. Ich habe bei uns aber noch keinen User sooo große Dateien übertragen sehen, daß dieses Zeitfenster länger als 30 Sek. gedauert hätte. Man kann rsync auch einen Timeout vorgeben, um Endlosschleifen zu verhindern.

Ich spiegele mit rsync übrigens nicht nur unseren Domino, sondern auch eine InterBase- und eine MySQL-Datenbank (beide online), die Home-Verzeichnisse der User sowie 5 weitere Samba-Shares - bis jetzt keine Probleme.

Die Intervalle (crontab) sind so gesetzt, daß alle 5 Minuten auf den Backup-Server und alle 48 Stunden auf eine Mirror-Platte des Hauptservers gespiegelt wird. Dadurch kann man bei einem Serverausfall immer auf maximal 5 Minuten alte Daten zurückgreifen. Hat ein User eine Datei aus Versehen gelöscht oder überschrieben, kann diese bis zu 48 Stunden danach von der Mirror-Platte wiedergeholt werden, ohne erst ein Tape suchen und restoren zu müssen.

Trotzdem: Nie auf ein vernünftiges Tape Backup verzichten!

gwe

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