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Hasse mal 4 cpus- Lotus Workplace Server.
Axel Janssen temp:
Hi,
ein Kollege wollte abends (und zur Not dann gleich auch nachts) mal Lotus Workplace installieren.
In den Installationsanleitung stand was von einer 4-fach-cpu, die man da benötigt.
Er sagte sich: Egal, ich kann warten.
Also installierte er.
Die Installationsroutine meldete dann, dass sein rückständiger 1 Gig Ram (oder was weiss ich) Rechner eben keine 4 parallelen CPUs hat (an der falschen Stelle gespart) und das Produkt deshalb nicht installiert werden kann.
Ich frage mich ernsthaft, ob die Zusammenarbeit von Notes und Java nicht vielleicht Anforderungen an die Hardware stellen, die meinen Horizont eindeutig übersteigen.
Ich bin da wirklich nicht kleinlich. Ich spiele momentan mit WSAD und DB2 auf einem 512 MB Ram lapptop rum.
Gruß Axel
Glombi:
Die Hardware-Kosten sind ja geradezu klein im Vergleich zu den Software-Kosten, wenn man sich eine vernünftige WS-Infrastruktur aufbauen will. Ich frage mich, welcher bestehende Notes-Kunde Geschmack am Lotus Workplace Web Contant Management System findet. Der kostet ja nur ca. 50.000,- Euro.
Andreas
Axel Janssen temp:
Hi Andreas,
ich habe beschlossen, an Standardsoftware zu glauben (man muss das nicht so sehen und ich bin u.a. in ein sehr gut aussehendes Projekt involviert, wo ca 7 open Source Komponenten aus .java, ganz anders und seit heute vermutlich auch .net mitspielen).
Ich glaube nicht, dass jedes Standardsoftware-Projekt erfolgreich ist.
Keine Ahnung, ob sich Domino Workspace durchsetzen kann. Es ist jedenfalls nicht alleine auf dem Markt.
Wenn IBM so abspaced, bin ich draussen.
Man kann aber imho nicht sagen, dass so teure Software grundsätzlich nix bringt. Angesichts der sehr volatilen Requirements und hohen Anforderungen zahlreicher Kunden, kann das die Lösung sein.
Ich kenne framework-Entwicklungen bei Kunden, bei denen ein Investitionsvolumen von 50.000 Euro Portokassen-Charakter besitzt.
Ich finde z.B. WSAD ziemlich faszinierend, nachdem ich mich jetzt nicht zuletzt durch den Druck der certis sehr eingehend damit beschäftige.
Ich bin aber heilfroh, dass es in der Welt neben IBMs Riesen-Dingern wie WAS/WSAD/Websphere MQ auch kleinere Sachen wie Java-Open-Source und Domino gibt.
Gruß Axel
... ein Kollege behauptete heute, er hätte einen xml-Editor mit Net geschrieben, ohne in ein Buch oder eine Doku zu schauen. Einfach durch raten der Klassennamen und der Auswahlhilfe (ähem, wie heisst das: wie bei Domino6. Man tippt einen Buchstaben einer Klasse ein und bekommt eine Auswahl?)
heini_schwammerl:
Lieber Axel,
na ich sehe wir kommen uns so langsam näher ;D
Keine Angst vor Java aber vor dem was IBM daraus macht. Ein Hardwaremonster mit schwieriger Administration, irgendwann geht dann auch der IBM Fixpack Horror los.
Grusel, Grusel. Dabei wäre es so einfach gewesen. Tomcat rein, Apache rein, SQL Support für diverse Datenbanken, dann noch schöne Schnittstellen mit dem Legacy Notes Part, einmal umgerührt und fertig wäre ein schöner Application Server. Für die Großen gäbe es dann Workplace.
Ich befürchte nur, wenn Sie das gemacht hätten gäbe es ein Problem. Wenige (aber dafür Große)würden dann den großen Bruder noch in Betracht ziehen.
Ach egal, Workplace wird an mir vorübergehen.
Das Ganze dann auch noch als Lösung für Deskless Workers aufzuziehen ist fast genauso lächerlich wie die Verwendung von On demand in jedem zweiten Satz.
Ich mach mir jetzt mal ein On-Demand Bier auf und schau doch mal ob hier was kommt.
Gruß
Heini
Axel_Janssen:
Hi Heini,
ich glaube bereits seit einigen Monaten, dass wir nie so weit auseinander waren.
Das interessante an Java der letzten Jahre war gerade, dass es diese verschiedenen Wege gab.
Java ist - wie Linux - zu dezentral als das es von IBM "zerstört" werden könnte.
Ich war zu keiner Zeit der großkopferte Konzeptionalist, den du möglicherweise in mir gesehen hast. Das sind Leute, über die ich mich nicht mal mehr aufrege.
Das wichtigste Projekt, an dem ich im letzten Jahr beteiligt war, war mit sehr vielen open Source Komponenten, sehr viel Java, Tomcat, Webservices, Lotus Notes und ab Montag mit einem MS.NET 5 Zeilen Programm in der Testumgebung. Ich hatte das Glück, mit wirklich guten Leuten zusammengearbeitet zu haben. Die kreativsten Beiträge waren nicht von mir. Aber das ist sowieso egal.
Es gibt Dinge von IBM, die ich für konkret Mist halte.
Einer der beliebtesten Sprüche in javablogs ist: ... and then IBM will come and create an bloated, non-functional product out of it (oder so ähnlich)
Es gibt andere Dinge von IBM, die ich für konkret gut halte:
- Developerworks
- Eclipse
- WSAD (wenn die 5.1-Version nicht diesen verdammten bug hat, der mir die Hälfte meines Schlafs von Mittwoch auf Donnerstag geraubt hat --> kein kommerzielles Projekt meinerseits, "spiel" damit nur rum)
- Kyle Brown*
- Howard Kushner
Lotus Workplace gehört zur Zeit eindeutig zum ersteren.
Gruß Axel ;D
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* würde ich z.Zt. eine Rezension über sein gegenwärtiges Buch schreiben, täte es mit dem Satz beginnen:
Wenn es zur Zeit des Auszugs der Israeliten aus Ägypten Java gegeben hätte, wäre Moses dieses Buch von Gott als goodie zu den Schiefertafeln mit den 10 Geboten dabeigepackt worden. ;D
(ich hoffe ich verletze die religiösen Empfindungen von niemanden)
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