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Stammtischdiskussion - wie kann ich kontern? (Notes/Outlook)
Jörg P.:
Hi,
kennste den schon:
http://www.zdnet.com.au/itmanager/technology/story/0,2000029587,20277558,00.htm
Axel Janssen temp:
Interoperability halte ich für ein bischen zu positiv bewertet.
Von mir gäbs da nur 2.5 von 5 Sternen.
Die com und ole Unterstützung halte ich für weitgehend brauchbar.
Da die com und ole Unterstützung so gut ist, wird es in vielen Unternehmen intensiv genutzt. Die Folge ist faktisches Wintel-lockin.
Linux wird als Client nicht unterstützt.
Für sehr einfache Datenbank-Integration ist Decs brauchbar.
Es gibt keine vernünftige Unterstützung für Transaktionen. Dies ist sehr schlecht, z.B. für den Zugriff von Websphere auf Domino.
Sehr sinnvoll wäre sicherlich auch eine Integration mit Dot.NET, die innovative Plattform für Unternehmensanwendung von Microsoft. Zu meiner Überraschung hört man nix zu diesem Punkt von Lotus.
IBM versucht stark Lotus-Kunden an Websphere zu binden. Websphere ist mittlerweile ein guter J2EE-Server. Zumindest werden naive Kunden so davor bewahrt sich einen Kraut-und-Rüben J2EE-Server ins Haus zu stellen. Auf der anderen Seite werden Kunden davon abgehalten, über vernünftige Alternativen (Tomcat, JBoss, Oracle App Server, Bea Weblogic) nachzudenken, die für den spezifischen Fall des Unternehmens besser sein können als Websphere, aber beileibe nicht besser sein müssen.
XML-Unterstütztung ist definitiv nicht das Gelbe.
- fehlende Unterstützung für JAXP-Standard
- Keine von Lotus unterstützte Möglichkeit den vom System verwendeten xml Parser auszutauschen, bzw. für einen Agenten, eine .nsf einen eigenen Parser zu verwenden. Diese Flexibilität ist ansonsten normal.
Die Java Unterstützung ist zwar von Werbung_für_Microsoft (Domino5) in Domino6 etwas besser geworden (Java1.3.1 Unterstützung). Trotzdem gibt es zahlreiche Schwächen:
- fehlende Java1.4 Unterstützung
- keine Aussagen, ob man in Zukunft vielleicht neuer JSDKs schneller zu integrieren gedenkt.
- kein Debugging von Agenten
- In Java Agenten gibt es Spezialworkarounds, um Konflikte zwischen Java-Security und Notes-Security aus dem Weg zu gehen. Darauf wurde im größeren Rahmen erstmals 1998 in einem Buch von Rose Kelleher hingewiesen.
- Notes-Objekte sind nur Wrapper auf C-RPC Klassen. Sie sind damit extrem Garbage Collector unfreundlich und man muss das recycle() in seine Überlegungen miteinbeziehen, was viele einfach ignorieren. Letzeres verschärft das Problem.
- das oft wichtige Subsystem xml läßt sich nicht so verwenden wie man es gewohnt ist, da im Classloading von Domino ein nicht-JAXP kompatibler xml-Parser eingebunden wird, der uralt ist. Ohne einem Austausch dieser Lotus-Systemdatei, kann man da nix machen. Lotus übernimmt für diesen Austausch keine Garantie.
- die von Domino angebotenen Entwicklungswerkzeuge für Java Entwicklung hinken dem Stand guter Entwicklungsumgebungen (Microsoft Visual Studio, Eclipse, etc.) Jahre hinterher. Jemand, der gewöhnt ist mit diesen Tools zu arbeiten, empfindet den DominoDesigner6 als eine intelekutelle Beleidigung für seinen Berufsstand.
Gruß Axel
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