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outsourcing Debatte: sehr guter Artikel

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Axel Janssen temp:
Hi,

ich bin fundamental gegen jede Panik-Mache.
In amerikanischen Java-job-foren war "outsourcing" im letzten Jahr das Thema Nummer 1. Wenn es nicht um persönlich echt problematische Situationen gegangen wäre, hätte man über die "Kann ich in Indien ein Arbeitsvisum beantragen und wie" von Amerikanern mit WhiteAngloSaxonProtestant-Namen schmunzeln können.

Vermute, dass es auch hier an Bedeutung gewinnen wird, v.a. im Kontext des ökonomischen Aufholprozesses Mittelost- und (hoffentlich) Osteuropas.

Der Artikel fasst die versteckten Kosten des outsourcing zusammen.
http://www.cio.com/archive/090103/money.html

Gruß Axel

Rob Green:
Du glaubst auch an die Geschichte, daß nur die Amis einen Schritt weiter als die anderen sind, oder  ;D (ok, just kidding) In Europa ist das doch schon lange ein alter Hut, nach Osteuropa, Südamerika und Asien offshore zu gehen. Sei es IT oder was auch immer. Alleine in Bulgarien und Rumänien wirst Du kaum einen ITler finden, der nicht bei einer deutschen Firma für Appel und Ei gearbeitet hat und mittlerweile im Ausland, sprich USA/Deutschland/England/... war (womöglich wieder zurück am investieren im eigenen Lande). In meinem Geburtsland - Kroatien - hat Siemens/Microsoft/Ericson/etc ganze Kolonnen von Developern eingekauft. Das Problem, was die Amis momentan im IT Bereich haben, daß sie seit letzten Jahr erkennen, daß ein Offshore Programmierer eben nicht 70.000-100.000 USD/Jahr kostet, sondern 10% davon. Mich hat die Diskussion sehr überrascht, daß sie erst jetzt in Amiland aufkam. Dachte immer, die hätten das schon lange hinter sich.

Axel Janssen temp:
Es geht um die Frage wie weit off-shoring gehen kann.
Für welche Projekte/Produkte kommt es in Frage.

... und da ist fraglos schon eine neue Qualität ins Spiel gekommen. Ich kenne keine Zahlen für Deutschland, aber für die USA ist der Anstieg des Volumens des offshoring wirklich dramatisch.
 
Auf Grund der größeren Wachstumsdynamik seit ca. 1992 sehe ich die US-Volkswirtschaft in der Tat als eine Art Vorreiter ;D

Ist auch immer die Frage, was man als Programmierer versteht. Versteht man darunter einen monkey in einer Gruppe auf der anderen Seite der wall who is dificult to communicate with, dem man die requirements zuwirft, damit die Gruppe innerhalb der nächsten 3 Monate ein fertiges Produkt zurückwirft, dann ist offshoring sicherlich die richtige Lösung. Z.B. für das Projekt Dauerreperatur von eigenen Notes-MailSchablonenerweiterungen einer deutschen Großbank. Richtig retten konnte man das eh nicht mehr und die Probleme sind sehr speziell und einfach zu formulieren.  

In der Regel weiss der Kunde aber nicht, was er will. Deshalb ist man in den Projekten dann in einer neue-Technologien-Erklärer, Analyse-der-Kundengeschäftsprozesse, Software-Architekten,  und Software-Designer Rolle.
Firmen wie Wipro India  gelingt es aber genau diese Rollen erfolgreich auszufüllen. Und das ist in gewisser Hinsicht das neue.

Gruß Axel

Semeaphoros:
Rob: Amiland ist weitgehend Entwicklungsland, sei es im Sozialen, sei es im Technologischen, mit Ausnahme einer Handvoll Unis und Labors, die absolute Spitze sind. Der "Normalbürger" spürt von dieser Spitzenposition nun mal absolut gar nichts und entwicklungsmässig hinkt Amerika schon seit laaaaaangen Jahren weit hinter Europa her. Ferienregelungen oder sowas zum Beispiel. Das merkt man aber erst, wenn man entweder drüben lebt, oder eben genau drauf achtet und die Leute dort auf der Strasse entsprechend gezielt fragt. Die Geschichte mit "Vorreiter" ist weitgehend ein Ammenmärchen und bezieht sich wirklich nur auf ein paar ganz spezielle Aspekte - was die Realität anbelangt.

Rob Green:
kann nur so sein, sonst kann man sich diese aufgekommene Diskussion nicht anders erklären (weißgarnicht, wieviele Beiträge von verängstigten Developern ich schon gelesen habe aus den USA, mann mann, jammer jammer)

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